Rhein-Wolga-Blog

Neuigkeiten aus Russland und in diesem Reiseblog:

Die Hauptstadt der Osseten - Wladikawkas

Seine Existenz verdankt Wladikawkas dem angeblichen "Erfinder" der Potemkinschen Dörfer: Fürst Grigori Potjomkin war die strategische Bedeutung dieses Ortes direkt nördlich der Kaukasus-Berge sofort klar, als er hier am Ufer des Terek-Flusses eine Festung anlegen ließ. Innerhalb von 250 Jahren wuchs Wladikawkas zu einer Großstadt mit über 300.000 Einwohnern heran, die sich jedoch mancherorts den Charme der vorrevolutionären Zeit bewahren konnte. Bislang sind Touristen in der Hauptstadt von Russlands Teilrepublik Nordossetien noch eine exotische Erscheinung, Sie stoppen hier allenfalls, wenn auf dem Weg von Russland nach Georgien der einzige Grenzübergang wegen Lawinengefahr oder nach einem Erdrutsch wieder einmal gesperrt ist. Dabei lohnt Wladikawkas durchaus einen gründlicheren Blick.

WM-Tickets fast nur noch über dubiose Zwischenhändler

Gut einen Monat vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiels für die Fußballweltmeisterschaft in Russland müssen kurzentschlossene Fußballfans jetzt sehr tapfer sein: Viele Spiele sind bereits komplett ausverkauft, zumindest offiziell. Stattdessen beginnt die goldene Zeit der Ticket-Zwischenhändler. Die FIFA warnt bereits öffentlich davor, Karten für die Spiele irgendwo außer auf ihrem eigenen Internet-Portal zu kaufen. Der Welt-Fußballverband betont, dass Tickets, die auf andere Weise erworben wurden, ungültig sind und deren Besitzer kein Anrecht auf Einlass in die Fußballstadien haben. Somit gehen Fußballfans sogar dann ein nicht ganz unerhebliches Risiko ein, wenn sie auf dem Schwarzmarkt tatsächlich echte Karten erhalten.

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Moskaus legendärer Boulevard - Der Arbat

Ganze 1,2 Kilometer lang ist eine der bekanntesten Straßen MoskausDer Arbat (auch Alter Arbat genannt) ist ein Relikt der vorrevolutionären Zeit, blieb viel vom alten Moskau erhalten. Schon vor der Oktoberrevolution entwickelte sich die Gegend zu einem der Lieblingsbezirke für Künstler und die Moskauer Intelligenzija. Die einstige Hauptstraße auf dem Weg vom Kreml zum westlichen Stadtrand wurde Mitte der 1980-er Jahre zur ersten Fußgängerzone der Metropole umgewandelt.

Der Arbat gehört seither den Spaziergängern, Straßenmusikanten und Andenken-Verkäufern. Wer es nicht bis zum Ismailowski-Markt schafft, findet garantiert auch hier alle Russland-Souvenirs, die man sich wünschen kann. Für viele Touristen gehört ein Bummel deshalb zum Pflichtprogramm.

Künftig Ortszeit - Russische Eisenbahn dreht an der Uhr

Bahnhofsuhr Russland Moskauer Zeit

Frühstücken, wenn die Uhr erst Mitternacht zeigte und Abendessen am Vormittag - einen derart merkwürdigen Tagesablauf gab es bislang in den Zügen der Transsibirischen Eisenbahn. Denn in allen Fernverkehrszügen und an den Bahnhöfen des größten Landes der Erde gilt seit Jahrzehnten die Moskauer Zeit. Doch damit ist künftig Schluss: Die Russische Eisenbahn RZD stellt ihren Personenverkehr komplett auf Ortszeit um. Viele russische Medien meldeten die revolutionäre Neuerung, die offiziell zum 1. August in Kraft treten wird. Die Staatsbahn begründet den Übergang zur regionalen Zeitzone mit dem selben Argument, mit dem sie bislang die Gültigkeit der Moskauer Zeit für ganz Russland verteidigt hatte - mit dem Wohl der Fahrgäste. 

