Rhein-Wolga-Blog

Neuigkeiten aus Russland und in diesem Reiseblog:

Schlagbaum runter - Russland macht die Grenzen dicht

Einreiseverbot, Flüge eingestellt, Landgrenzen geschlossen. Machen wir es kurz: Derzeit und bis auf Weiteres führt wegen der Coronavirus-Pandemie für Ausländer kein Weg nach Russland. Für Touristen schon einmal erst recht nicht. Vom 18. März an dürfen keine ausländischen Staatsbürger mehr in die Russische Föderation einreisen - Diplomaten und Personen mit Dauer-Wohnrecht ausgeschlossen. Von diesen Gruppen abgesehen gibt es Ausnahmen nur für Personen, die zur Beerdigung eines nahen Verwandten reisen müssen. Die Regierung verhängte das Verbot zunächst für einen Zeitraum bis zum 1. Mai. Mit einiger Zeitverzögerung zu Westeuropa war in den vergangenen Tagen auch in Russland das öffentliche Leben eingeschränkt worden. 

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Ganz großes Kino - Die besten russischen Spielfilme

Jetzt, wo wir Reiseplanungen wohl fürs erste einstellen müssen und alle viel zu Hause hocken werden, scheint ein guter Moment, nochmal auf unsere Hitliste der besten Spielfilme aus Russland und der Sowjetunion hinzuweisen. Tatsächlich sind viele Filme aus den Studios im Osten künstlerische Meisterwerke. Weder die politische Zensur der Kommunistischen Partei, noch wirtschaftliche Zwänge der Nach-Wende-Zeit vermochten das zu verhindern. Bis heute lohnt ein Blick zurück auf die Filme der sowjetischen Filmstudios: Von der lustigen Komödie bis hin zur unterschwelligen Gesellschaftskritik und großen Dramen gibt es alles, was das Herz von

Kinofreunden begehrt. Hier unsere Hitliste der 15 besten Spielfilme aus Russland und der UdSSR.

Coronavirus: Was Russland-Reisende jetzt wissen müssen

Einreisestempel Moskau Flughafen Scheremetjewo

(Zuletzt aktualisiert am 11.3.) Um die Ausbreitung des Coronavirus in Russland zu verhindern, greifen die Behörden jetzt zu drastischen Maßnahmen. Auch Reisende müssen sich wohl oder übel Gedanken machen, ob sich eine für die nächsten Wochen geplante Russland-Reise noch durchführen lässt. Seit Anfang März gilt ein Einreiseverbot für Staatsbürger von Südkorea und des  Iran. Chinesen erhalten schon länger keine Einreisevisa mehr für Russland, und die über 4.000 Kilometer lange Landgrenze zwischen den beiden Großmächten ist bereits seit Anfang des Jahres geschlossen. Seit die Zahl der Infizierten mit Covid-19 in Europa stark zunahm, drohen jetzt auch Besuchern aus dem Westen ähnliche Maßnahmen. Die Stadt Moskau prescht schon mal vor.

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Nicht nur Lenins - Russlands markanteste Denkmäler

Wer Russland besucht, wird schnell feststellen, dass das Land mit gutem Recht den Weltmeister-Titel im Errichten von Denkmälern für sich beanspruchen könnte. Egal, ob Zaren, Dichtern oder Weltkriegs-Helden - selbst in kleinen Provinzstädten findet es oft eine ganze Vielzahl der verschiedensten Monumente. Manche sind wundervolle Kunstwerke, andere kitschig bis zum Gehtnichtmehr. Nicht alle haben die Irrungen und Wirrungen der russischen und sowjetischen Geschichte überstanden. Bis heute gilt in nahezu allen Städten Russlands die Faustregel, dass sich da, wo ein ein großes Lenin-Denkmal steht, das Stadtzentrum befindet. Der Rhein-Wolga-Kanal stellt eine Denkmals-Hitliste vor.

Kosaken und Aprikosen - Rostow am Don

Ростов-на-Дону

Rostow am Don, Russlands südlichste Millionenstadt, gilt seit jeher als das Tor zur Kaukasus-Region. Insbesondere im 20. Jahrhundert ist die Geschichte nicht gerade sanft mit dem Industrie- und Wissenschaftszentrum umgesprungen. Trotz verheerender Zerstörungen im russischen Bürgerkrieg und im Zweiten Weltkrieg hat Rostow sich einige hübsche Ecken bewahrt. Und wer durch die Straßen bummelt, kann mit etwas Glück sogar echten Don-Kosaken begegnen. Besonders angenehm ist es in der Stadt im Frühling. Während im 1.100 Kilometer nördlich gelegenen Moskau oft noch Schnee liegt, blühen dann am Don schon die Aprikosenbäume. Die Rostow-Unterseite unseres Online-Reiseführers ist jetzt aktualisiert.

