Rhein-Wolga-Blog

Neuigkeiten aus Russland und in diesem Reiseblog:

Herz einer Großmacht - Der Moskauer Kreml

Viele russische Städte besitzen einen befestigten Stadtkern, Kreml genannt. Aber Moskau hat nicht irgendeinen, sondern den Kreml. Hinter seinen zweieinhalb Kilometer langen, hohen Wehrmauern herrschten einst Zaren und Generalsekretäre über ein riesiges Imperium. Das Wort "Kreml" wurde längst zum Synonym für die russische Staatsmacht. Bis befindet sich hier der Amtssitz des russischen Präsidenten. Teile des Geländes - etwa die prächtigen Kreml-Kathedralen sind für Touristen zugänglich, die Regierungsgebäude bleiben hingegen für Besucher Tabu, und jede Menge Sicherheitspersonal achtet darauf, dass beim Kreml-Bummel niemand auf Abwege gerät. Die Kreml-Seite unseres Online-Reiseführers ist jetzt gründlich überarbeitet und neu bebildet.

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Aufgepasst! Knapp zwei Jahre nach dem Start des Russland-Blogs "Rhein-Wolga-Kanal" kann man uns ab sofort auch bei Twitter folgen. Den Rhein-Wolga-Twitter-Kanal findet Ihr in dem Kurznachrichtendienst unter @RheinWolgaKanalWer keine Neuigkeiten für Russland-Reisende mehr verpassen will, klickt am besten gleich auf "Folgen". 

Autobahn quer durch den Kaukasus geplant

Die russische Regierung will zwei der wichtigsten Feriengebiete des Landes miteinander verbinden. Bereits in den kommenden sechs Jahren könnte eine Autobahn zwischen der Schwarzmeer-Küste bei Sotschi und den sogenannten Mineralwasserkurorten um Kislowodsk entstehen, meldeten kürzlich diverse russische Medien. Derzeit prüfe das Umweltministerium die Pläne. Die Idee hinter dem Milliardenprojekt: Urlauber sollen einen Besuch beider Nordkaukasus-Regionen kombinieren können. Die Entfernung würde von bislang 600 Straßenkilometern auf fast die Hälfte schrumpfen. Bereits bei unserer Osterreise durch den Kaukasus hatten die Leute in der Region von der Autobahn geschwärmt. Allerdings konnten wir die Begeisterung nicht teilen:

Denn die Trasse würde durch unberührte Berglandschaften führen und das Kaukasus-Naturreservat östlich von Sotschi zerschneiden.

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Russlands Tor zur Arktis - Murmansk

Eine gerade einmal 100 Jahre kurze, dafür aber ziemlich stürmische Geschichte hat gereicht, um das nordrussische Murmansk zu einer Legende werden zu lassen. Auf der ganzen Welt gibt es keine größere Stadt nördlich des Polarkreises. Mitternachtssonne im Sommer und Wochen voller Dunkelheit im langen Winter bestimmen den Jahresrhythmus der Menschen. Der dank Golfstrom eisfreie Hafen am felsigen Kolafjord ist einer der größten von ganz Russland. Von den für Ausländer bis heute geschlossenen benachbarten Hafenstädten - hält die russische Atomeisbrecher-Flotte die Schifffahrtswege im Nordpolarmeer frei und die Kriegsmarine mit ihren U-Booten die Nato auf Trab. Murmansk ist kein Ort zum Urlaub machen, hier wird gearbeitet, Fabrikschlote qualmen und Hafenkräne quietschen. Dennoch lohnt ein Besuch in dieser Stadt, die Russlands Tor zur Arktis wurde.

Antimonopolbehörde rüffelt Billigflieger "Pobeda"

Die Billig-Airline "Pobeda" hat Ärger mit Russlands Antimonopol-Behörde. Im Zentrum des Streits stehen mal wieder die "unkonventionellen" Gepäckbestimmungen der Aeroflot-Tochtergesellschaft, wie Moskauer Medien gerade berichten. Den Marktwächtern war eine Einstellung der Buchungsmaschine übel aufgestoßen. Wer mit einer Gruppe bei "Pobeda" fliegen wollte, hatte bei der Buchung nicht mehr die freie Auswahl zwischen verschiedenen Gepäckmengen. Alle Fluggäste außer dem ersten mussten auch dann für 20 Kilogramm Gepäck bezahlen, wenn sie tatsächlich wesentlich weniger mitnehmen wollten. Mit lediglich 10 Kilogramm und für lediglich ein Drittel ein Drittel der Gepäckgebühren einzuchecken, wurde ihnen gar nicht erst angeboten.

