Rhein-Wolga-Blog

Neuigkeiten aus Russland und in diesem Reiseblog:

Wie kommt man noch nach Russland? Reisen in der Pandemie

Alle Wege führen ins "Dritte Rom"? Gewiss nicht im zweiten Pandemie-Sommer. Die Coronavirus-Krise hat Auslandsreisen enorm verkompliziert - das gilt gerade bei Zielen außerhalb der EU. Russland, das seine Grenzen im Frühjahr 2020 fast komplett für Ausländer geschlossen hatte, erlaubt inzwischen wieder die Einreise aus Staaten einer Positivliste. Aktuell (im Sommer 2021) dürfen Deutsche, Österreicher und Schweizer wieder unabhängig vom Reisezweck mit gültigem Visum kommen. Auch private Besuche oder touristische Aufenthalte sind grundsätzlich erlaubt - Allerdings sind die Möglichkeiten zur Anreise nach Russland sehr begrenzt. Hier ein kleiner Überblick, was im Sommer 2021 geht.

Neue Corona-Regeln machen Russland-Reisen schwieriger

(Aktualisiert am 13.7.2021). Kaum kam der Reiseverkehr Richtung Russland ein wenig in Schwung, da sorgt der bedrohliche Wiederanstieg der Infektionszahlen für neue Schwierigkeiten. Aus deutscher Sicht gilt das größte Land der Welt seit Anfang Juli als Hochinzidenzgebiet, Rückkehrer müssen deshalb in der Regel in Quarantäne - wenn sie nicht mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff geimpft sind oder kürzlich eine Coronavirus-Infektion überstanden haben. Auch in Russland selbst wurden die Regeln im Kampf gegen die Pandemie vielerorts wieder verschärft. In einigen Gebieten - etwa im Moskauer Umland oder der Ferienregion Krasnodar - dürfen Ungeimpfte nicht einmal mehr ohne Weiteres in Hotels absteigen.

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Gisbert - Der Russland-Versteher

Er war einer der besten Journalisten, die ich je kannte, mein manchmal bis zum Geht-nicht-mehr anstrengender journalistischer Mentor und ein feiner Kerl. Als Gisbert Mrozek im Mai 2021 viel zu früh starb, bat mich die Moskauer Deutsche Zeitung, ein paar Zeilen über ihn zu schreiben. Schweren Herzens habe ich zugesagt, denn die Nachricht hatte mir wirklich zugesetzt. Sieben Jahre lang habe ich für Gisberts Presse-Agentur rufo in Moskau gearbeitet - in einem großartigen deutsch-russischen Team, das immer versuchte, deutschsprachigen Lesern Russland mit all seinen Facetten, Umbrüchen und Widersprüchen näherzubringen. Es war eine stressige, wahnsinnig spannende Zeit, die ich nicht missen möchte.

Russische Eisenbahn sagt ihren Speisewagen "Do Swidania"

RZD-Speisewagen

Aus Russland gibt es schlechte Nachrichten für Bahnfreunde: Die Russische Eisenbahn RZD will einen großen Teil ihrer Speisewagen aufs Abstellgleis stellen. Das vermelden zahlreiche russische Medien (z.B. RBK oder die Nowye Iswestia). Bahnchef Oleg Belosjorow findet den Betrieb der rollenden Restaurants zu teuer. Klassische Speisewagen soll es nur noch in Zügen der Premiumklasse ("Firmennyj pojesd") und in speziellen Touristenzügen geben. Bislang werden die rund 400 Speisewagen der russischen Bahn von verschiedenen Subunternehmen betrieben. Tatsächlich gibt es dort eine breite Spannweite bei gastronomischem Angebot und Service. Und oft, aber längst nicht immer lässt das Preis-Leistungs-Verhältnis zu wünschen übrig.

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Heimat der Rockmusik- und Reiterhelden - Ufa

Holzhäuser neben modernen Neubauten aus Stahl, Glas und Beton. Protzige Regierungsbauten am einen Flussufer, Wälder am anderen. Ufa, Hauptstadt von Russlands autonomer Teilrepublik Baschkirien (Baschkortostan), ist eine eigenartige Metropole. Ihre 1,1 Millionen Einwohner leben auf einer langgezogenen, von den Flüssen Belaja und Ufa begrenzten Halbinsel. Als Zentrum der petrochemischen Industrie zählt Ufa zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten der Russischen Föderation, Touristen kamen in der Vergangenheit eher selten dorthin. Dabei ist die 1.200 Kilometer östlich von Moskau gelegene Stadt am Westrand der Uralregion mehr als ein guter Startpunkt für Entdeckungstouren in den Bergen. Die Ufa-Seite unseres Online-Reiseführers ist jetzt aktualisiert.

Russland-Klischees: Kalt, geheimnisvoll und selten nüchtern

Im Fall von Russland halten sich Klischees und Vorurteile der Deutschen besonders hartnäckig. Und machen wir uns nichts vor: Die meisten Mythen über Land und Leute sind nicht sonderlich schmeichelhaft. Der eine oder andere Globetrotter, der sein Wissen über Russland und die Russen nur aus den Fernsehnachrichten und aus Großvaters Kriegserzählungen kennt, fühlt sich möglicherweise davon sogar abgeschreckt, das Land einmal aus der Nähe kennenzulernen. Das wäre natürlich schade. Wodka, Kälte, ewiges Durcheinander - Der Rhein-Wolga-Kanal erklärt in einem Faktencheck, was dran ist an den verbreiteten Stereotypen.

