Rhein-Wolga-Blog

Neuigkeiten aus Russland und auf dieser Seite:

Ein Canyon, viele Wasserfälle - Die Agura-Schlucht

Nur eine kurze Busfahrt vom quirligen Stadtzentrum von Sotschi entfernt können Wanderer einen echten Canyon erwandern. Die Agura-Schlucht beeindruckt durch eine Kaskade von Wasserfällen des Agura-Flüsschens, subtropische kolchische Wälder und steile Felswände, die auf beiden Seiten steil in den Himmel hinaufragen. Wegen der Nähe zur Stadt kommen viele Besucher zum Wandern in das kühle schattige Tal, in dem die ersten Wanderwege schon vor über 100 Jahren von der Vereinigung der Kaukasus-Bergwanderer angelegt wurden. Wer den steilen Aufstieg nicht scheut, hat von den knapp 400 Meter hohen Adlerfelsen oberhalb des Canyons einen phantastischen Fernblick auf die über 3.000 Meter hohen Gipfel des westlichen Kaukasus. Der Agura-Canyon ist Teil des Sotschi-Nationalparks und eng verbunden mit der Prometheus-Geschichte aus der antiken griechischen Mythologie.

Behörden gehen gegen Hotelbesitzer am Baikalsee vor

Hotelneubau am Baikalsee (Symbolbild)
Hotelneubau am Baikalsee (Symbolbild)

Am Baikalsee nimmt ein Konflikt zwischen Behörden und Tourismuswirtschaft an Fahrt auf. Zentrum der Auseinandersetzung ist die auch bei Sibirienreisenden aus dem Westen populäre Insel Olchon am Westufer des Sees. Die Verwaltungsregion Irkutsk hat rund 50 Besitzer von Ferienanlagen und Hotels wegen Verstößen gegen die Umweltgesetze verklagt, fordert Schadenersatz und den Abriss von Gebäuden. Einem Bericht des Tourismus-Fachportals "Tourdom.ru" zufolge (Russisch) hat die Staatsanwaltschaft außerdem in 16 Fällen Strafanzeige gegen Eigentümer touristischer Objekte erstattet. Die Vorwürfe betreffen insbesondere Probleme bei der Abwasserentsorgung.

So seien viele Hotels und Hostels auf der Insel nicht mit geschlossenen Sickergruben ausgestattet. In einem anderen Fall verbot die Staatsanwaltschaft einem Ferienlager, sein Trinkwasser aus einem Quellfluss abzuzweigen.

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Russland führt Tax-free-System ein

Seit dem Jahreswechsel können ausländische Reisende sich auch in Russland bei größeren Einkäufen nachträglich die 18-prozentige Mehrwertsteuer zurückerstatten lassen. Ein entsprechendes Gesetz trat zum 1. Januar 2018 in Kraft. Wie auch anderswo gibt es die Steuerrückzahlung aber erst ab einem Mindestwert, den die russischen Gesetzgeber im internationalen Vergleich recht hoch ansetzten: Ausländer müssen innerhalb eines Tages Waren im Wert von mindestens 10.000 Rubel (derzeit gut 140 Euro) erworben haben. Typische Russland-Souvenirs wie bemalte Matrjoschka-Puppen aus Holz fallen somit nicht unter die Tax-free-Bestimmungen, Schmuck aus Bernstein oder Ural-Halbedelsteinen aber unter Umständen schon.

Auch Erzeugnisse mit Steuermarken - insbesondere Alkohol und Zigaretten - sind vom Tax-free-Einkauf generell ausgeschlossen. 

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Best of Rhein-Wolga-Kanal 2017

Während der vergangenen zwölf Monate hat der "Rhein-Wolga-Kanal", der Blog für Russland-Reisende und alle, die es werden wollen, ein wenig an Fahrt aufgenommen. Für alle, die keine Zeit hatten, diese Seite regelmäßig nach Neuigkeiten zu durchsuchen zum Jahreswechsel anbei eine kleine Übersicht der am meisten angeklickten Berichte und Beiträge. Mit der richtigen Literatur zur Hand ("Spaziergänge durch den Nordkaukasus", "Im Vorortzug von Wladiwostok nach Moskau") gehen schon die Planungen für neue Touren weiter.

