Rhein-Wolga-Blog

Neuigkeiten aus Russland und in diesem Reiseblog:

Moskaus Scheremetjewo-Airport noch größer - Terminal C eröffnet

Der Moskauer Flughafen Scheremtejewo nimmt allmählich unheimliche Ausmaße an. Schon wieder ist ein neues Terminal eröffnet worden: Mitte Januar landete der erste Flieger im neuen "Scheremetjewo C". Allein in diesem Bereich auf der Nordseite der Start- und Landebahnen sollen künftig bis zu 20 Millionen Passagiere pro Jahr zusätzlich abgefertigt werden. Die Kapazität des kompletten Flughafens steigt damit auf 80 Millionen Passagiere jährlich - das wären mehr als in Frankfurt. Scheremetjewo C ist baulich mit dem angrenzenden Terminal B verbunden und wird

ausschließlich von Russlands größter Fluggesellschaft Aeroflot genutzt. Für Reisende aus dem europäischen Ausland heißt es sich umzugewöhnen - zumindest, wenn sie Aeroflot-Kunden sind.

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Flop 10 - Russland-Reiseziele zum Weiterfahren

Russland ist ein großartiges, in Westeuropa total unterschätztes Reiseziel. Dass es im größten Land der Welt auch jede Menge Orte gibt, die man nicht unbedingt gesehen haben muss, versteht sich von selbst. Manche sind hoffnungslos überlaufen, andere unglaublich hässlich oder trist. Eine Hitliste der interessantesten und schönsten russischen Städte und Regionen haben wir bereits zusammengestellt. Damit auf seiner Russland-Reise möglichst niemand falsch abbiegt, folgt hier nun eine Zusammenstellung unserer größten Enttäuschungen der zurückliegenden Jahre. Damit uns später niemand vorwirft, wir hätten nicht gewarnt...

Im Schatten der fünf Gipfel - Pjatigorsk

Russlands großer Romantiker Michail Lermontow verbrachte hier die letzten beiden Monate seines Lebens, bevor er bei einem Duell tödlich verletzt wurde. Seit fast 200 Jahren ziehen sage und schreibe 38 Heilquellen auf dem Stadtgebiet Kurgäste von nah und fern an. Mit über 140.000 Einwohnern ist Pjatigorsk heute der größte der Mineralwasser-Kurorte in Russlands Nordkaukasus. Die Stadt am Fuß des Maschuk-Bergs steht heute ein wenig im Schatten des weiter südlich gelegenen Kislowodsk - zu Unrecht, denn Pjatigorsk hat Reisenden ebenfalls eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten und beschaulichen Parks zu bieten. Und die entsprechende Rubrik unseres Online-Reiseführers ist jetzt noch einmal ergänzt und aktualisiert.

Best of Rhein-Wolga-Kanal 2019

Unsere Statistik verrät, dass im Jahr 2019 über 36.000 Besucher aus über 100 Ländern der Welt unseren Russland-Reiseblog angesteuert und insgesamt knapp 67.000 mal auf eine unserer Seiten geklickt haben. Wer nicht so häufig vorbeikommt, kann zum Jahreswechsel nun hier sehen, welche Beiträge auf besonders großes Interesse stießen - und was er oder sie möglicherweise verpasst hat und unbedingt noch einmal lesen will.

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Zugverkehr über die Krim-Brücke aufgenommen

Die Halbinsel Krim ist nach fünfjähriger Unterbrechung wieder mit der Eisenbahn zu erreichen. Am 23. Dezember - gut eine Woche nach dem großen Fahrplanwechsel zum Jahresende - startete der erste reguläre Schlafwagenzug von Sankt Petersburg über die neugebaute Krim-Brücke nach Sewastopol und erreichte 43 Stunden später planmäßig sein Ziel. Die staatliche Russische Eisenbahn (RZD) hat offiziell mit dem politisch heiklen Angebot nichts zu tun: Die Züge verkehren unter dem Markennamen "Tawrija", Schlafwagen werden von dem privaten Bahnunternehmen "Grand Service Express" gestellt, und für die Infrastruktur auf der Halbinsel ist die "Krim-Eisenbahn" zuständig.

Die Staatsanwaltschaft der Ukraine drohte allen Passagieren bereits mit einem Strafverfahren wegen illegalen Grenzübertritts.

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Flieger, Zug, Schiff - Infos zur Anreise nach Russland

Gefühlt liegt Russland sehr weit weg von Mitteleuropa. Und die meisten Russland-Reisenden werden deshalb vermutlich das Flugzeug wählen. Bei - je nach Abflugort - etwas über zwei bis dreieinhalb Stunden Flugzeit zwischen Deutschland und Moskau oder St. Petersburg wird allerdings deutlich, wie nah sich Deutsche und Russen auf der Weltkugel in Wirklichkeit sind. Der Rhein-Wolga-Kanal bevorzugt eigentlich die gemütliche Reise mit den Zügen der Russischen Staatsbahn, allerdings ist der Flieger meist wesentlich günstiger. Doch wer aus ökologischen Gründen oder wegen Flugangst nicht fliegen möchte, muss deshalb nicht auf Besuche in Russland verzichten. Unsere Rubrik zur Anreise ins größte Land der Welt ist jetzt gründlich überarbeitet.

Über den Wolken nach Russland - Airline-Hitliste

Wer sich bei einer Reise nach Russland für das Flugzeug entscheidet, hat längst die Qual der Wahl - denn etliche Airlines steuern das größte Land der Welt an. In den vergangenen 20 Jahren haben wir immer wieder verschiedene Fluggesellschaften ausgetestet - meist auf der Suche nach den günstigsten Preisen. Trotzdem haben längst unsere Favoriten. In wessen Maschinen wir uns besonders wohl gefühlt haben, zeigt diese kleine persönliche Hitliste - ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder darauf, die Wahrheit in letzter Instanz abzubilden.