Vor allem in den kommenden Wochen heißt es: Einen kühlen Kopf bewahren, um nicht aufgrund des Zeitwirrwarrs die Bahn zu verpassen.

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Aeroflot verlegt Inlandsflüge zu neuem Scheremetjewo-Terminal B

Der Flughafen Moskau-Scheremetjewo war ja schon bisher etwas kompliziert: D, E oder F - da musste man sich erst einmal zurechtfinden. Jetzt kommt noch ein Abfertigungsgebäude dazu: Die größte russische Fluggesellschaft Aeroflot verlegt ihre Inlandsflüge am Drehkreuz Moskau-Scheremetjewo in das neue Terminal B. Anfang Mai werden die ersten Passagiere ihre Reise von der kürzlich fertiggestellten Abflughalle auf der Nordseite der Start- und Landebahnen beginnen. Terminal B steht an der Stelle des 1964 eröffneten Scheremetjewo-1. Über diesen ältesten Teil des Airports waren noch bis vor einigen Jahren Inlandsflüge abgewickelt worden. 2015 wurde das alte Scheremetjew-1-Abfertigungsgebäude abgerissen. 

Im Gegensatz zu früher müssen Transitreisende zwischen den Terminals nicht mehr mit Bussen um die Rollbahnen herumgefahren werden.

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Die Stadt des sauren Wassers - Kislowodsk

Der südlichste der berühmten kaukasischen Mineralwasser-Kurorte, Kislowodsk, gilt als zweitwichtigstes Ferienzentrum in Russland nach Sotschi. Die Lage der Stadt am Fuß der Kaukasus-Berge und das üppig sprudelnde Narsan-Heilwasser zogen bereits im 19. Jahrhundert Kurgäste an. Mondäne Villen und Hotels aus der vorrevolutionären Zeit prägen das kompakte Stadtzentrum, in dem bis heute eine entspannte Atmosphäre herrscht. Zu Sowjetzeiten entstanden ringsum unzählige Sanatorien für kränkelnde Vertreter der Arbeiterklasse. Das russische Baden-Baden ist aber weit mehr als ein Heilbad. Auch Wanderer und Klettertouristen kommen in der Umgebung auf ihre Kosten.

Behörden verbieten Reiten und Campen auf Moskauer Flughäfen

Auf dem Boden sitzen, abgeschaltete Rolltreppen benutzen und auf Tieren herumreiten - das alles ist auf den Moskauer Großflughäfen verboten und kann ab sofort mit einer Geldbuße geahndet werden. Auch, wer es sich vor dem Abflug bequem macht und sich für ein Nickerchen auf den Bänken ausstreckt, kann zur Kasse gebeten werden. Verstöße gegen die Hausordnung von Flughafengebäuden gelten nach einer Entscheidung des Verwaltungsgebietes Moskau künftig als Ordnungswidrigkeiten, zumindest auf den Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Schukowski. Wer sich ungestraft auf dem Flughafen-WC umziehen oder Gepäck auf einem Sitz abstellen möchte, sollte Wnukowo als Zielflughafen für die Reise nach Russland wählen. 

Der vierte Hauptstadt-Flughafen liegt nämlich auf dem Territorium der Stadt Moskau, dort gelten die Bußgelder vorerst noch nicht.