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Der Athos des Urals - Das Belogorski-Kloster

Gibt es einen ungewöhnlicheren Platz für eine riesige Kathedrale als den Gipfel des einsamen Weißen Berges am westlichen Rand der UralregionSchwer zu sagen, aber zweifellos ist das Belogorski-Kloster ein einzigartiger Ort. Die zentrale Kreuzerhöhungskirche mit ihren vergoldeten Kuppeln ist eines der größten Gotteshäuser Russlands und erinnert an die Christ-Erlöser-Kathedrale in MoskauErbaut wurde sie vor gerade einmal 100 Jahren - nicht etwa im Zentrum einer wichtigen Stadt, sondern inmitten einer kaum  besiedelten Wald-und Hügellandschaft. Die 1917 fertiggestellte Hauptkirche sollte die Bedeutung des Klosters als Pilgerziel unterstreichen. Stattdessen kam es zur Oktoberrevolution, und der Weiße Berg verschwand für Jahrzehnte von den Landkarten.

Hotelpreise explodieren wegen Fußball-WM

Fans, die im kommenden Juni zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland reisen wollen, könnten bei der Suche nach einer Unterkunft im Land eine böse Überraschung erleben. In den

zurückliegenden Tagen häuften sich bereits die Berichte über exorbitante Hotel-Preise in einigen Austragungsorten der WM. Ein halbes Jahr vor der Eröffnung der WM gebe es in einigen Städten an den Spieltagen überhaupt keine freien Hotelzimmer mehr. Besonders angespannt sei die Situation in Kaliningrad und in Saransk, heißt es in einer Meldung der Nachrichtenagentur Interfax (Bericht auf Russisch). In großen Städten wie Moskau oder St. Petersburg herrsche jedoch noch kein Mangel an freien Zimmern - auch sei dort ein erkennbarer Preisanstieg bislang ausgeblieben.

 

Das könnte sich bald ebenfalls ändern. Tourismus-Fachleute gehen davon aus, dass sich die Hotelpreise für die Zeit der Weltmeisterschaft verdoppeln.

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Lästig, aber unvermeidbar - Russlands Visabestimmungen

Einfach im Internet einen Flug buchen und losfliegen, das geht im Fall einer Reise nach Russland leider nicht. Für alle, die auf dem Landweg unterwegs sind, wird es sogar noch etwas komplizierter. Die Bürger der meisten Länder der Welt benötigen nach wie vor ein Visum für einen Russland-Besuch - es sei denn, man besitzt einen Reisepass aus einer dem GUS-Mitgliedsstaaten. Allerdings hören sich das mit der Visapflicht alles viel schlimmer an, als es tatsächlich ist, alle Formalitäten lassen sich ohne Besuch bei der russischen Botschaft regeln: Die wichtigen Infos zum Thema Visum, Einreisebestimmungen und Grenzen auf einen Blick und auf den neuesten Stand gebracht. 

Licht und Schatten im RZD-Fahrplan für 2018

Der bevorstehende Fahrplanwechsel zum 10. Dezember bringt auch bei der Russischen Eisenbahn RZD einige größere Änderungen mit sich. Verbesserungen und Verschlechterungen im Angebot halten sich in etwa die Waage. Bei den internationalen Verbindungen ist besonders ärgerlich, dass die direkte Kurswagenverbindung von Wien nach Moskau und Sankt Petersburg wegfällt. Reisenden aus Österreich bleibt als einzige Direktverbindung nach Russland der wöchentliche Nizza-Moskau-Express, der den Wiener Hauptbahnhof jedoch zu einer völlig unpassenden Zeit um kurz vor fünf Uhr morgens verlässt. Größere Änderungen gibt es auch auf den bei Touristen beliebten Strecken der Transsibirischen Eisenbahn.