Behörden versprechen weniger Gedränge am Bernsteinzimmer

Den Verantwortlichen für den Großen Katharinenpalast in Zarskoje Selo bei Sankt Petersburg ist längst das Lachen vergangen. Vielen Touristen vermutlich auch. Insbesondere seit der Fertigstellung des legendären Bernsteinzimmers hat der Besucher-Andrang an dem Zarenschloss ein unerträgliches Ausmaß angenommen. 2018 wollten schon knapp vier Millionen Menschen den Palast besichtigen, einen Großteil davon bilden inzwischen chinesische Besuchergruppen. Beim Verhältnis von Besuchern pro Quadratmeter nimmt Zarskoje Selo inzwischen russlandweit den Spitzenplatz ein. Doch bald nahen angeblich bessere Zeiten, wenn man der Museumsverwaltung glauben darf.

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Letzte Zuflucht des Maestro - Klin

Klin im Nordwesten des Moskauer Verwaltungsgebiets ist trotz seiner langen und bewegten Geschichte eigentlich kein außergewöhnlicher Ort. Berühmt wurde die Stadt durch einen ihrer Bürger: Der Komponist Pjotr Tschaikowski verbrachte in der Nähe der damals beschaulichen Stadt die letzten letzten Lebensjahre in verschiedenen Landhäusern. Sein letzter Landsitz am heutigen Stadtrand wurde bereits 1894, im Jahr nach seinem Tod, zu einem Museum umgewandelt. Bis heute bilden Tschaikowski-Fans und andere Liebhaber klassischer Musik einen Großteil der auswärtigen Besucher in Klin.

Russland macht Grenze zu China dicht

Aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus hat die russische Regierung die über 4.000 Kilometer lange Landgrenze zur Volksrepublik China geschlossen. Die Straßengrenzübergänge und Fährverbindungen über den Grenzfluss Amur in den fernöstlichen Regionen Transbaikalien, Amur, Chabarowsk, Primorje und im Jüdischen Autonomen Gebiet lassen bis auf Weiteres keine Reisenden mehr passieren, meldet Interfax (Russisch) - auch Russen und Chinesen haben Probleme, in ihre Heimat zurückzukehren. Die Russische Eisenbahn RZD teilte zunächst mit, die wöchentlichen Direktverbindungen von Moskau nach Peking sollen weiter verkehren. Zwei Tage später überlegten sich die Verantwortlichen es aber anders.

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Alt und hip - Moskaus Basmanny-Stadtbezirk

Ganz im Zentrum der russischen Hauptstadt Moskau, aber ein wenig abseits der Haupt-Sehenswürdigkeiten, liegt ein Viertel, das es in sich hat: Der Basmanny-Stadtbezirk ist wie gemacht für einen ausgiebigen Stadtbummel - mit vielen einladenden Lokalen und architektonischen Perlen aus verschiedenen Jahrhunderten. Neoklassizistische Stadtvillen reihen sich neben Jugendstil-Wohnhäuser und konstruktivistische Behördenbauten. Bedeutende Kultureinrichtungen haben hier ihre Adresse, so Kirill Serebrjannikows "Gogol-Center" und das während des "Tauwetters" nach Stalins Tod gegründete "Sovremennik"-Theater. Außerdem befand sich hier einst die "Deutsche Vorstadt". An die deutsche Minderheit erinnert noch heute die evangelische Peter-Paul-Kathedrale.

Moskaus Scheremetjewo-Airport noch größer - Terminal C eröffnet

Der Moskauer Flughafen Scheremtejewo nimmt allmählich unheimliche Ausmaße an. Schon wieder ist ein neues Terminal eröffnet worden: Mitte Januar landete der erste Flieger im neuen "Scheremetjewo C". Allein in diesem Bereich auf der Nordseite der Start- und Landebahnen sollen künftig bis zu 20 Millionen Passagiere pro Jahr zusätzlich abgefertigt werden. Die Kapazität des kompletten Flughafens steigt damit auf 80 Millionen Passagiere jährlich - das wären mehr als in Frankfurt. Scheremetjewo C ist baulich mit dem angrenzenden Terminal B verbunden und wird

ausschließlich von Russlands größter Fluggesellschaft Aeroflot genutzt. Für Reisende aus dem europäischen Ausland heißt es sich umzugewöhnen - zumindest, wenn sie Aeroflot-Kunden sind.