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Goldener Ring trifft Mütterchen Wolga - Jaroslawl

Jaroslawl ist über 1.000 Jahre alt - und seine große Vergangenheit sieht man dem Provinzzentrum bis heute an. Bis zur Gründung von Sankt Petersburg war die Handelsmetropole am Oberlauf der Wolga zeitweise die zweitgrößte Stadt des Russischen Reichs nach Moskau. In der Innenstadt am Zusammenfluss von Kotorosl und Wolga ist noch heute in weiten Teilen das vorrevolutionäre Stadtbild erhalten geblieben. Als "herausragendes Beispiel" städtebaulicher Reformen aus der Regierungszeit von Katharina der Großen ist dieser Teil des Zentrums 2005 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Aufgrund seiner vielen Sehenswürdigkeiten ist Jaroslawl Teil des "Goldenen Rings" altrussischer Städte und beliebter Zwischenstopp für Flusskreuzfahrtschiffe.

Russische Eisenbahn führt Tickets ohne Rückgaberecht ein

Die Russische Eisenbahn darf vom kommenden Jahr an nicht erstattungsfähige Tickets für ihre Fernzüge verkaufen. Die Staatsduma in Moskau verabschiedete bereits Anfang April eine entsprechende Gesetzesänderung in abschließender Lesung. Die Neuerung kann zum 1. Januar 2019 in Kraft treten. Bereits seit über fünf Jahren hatte die Personenverkehrs-Tochtergesellschaft der Staatsbahn RZD, FPK, für eine solche Reform geworben. Voraussichtlich wird sie deshalb von der neuen Möglichkeit auch bald Gebrauch machen. Die Bahn verspricht ihren Kunden insgesamt günstigere Fahrpreise und mehr Sonderangebote. Außerdem soll die Eisenbahn im wachsenden Wettbewerb gegen die Billigangebote russischer Fluggesellschaften gestärkt werden.

Die entscheidende Frage, wie stark Tickets ohne Rückgaberecht vergünstigt werden, blieb bislang allerdings offen.

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Gipfel, Geier und Geheimagenten: Reisebericht Nordkaukasus

Grandiose Berge und Schluchten und eine kaum zu überschauende Vielfalt von Völkern und Sprachen machen den Nordkaukasus zu einem der potenziell interessantesten Reiseziele in Russland. Es locken die höchsten Gipfel Europas mit dem Elbrus an der Spitze (sofern man diese Region noch zu Europa zählen mag, was unter Geografen umstritten ist)  und eine umwerfende Küche. Leider prägten an diesem Schnittpunkt von christlich-orthodoxem und islamischem Kulturkreis nach dem Zerfall der Sowjetunion zunächst viele Konflikte, allem voran die beiden fürchterlichen Tschetschenien-Kriege, das Image des nördlichen Kaukasus. Und vor gar nicht langer Zeit galten Teile der Region zurecht als No-Go-Zonen für Ausländer. Doch in den vergangenen Jahren hat sich die Situation grundlegend verbessert, in den allermeisten Gegenden muss niemand mehr Angst haben.

Russisch-weißrussische Grenze bald wieder offen - für Fußball-Fans

Russland und Weißrussland verhandeln nun schon seit über einem Jahr darüber, wie Transitfahrten von Ausländern aus Drittstaaten künftig wieder ermöglicht werden können. Und noch immer ist kein Ende absehbar. Der ursprünglich bereits für Ende 2017 angekündigte Vertrag über die gegenseitige Anerkennung von Visa und das Ende der Probleme an der Grenze lässt weiter auf sich warten. Mittlerweile wächst in Moskau offenbar die Sorge, dass das Vertragswerk bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in knapp drei Monaten nicht mehr in Kraft treten kann. Laut einem Bericht der Moskauer Tageszeitung Kommersant wird bereits an einem Notfallplan gearbeitet, damit die Autofahrt zur WM für Europäer nicht mit einem dicken Problem beginnt.

Die beiden Länder wollen sicherstellen, dass zumindest alle WM-Fans problemlos auf dem Landweg nach Russland gelangen können.