Da dies nicht die einzige Besonderheit bei "Pobeda" ist, empfiehlt sich bei einer Buchung besonders penibel auf das Kleingedruckte zu achten.

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Vom Kaukasus umzingelt - Archys

Tief versteckt in den Bergen des Großen Kaukasus liegt einer der landschaftlich schönsten Ferienorte der Region - Archys. Von allen Seiten überragen bis zu 3.600 Meter hohe Gipfel das kleine Dorf im Süden der Teilrepublik Karatschai-Tscherkessien. Die russische Regierung hat große Pläne mit dem verschlafenen Nest und will hier ein Skisport-Zentrum ersten Ranges etablieren. Vor allem Bergwanderer können hier auf ihre Kosten kommen - wenn sie sich auf den Besuch vorbereiten. Wer sich für die Geschichte der Kaukasus-Region interessiert, findet ganz in der Nähe von Archys spektakuläre Überreste eines untergegangenen mittelalterlichen Königreichs.

Leere Bankautomaten, leere Läden

Genau vor 20 Jahren, am 17. August 1998, brach das russische Finanzsystem zusammen. Folge war ein solches Chaos, dass das aktuelle Geschehen in der Türkei im Vergleich noch ziemlich harmlos aussehen lässt. Und ich war damals mitten drin:

Moskau (August 1998)
. Das letzte Jahr meines Moskauer Wirtschaftsstudiums begann äußerst spannend. Nicht, dass sich am bescheidenen Niveau der Vorlesungen etwas geändert hätte. Auch mit dem Nebenjob wollte es nicht recht klappen. Die Deutschgruppe an der privaten Sprachschule, an der ich abends unterrichtete, war mangels Beteiligung aufgelöst worden. Aber dramatisch war etwas ganz anderes: Der Start ins Studienjahr fiel mitten in die fatale Rubelkrise. 

Prominente zeigen Touristen die Tataren-Republik

Mit einer ziemlich coolen Idee will die regionale Tourismus-Agentur von Russlands autonomer Republik Tatarstan mehr Besucher an die Wolga locken: Gleich in mehreren Städten werden dort künftig Prominente kostenlose thematische Führungen und Stadtspaziergänge anbieten. Künstler, Sportler und Regionalpolitiker habe man für eine Kampagne angeworben, teilt "Visit Tatarstan" auf seinem Profil im russischen Netzwerk VK mit. Die Führungen sind nicht nur in der Tataren-Hauptstadt Kasan, sondern auch auf der Klosterinsel Swijaschsk, in der einstigen Hauptstadt der Wolga-Bulgaren, Bolgar, und sogar in der Industriestadt Nabereschnyje Tschelny geplant, die bislang weniger als Reiseziel, sondern nur als Heimat der robusten Kamaz-Laster bekannt war.

Die ersten Promi-Führungen unter fachkundiger Leitung fanden Anfang August statt.

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Weiße Nächte, Weißes Meer, weiße Wale - Reisebericht Nordrussland

Unzählige Seen, dichte Wälder und stille Buchten im Süden, nördlich davon Waldtundra und sogar ein kleines echtes Gebirge - die Landschaften zwischen Karelien, Weißem Meer und Halbinsel Kola sind ein Traum für Liebhaber von wilder Natur und Einsamkeit. Und als wäre das nicht genug, locken in Russlands Norden noch die einzigartigen Solowezki-Inseln, auf denen sich die ganze Dramatik der russischen Geschichte widerspiegelt wie in einem Brennglas. Im Sommer 2018 verbanden wir einen Besuch in Sankt Petersburg mit einer Reise zum Polarkreis. Während Russlands Metropolen ganz im Zeichen der Fußball-WM standen, erlebten wir im Norden unser völlig anderes „Sommermärchen“, in dem es nachts niemals dunkel wurde.

Nordwind nimmt Kurs auf Deutschland

Die Zahl der Fluggesellschaften, die Russland und Deutschland verbinden, wird noch größer. Jetzt drängt es auch "Nordwind Airlines" auf den deutschen Markt: Ab dem 26. August verkehren deren Maschinen täglich zwischen Moskau-Scheremetjewo und Düsseldorf. Auf der Webseite des Unternehmens hat bereits der Ticketverkauf begonnen - und zumindest in der Anfangsphase gibt es durchaus attraktive Kampfpreise. Für Anfang September etwa sind einfache Flüge von Moskau an den Rhein inklusive aufgegebenem 20-Kilogramm-Koffer für weniger als 70 Euro zu haben. Eine mögliche Kostenfalle lauert beim Handgepäck: "Nordwind" erlaubt nur fünf Kilogramm und damit deutlich weniger als Aeroflot und Co. 