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Flop 10 - Russland-Reiseziele zum Weiterfahren

Russland ist ein großartiges, in Westeuropa total unterschätztes Reiseziel. Dass es im größten Land der Welt auch jede Menge Orte gibt, die man nicht unbedingt gesehen haben muss, versteht sich von selbst. Manche sind hoffnungslos überlaufen, andere unglaublich hässlich oder trist. Eine Hitliste der interessantesten und schönsten russischen Städte und Regionen haben wir bereits zusammengestellt. Damit auf seiner Russland-Reise möglichst niemand falsch abbiegt, folgt hier nun eine Zusammenstellung unserer größten Enttäuschungen der zurückliegenden Jahre. Damit uns später niemand vorwirft, wir hätten nicht gewarnt...

Im Schatten der fünf Gipfel - Pjatigorsk

Russlands großer Romantiker Michail Lermontow verbrachte hier die letzten beiden Monate seines Lebens, bevor er bei einem Duell tödlich verletzt wurde. Seit fast 200 Jahren ziehen sage und schreibe 38 Heilquellen auf dem Stadtgebiet Kurgäste von nah und fern an. Mit über 140.000 Einwohnern ist Pjatigorsk heute der größte der Mineralwasser-Kurorte in Russlands Nordkaukasus. Die Stadt am Fuß des Maschuk-Bergs steht heute ein wenig im Schatten des weiter südlich gelegenen Kislowodsk - zu Unrecht, denn Pjatigorsk hat Reisenden ebenfalls eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten und beschaulichen Parks zu bieten. Und die entsprechende Rubrik unseres Online-Reiseführers ist jetzt noch einmal ergänzt und aktualisiert.

Best of Rhein-Wolga-Kanal 2019

Unsere Statistik verrät, dass im Jahr 2019 über 36.000 Besucher aus über 100 Ländern der Welt unseren Russland-Reiseblog angesteuert und insgesamt knapp 67.000 mal auf eine unserer Seiten geklickt haben. Wer nicht so häufig vorbeikommt, kann zum Jahreswechsel nun hier sehen, welche Beiträge auf besonders großes Interesse stießen - und was er oder sie möglicherweise verpasst hat und unbedingt noch einmal lesen will.

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Zugverkehr über die Krim-Brücke aufgenommen

Die Halbinsel Krim ist nach fünfjähriger Unterbrechung wieder mit der Eisenbahn zu erreichen. Am 23. Dezember - gut eine Woche nach dem großen Fahrplanwechsel zum Jahresende - startete der erste reguläre Schlafwagenzug von Sankt Petersburg über die neugebaute Krim-Brücke nach Sewastopol und erreichte 43 Stunden später planmäßig sein Ziel. Die staatliche Russische Eisenbahn (RZD) hat offiziell mit dem politisch heiklen Angebot nichts zu tun: Die Züge verkehren unter dem Markennamen "Tawrija", Schlafwagen werden von dem privaten Bahnunternehmen "Grand Service Express" gestellt, und für die Infrastruktur auf der Halbinsel ist die "Krim-Eisenbahn" zuständig.

Die Staatsanwaltschaft der Ukraine drohte allen Passagieren bereits mit einem Strafverfahren wegen illegalen Grenzübertritts.

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Flieger, Zug, Schiff - Infos zur Anreise nach Russland

Gefühlt liegt Russland sehr weit weg von Mitteleuropa. Und die meisten Russland-Reisenden werden deshalb vermutlich das Flugzeug wählen. Bei - je nach Abflugort - etwas über zwei bis dreieinhalb Stunden Flugzeit zwischen Deutschland und Moskau oder St. Petersburg wird allerdings deutlich, wie nah sich Deutsche und Russen auf der Weltkugel in Wirklichkeit sind. Der Rhein-Wolga-Kanal bevorzugt eigentlich die gemütliche Reise mit den Zügen der Russischen Staatsbahn, allerdings ist der Flieger meist wesentlich günstiger. Doch wer aus ökologischen Gründen oder wegen Flugangst nicht fliegen möchte, muss deshalb nicht auf Besuche in Russland verzichten. Unsere Rubrik zur Anreise ins größte Land der Welt ist jetzt gründlich überarbeitet.


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