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In der Stube des Patriarchen - Das Moskauer Danilow-Kloster

Das Danilow-Kloster südlich des Moskauer Stadtzentrums ist so etwas wie ein kleiner orthodoxer Vatikan: Hier befinden sich seit dem Ende der Sowjet-Ära der Amtssitz des russischen Patriarchen und einige wichtige Teile der Kirchenverwaltung mit dem kirchlichen Außenamt. Zu dem im Mittelalter gegründeten Ensemble gehören heute neben mehreren alten Kirchen auch die in den letzten Jahren der Sowjetunion errichtete Patriarchen-Residenz und - jenseits der alten Klostermauer - ein großer Hotel- und Tagungskomplex. Besucher können den Eindruck bekommen, dass es im Danilow-Kloster noch strenger zugeht als anderswo auf orthodoxem Kirchengrund. Dafür sorgen auch die mürrischen Kosaken, die hier die orthodoxe Ordnung aufrecht erhalten. 

Viertgrößte Airline Russlands fliegt nach Frankfurt

Die viertgrößte russische Fluggesellschaft, Ural Airlines, nimmt Kurs auf Frankfurt. Ab Ende März wird die Airline fünfmal wöchentlich von Montag bis Freitag Direktflüge zwischen dem größten deutschen Verkehrsflughafen und Sankt Petersburg anbieten. Ab dem späten Frühjahr werde es dann auch noch eine tägliche Verbindung zwischen Frankfurt und Moskau-Domodedowo geben, teilte die Fluggesellschaft in einer Pressemeldung mit. Die Flüge nach Petersburg starten erstmals am 26. März, die Verbindung nach Moskau soll vom 28. Mai an bedient werden. One-Way-Tickets ohne aufgegebenes Gepäck sollen ab 82 Euro erhältlich sein. Tarife für Flüge mit aufgegebenem Koffer beginnen bei etwas über 100 Euro pro Strecke.

Tickets sind nach Angaben der Fluggesellschaft bereits erhältlich.

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Despot im Urlaub - Stalin-Datscha "Grünes Wäldchen"

Das Sanatorium "Grünes Wäldchen" in Sotschis Stadtteil Nowaja Matsesta ist nur auf den ersten Blick eine Ferienanlage wie unzählige andere entlang der Schwarzmeerküste. Am höchsten Punkt des riesigen Geländes befindet sich ein Bau im typischen strengen Stil der 1930-er Jahre, in dem die gruselige Atmosphäre jener Ära noch immer gut zu spüren ist: Hier, rund 50 Meter über dem Meer befand sich einst die Datscha des sowjetischen Diktators Josef Stalin. Das Areal diente auch nach dem Tod des "Vaters der Völker" als Erholungsheim für hochrangige Funktionäre der KPdSU. Vor den gewöhnlichen Sowjetbürgern wurde die Geschichte des Geländes lange geheimgehalten. Inzwischen können Teile der Stalin-Datsche besichtigt werden, aber nur im Rahmen einer Führung.

Tundra, Gletscher, Wüsten - Zwei neue Nationalparks in Russland

Die russische Regierung hat die Gründung der zwei neuen Nationalparks "Kodar" und "Chibiny" (Chibinen) beschlossen. Es handelt sich dabei um Berglandschaften in der Region Transbaikalien im östlichen Sibirien und im nordrussischen Verwaltungsgebiet Murmansk auf der Kola-Halbinsel. Die beiden Nationalparks haben ein stattliches Territorium: Im nordrussischen Chibinen-Gebirge wurden 84.000 Hektar in zwei Teilgebieten unter Schutz gestellt - die Fläche beträgt somit das Dreieinhalbfache des Nationalparks Bayerischer Wald. In Ostsibirien gibt es aber noch ganz andere Größenordnungen: Der Nationalpark im Kodar-Gebirge umfasst spektakuläre 490.000 Hektar und ist damit doppelt so groß wie das gesamte Saarland.

Die unter Schutz gestellten und im Westen bislang vermutlich weitgehend unbekannten Landschaften sind Heimat etlicher seltener Tier- und Pflanzenarten und atemberaubend schön.

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