So soll künftig an drei Tagen pro Woche ein Direktzug von Irkutsk über Ulan-Ude in die mongolische Hauptstadt Ulan-Bator (Ulaanbaatar) verkehren.

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Wo der Ural sich mit der Steppe vereint - Saraktasch

Zu welch ungewöhnlichen Leistungen die Menschen in Russland fähig sind, lässt sich in der Siedlung Saraktasch im südlichen Ural bestaunen. Kurz vor dem Ende der Sowjetzeit entstand dort auf Initiative des örtlichen orthodoxen Priesters ein recht beeindruckender Kirchenkomplex, der mittlerweile den Vergleich mit bekannten Klöstern nicht scheuen muss und innerhalb weniger Jahre zu einem regelrechten Pilgerziel wurde. Ganz in der Nähe gibt es eine weitere Attraktion aus der jüngsten Vergangenheit - eine kleine Geisterstadt, die vor einigen Jahren bei den Dreharbeiten zu einem Historienfilm an den Rand der Steppe gestellt worden war und jetzt sich selbst überlassen ist. Aber auch die Umgebung von Saraktasch ist reizvoll. Wer gerne durch eine menschenleere Hügellandschaft mit schönen Fernblicken wandert, ist hier richtig. 

Platow-Airport bei Rostow am Don wird eröffnet

Rostow am Don Kathedrale

Solche Probleme hätten die Verantwortlichen für den Berliner Pannenflughafen BER wahrscheinlich auch gerne: Mit einer Woche Verspätung nimmt am 7. Dezember der neue Platow-Flughafen bei Rostow am Don den Regelbetrieb auf. Ab elf Uhr am Vormittag sollen alle Flüge auf dem neuen Airport rund 40 Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums landen und starten, der aus Anlass der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft erbaut wurde. Er löst den alten internationalen Flughafen ab, der am Stadtrand von Russlands südlichster Millionenstadt 1977 eröffnet wurde. Russischen Medienberichten zufolge könnte der Wechsel an den neuen Standort aber für Passagiere auch Nachteile mit sich bringen:

 

Die Fluggesellschaften müssen künftig deutlich höhere Abfertigungsgebühren zahlen. Vereinzelt wurde schon darüber spekuliert, wie stark die Ticketpreise für Flüge von und nach Rostow nun steigen werden.

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Wie aus dem Ei gepellt - Krasnaja Poljana

Rund 60 Kilometer vom zentralen Stadtbezirk von Sotschi entfernt entstand zu den Olympischen Winterspielen 2014 ein Wintersportzentrum für die alpinen Skiwettbewerbe. Oligarchen und Russlands Staatskonzerne stampften östlich der Ortschaft Krasnaja Poljana ganze neue Ferienorte mit Hotels, Skiliften, Gastronomie und Freizeitangeboten aus dem Boden, die auch über die Sotschi-Olympiade hinaus zu einem Leuchtturm für die russische Tourismusbranche werden sollten. Die Pläne gingen teilweise auf, tatsächlich verbringen zumindest russische Urlauber ihre Skiferien jetzt öfter als zuvor im Kaukasus statt in den Alpen. Doch die Retorten-Urlauberzentren von Krasnaja Poljana wecken gemischte Gefühle.

Spektakulärer Neubau für Russlands größtes Weltraummuseum

Das weltweit älteste Weltraummuseum in der russischen Provinzhauptstadt Kaluga, gut 200 Kilometer südwestlich von Moskau gelegen, soll im kommenden Frühjahr in einen wesentlich größeren Neubau umziehen. Das gab die Regionalregierung bei den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Museums bekannt. Medienberichten zufolge sind die Arbeiten mittlerweile zu rund 80 Prozent abgeschlossen. Für Besucher soll der Neubau voraussichtlich im kommenden April geöffnet werden. Mit 12.500 Quadratmetern wird die Ausstellungsfläche von Russlands bedeutendendster Sammlung für Weltraumtechnik künftig fünfmal so groß sein wie in dem bisherigen Hauptgebäude. 