Russland erlaubt wieder reguläre Linienflüge nach Deutschland

(Aktualisiert: 7.4.2021) Vom 1. April an soll es nach über einjähriger Pause wieder reguläre Linienflüge zwischen Russland und Deutschland geben. Das hat der Corona-Krisenstab der russischen Regierung bekanntgegeben (Quelle: Regierungs-Webseite, Russisch). Die Bundesrepublik ist damit das erste große EU-Land, zu dem die Grenzen einen Spalt weiter geöffnet werden. Schon in den vergangenen Monaten verkehrten in geringer Anzahl Flugzeuge zwischen Moskau, Frankfurt und Berlin, die offiziell als Cargo- bzw. Charterflüge firmierten. Und einsteigen konnte längst nicht jeder. Anfang April begannen die russischen Auslandsvertretungen in Deutschland nun auch wieder mit der Ausstellung regulärer Einreisevisa.

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Bunte Brücken und Paläste - Die Moika

Seine Uferstraßen zählten schon im 18. Jahrhundert zu den besten Adressen von St. Petersburg, in den Stadtpalästen und noblen Bürgerhäusern lebten Adelige, Künstler und andere Berühmtheiten, an seinen Brücken trafen sich Generationen von Verliebten: Das gerade einmal 4,7 Kilometer lange Flüsschen Moika schlängelt sich parallel zur breiten Newa durch das Zentrum der Zaren-Hauptstadt. Wer dem Flusslauf folgt, kann dem Petersburger Charme besonders leicht erliegen. Auch viele der wichtigsten Petersburger Sehenswürdigkeiten wie der Winterpalast, die Erlöserkirche auf dem Blut und die Isaakskathedrale liegen zwar nicht direkt am Fluss, aber doch in Sichtweite.

Russlands E-Visa - eine Totgeburt?

Touristen am Moskauer Kreml

Zwar warten reiselustige Menschen weltweit auf ein Nachlassen der Coronavirus-Pandemie. Im Fall von Russland sind die geschlossenen Grenzen besonders ärgerlich, denn das Land hatte eigentlich zum 1. Januar 2021 seine Einreisebestimmungen für Bürger von über 50 Staaten spürbar erleichtert - durch die Einführung einfach erhältlicher E-Visa für Kurzaufenthalte von maximal 16 Tagen. Die Reform hätte sicherlich auch zahlreiche Menschen in das größte Land der Welt gelockt, die dort noch nie waren. Nun reagiert die russische Tourismusindustrie verständnislos auf den vom Moskauer Außenministerium veröffentlichten Entwurf für den E-Visum-Antrag. Der umfangreiche Fragenkatalog liest sich so, als hätten die russischen Behörden doch kein Interesse an Besuchern.

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Der Altgläubige von Augsburg

Die außerordentlich frommen Altgläubigen sind sicherlich eine der bemerkenswertesten Minderheiten in Russland. Wer als Journalist Kontakt mit der Altgläubigen-Kirche aufnahm, bekam zumindest einen flüchtigen Eindruck davon...  
 Moskau (Februar 2004). Wir fielen sofort auf, als wir die überfüllte Kathedrale am Stadtrand von Moskau betraten. Daniil und ich waren die einzigen beiden erwachsenen Männer ohne wallenden Vollbart. Fünf Stunden dauerte der Gottesdienst schon, mit dem die russischen Altgläubigen die Wahl ihres neuen Metropoliten feierten. Wir hatten uns unter die Gemeinde gemischt und spürten sofort, dass die anderen Männer uns etwas erstaunt anblickten.

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Russische Reiseunternehmen wollen Impf-Touren anbieten

Die notleidende russische Reisebranche hat einen Plan, wie sie mitten in der Coronavirus-Krise wieder ausländische Touristen anlocken könnte. Sie will in der Pandemie für Ausländer spezielle Impf-Reisen nach Russland anbieten. Vor allem der Reiseveranstalter "Intourist" betreibt bereits kräftig Lobbyarbeit für ein solches Angebot, meldet die Nachrichtenagentur Interfax. Vermutlich bereits im Februar soll neben dem Vakzin Gam-COVID-Vac (alias "Sputnik V") mit dem in Nowosibirsk entwickelten Epivaccorona ein zweiter russischer Impfstoff in die Massenproduktion gehen. Sobald ein nennenswerter Teil der eigenen Bevölkerung geimpft ist, könnten auch ausländische Gäste zum Zug kommen, glauben die Tourismus-Manager.

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Europas östlichste Millionenstadt - Perm

Dem Nobelpreisträger Boris Pasternak diente Perm im Ural als Vorbild für das literarische Jurjatin, den Ort, an dem der Arzt Juri Schiwago seine Geliebte Lara wiedersieht. Wegen der vielen Rüstungsbetriebe durften Ausländer zu Sowjetzeiten nicht in die Stadt reisen. Noch heute wirkt sie sehr sowjetisch und ist von ihren großen Industriegebieten geprägt. Ihr fehlen herausragende Sehenswürdigkeiten, und im Vergleich zum östlich gelegenen Jekaterinburg wirkt Perm

provinzieller. Für Reisende auf der Route der Transsibirischen Eisenbahn lohnt sich ein Zwischenstopp vor allem wegen möglicher Ausflüge in die Umgebung. Die Unterseite unseres Online-Reiseführers zu Perm ist jetzt noch einmal aktualisiert.


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