Bislang ist die Fluggesellschaft in Deutschland weitgehend unbekannt, aber in Russland gehört sie längst zu den Großen auf dem Markt: 

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Unter Dampf - Das Russische Eisenbahnmuseum

In Sankt Petersburgs Museen kommen nicht nur Kunstliebhaber auf ihre Kosten. Mit dem Russischen Eisenbahnmuseum wartet eine echte Schatzkammer auf Technik-Begeisterte und Eisenbahnfreunde. Das größte Museum für Eisenbahntechnik ganz Russlands ist schon 40 Jahre alt, aber seit einem Umzug 2017 werden die Exponate an einem neuen Ort ausgestellt - im spektakulär hergerichteten ehemaligen Lok-Depot des Baltischen Bahnhofs. Viele der hier ausgestellten Waggons und Lokomotiven sind weltweit einzigartig.

Flughafen Wnukowo bekommt bald Metro-Anschluss

Der Moskauer Flughafen Wnukowo soll innerhalb der kommenden drei Jahre an die Metro der Hauptstadt angeschlossen werden. Diesen ehrgeizigen Zeitplan hat der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin vorgegeben. Russlands drittgrößter Airport soll über die erst vor einigen Jahren in Betrieb genommene, sogenannte Solnzewo-Linie mit dem Stadtzentrum verbunden werden. Diese, auf den Metro-Plänen gelb markierte Linie führt derzeit vom westlichen Teil der Innenstadt mit dem Geschäftszentrum Moskau-City zum Siegespark ("Park Pobedy"). Derzeitige Endstation ist die Hochhaussiedlung Ramenki, allerdings soll noch in diesem Jahr ein weiteres Teilstück in Betrieb genommen werden, dass über die Moskauer Ringautobahn hinaus reicht.

Von der künftigen Endstation Rasskasowka sind dann noch zwei weitere Stationen geplant, um Wnukowo ins Metro-Netz zu integrieren.

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Vom Steppenwinde verweht - Sarai-Batu

Am Unterlauf der Wolga befand sich im Mittelalter zeitweise eine der größten Städte Europas. Mit schätzungsweise 75.000 Einwohnern und dank seiner Lage an der Seidenstraße war Sarai-Batu ein politisches und wirtschaftliches Machtzentrum von enormer Bedeutung. Kein russischer Fürst konnte um späten 13. und frühen 14. Jahrhundert an die Macht gelangen, ohne zuvor die Zustimmung der mongolischen Herrscher in Sarai-Batu zu erlangen. Von der riesigen Siedlung gibt es nur noch wenige sichtbare archäologische Zeugnisse, das einstige Handelszentrum am Wolga-Seitenarm Achtuba scheint wie vom Erdboden verschluckt. Als Anlaufstelle für Reisende dienen inzwischen die in der Steppe zurückgelassenen Kulissen eines Historienfilms. 

Roter Platz in Moskau wird vorübergehend Fußballfeld

Die erste Woche der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland ist mittlerweile vorüber, aber natürlich ist der Trubel noch lange nicht beendet, ganz im Gegenteil: Jetzt wurde sogar der weltbekannte

Rote Platz in Moskau vorübergehend in ein Fußballfeld umgewandelt. Zwischen Kreml und Kaufhaus GUM, dort, wo sonst Spaziergänger flanieren oder Militärparaden abgehalten werden, ist ein "Fußball-Park" eröffnet worden. Hier gibt es bis zum WM-Finale allerlei Aktionen, darunter Fußballspiele mit Amateur- und Profibeteiligung, Autogrammstunden und die Möglichkeit, seine Torschützen-Qualitäten gegen einen Roboter-Torwart zu testen. Trainer und Profi-Fußballer veranstalten hier außerdem täglich Kurse für Kinder und Jugendliche.

 Außerdem ist hier zeitweise der Pokal zu bestaunen, der nach dem Finale an den neuen Fußball-Weltmeister überreicht wird.

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Russisch krakeelen wie ein Fußballfan

Was für gewöhnliche Reisen nach Russland zutrifft, gilt selbstredend auch für die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft. Schon ein paar Brocken Russisch machen einen Ausländer in den Augen der Russen viel sympathischer. Wer unseren Express-Kurs "Russisch lernen in zehn Minuten" erfolgreich absolviert und sich als Zugabe ein paar russische Sprichwörter zum Angeben gemerkt hat, erfährt hier nun die wichtigsten Ausdrücke, Redwendungen und Flüche für einen rundum gelungenen Besuch in einem russischen Fußballstadion. Ein kleiner Überblick zum Thema Russisch für Fußballfans, nicht nur für die WM


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