Das nördliche Ostpreußen, die 1945 verlorene Heimat vieler deutscher Kriegsflüchtlinge, war über Jahrzehnte lang unzugängliches sowjetisches Sperrgebiet. Es wirkt paradox, aber das Gebiet Kaliningrad in seiner ungemütlichen Insellage umgeben von Nato-Ländern pflegt heute die Spuren der deutschen Vergangenheit und alte ostpreußische Traditionen mehr denn je. Unternehmer, Behörden und Bürger haben entdeckt, dass man mit dem Image bei Touristen aus dem russischen Mutterland punkten kann. Auch für Reisende aus dem Westen bleibt eine Fahrt in die Ostsee-Exklave ein Treffen mit der deutschen Geschichte. Zu sehen gibt es erstaunlich viel, und die Landschaften der Region bleiben zeitlos schön, egal, welche Mächte das Land regieren.