Der riesige, barrierefreie Erweiterungsbau mit großen Panoramafenstern wurde in einen Hang hineingegraben. Dort soll es dann genügend Platz für die interessantesten Exponate aus dem Fundus geben, der insgesamt 75.000 Objekte umfasst.

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Mein Ausreisevisum - Grober Unfug à la Russe

Wenn man sich als Deutscher im Ausland aufhält, geht man gewöhnlich davon aus, dass man jederzeit nach Deutschland zurückkehren kann (wenigstens, solange man nichts ausgefressen hat und dafür im Gefängnis sitzt). In meiner Studentenzeit hatten die russischen Behörden zu dem Thema eine andere Ansicht: Keine Ausreise ohne Ausreisevisum. Ein paar Erinnerungen an den bizarrsten Unsinn, dem ich in 11 Jahren in Russland begegnet bin: 

 

Moskau (Dezember 1997/Januar 1998). Man hatte mich gewarnt, dass es Schwierigkeiten geben würde. Ich würde mir zu viel herausnehmen, fürchteten selbst ausländische Studienfreunde. Der ehrgeizige Plan bestand darin, Ende 1997 über Weihnachten und Silvester von Moskau nach Deutschland zu reisen.

Russische Eisenbahn nimmt Ukraine-Umgehung in Betrieb

Wer von Moskau nach Südrussland mit der Eisenbahn unterwegs ist, bleibt künftig während der ganzen Fahrt auf russischem Territorium. Bislang passierten alle Züge auf einem kurzen Abschnitt der wichtigen Nord-Süd-Trasse den östlichsten Zipfel der Ost-Ukraine. Die staatliche Bahngesellschaft RZD hat nun offiziell den Personenverkehr auf einer 137 Kilometer langen Neubaustrecke zwischen den Ortschaften Schurawka und Millerowo aufgenommen. Vor zwei Monaten waren bereits die Güterzüge auf die eilig fertig gebaute Strecke verlegt worden. Jetzt folgt schrittweise der Personenverkehr - zunächst ab 15. November alle Nachtzüge von Moskau oder Sankt Petersburg nach Rostow am Don, Sotschi und in die restliche Nordkaukasus-Region, die auf dem jetzt gemiedenen Abschnitt ohnehin keinen Zwischenstopp hatten.

Pläne für die neue Bahnstrecke existierten in Russland schon seit vielen Jahren. Wegen der völlig zerrütteten Beziehungen zwischen beiden Ländern nach dem Beginn der Ukraine-Krise 2014 wurde Bau massiv vorangetrieben.

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Russlands berühmtester Tatort - Uglitsch

Trotz seiner Lage an der Wolga scheint die Kleinstadt Uglitsch irgendwie noch nicht ganz im 21. Jahrhundert angekommen zu sein. Obwohl Moskau gerade einmal 200 Kilometer entfernt liegt, ist hier von der Hektik der russischen Hauptstadt nichts mehr zu spüren. Mit seinen vielen Kirchen und Klöstern hat Uglitsch sich eine gute Portion des Flairs einer alten, vorrevolutionären Provinzstadt

bewahrt. Touristen nähern sich dem sehenswerten Ort gewöhnlich bei einer Rundreise zu den Städten des Goldenen Rings oder auf einer Flusskreuzfahrt auf der Strecke von Moskau nach

Sankt Petersburg. Auf dem Gelände des Uglitscher Kremls können sie tief in die russische Geschichte eintauchen, denn hier kam es vor über 500 Jahren zu einem ebenso mysteriösen wie folgenschweren Todesfall - der Russland 15 Jahre Chaos bescherte.


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