Wie ein Blick aufs Paradies - Neu-Jerusalem

Ein neues Jerusalem in Miniaturformat wollte Russlands Patriarch Nikon Mitte des 17. Jahrhunderts westlich von Moskau aufbauen. Das gewaltige Kloster Neu-Jerusalem (Nowy Ierussalim) ist das bis heute weithin sichtbare Ergebnis dieser Idee. So manchem Besucher, der das Gelände erstmals nach längerer Zeit wieder betritt, dürfte der Mund offen stehenbleiben. Nach jahrzehntelangen Restaurierungsarbeiten leuchten die vergoldeten Kuppeln heute prächtiger denn je, die schneeweiß gestrichenen Wehrmauern strahlen sogar bei schlechtem Wetter.  Die grandiose Klosteranlage ist definitiv eines der interessantesten Ausflugsziele in der Umgebung der russischen  Hauptstadt, aber noch nicht so überlaufen wie das im Ausland bekanntere Sergijew Possad.

Nonstop von Deutschland nach Südrussland

Die Bundesrepublik und Russlands Nordkaukasus-Region rücken ein klein wenig dichter zusammen. Die erst 2017 gegründete russische Airline Azimuth bietet ab Jahresende Direktflüge zwischen München und Krasnodar an. Zweimal wöchentlich geht es dann vom Flughafen "Franz Josef Strauß" zum Internationalen Katharina-die-Große-Airport (IATA-Code KRR) der südrussischen Millionenstadt. Von dort aus ist es nicht mehr allzu weit bis nach Sotschi und in die anderen Ferienorte der russischen Schwarzmeerküste - oder aber in die Berge des Kaukasus. Bislang war die Region von Deutschland aus nur mit Umsteigen in Moskau oder Istanbul zu erreichen - und dem entsprechend weiten Umweg. 

Auch die österreichische Flugesellschaft Austrian Airlines hatte ihre Direktflüge von und nach Wien im aktuellen Winterflugplan eingestellt.

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Provinz-Perle im Dornröschenschlaf - Torschok

Kaum eine Provinzstadt im Westen von Russland hat alle Wirren und Kriege des 20. Jahrhunderts mit mit ähnlich geringen Wunden und Narben überstanden wie Torschok. Die Kreisstadt bei Twer, einen anstrengenden Tagesausflug von Moskau enfernt, hat sich den Charme eines alten Kaufmannszentrums und ihr Aussehen aus dem 19. Jahrhundert bewahren können. Alte klassizistische Villen und viele Kirchen prägen das kompakte Stadtbild auf beiden Seiten des Flüsschens Twertsa - und nicht etwa hässliche Plattenbau-Hochhäuser. Was der Stadt bislang fehlte, ist Geld - und so gammelten viele architektonische Schätze Jahrzehnte lang vor sich hin. Auch Touristen kommen bislang eher selten hierher, so dass sich ausländische Besucher vorkommen wie nach einer kleinen Zeitreise.

Neuer Nationalpark und kühne Öko-Tourismus-Pläne im Ural

Nationalpark Sjuratkul in Russland

Die russische Regierung hat mit dem Sigalga-Gebirgszug ein weiteres Gebiet im südlichen Ural zum Nationalpark erklärt. Die nahezu unbewohnte Wildnis-Region mit bis zu 1.400 Meter hohen Bergen befindet sich im Westen des Verwaltungsgebiets Tscheljabinsk rund 1.700 Kilometer östlich von Moskau. Die Nationalparkpläne waren dort bereits seit mehr als 20 Jahren diskutiert worden. Nach Protesten der örtlichen Bevölkerung fällt die Fläche des neuen Schutzgebiets an der Grenze von Europa und Asien deutlich kleiner aus, als ursprünglich geplant. Mit rund 45.000 Hektar ist es aber immer noch rund doppelt so groß wie beispielsweise der Nationalpark im Harz. Auch um Öko-Touristen wollen die Behörden werben und haben große Pläne:

In Russlands von Reisenden bislang fast komplett übersehener Ural-Region soll eine Art Band von Schutzgebieten Outdoor-Fans anlocken.

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Hauptstadt von Kaviar und Wassermelonen - Astrachan

Wer wissen will, wie heiß es in Russland im Sommer werden kann, ist hier richtig: In der Provinzhauptstadt Astrachan, rund 1.400 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Moskau am Rand des faszinierenden Wolga-Deltas, zeigt das Thermometer im Juli und August regelmäßig über 40 Grad im Schatten. Reich wurde die geschichtsträchtige Stadt durch die Störe und ihren Kaviar.

Als Handelsmetropole zwischen Europa, Orient und dem Fernen Osten zog sie Kaufleute aus aller Herren Länder an. Astrachan hat heute über 500.000 Einwohner und ist nicht nur als Endpunkt einer Wolga-Kreuzfahrt oder als Sprungbrett für Touren ins Delta von Interesse. Unsere Unterseite über die spannende Stadt ist jetzt noch einmal aktualisiert und überarbeitet.

Neue Zugverbindungen in Russlands Bahnfahrplan 2019/2020

Nachtzug Moskau Machatschkala am Bahnhof Artesian

Mit dem Fahrplanwechsel am 8. Dezember gibt es für Zugreisende in Russland eine ganze Reihe von Umstellungen: Einige Änderungen sind hilfreich, andere eher kurios. Auch einige neue Verbindungen im Angebot sind vorgesehen. Wirklich ärgerliche Einschnitte wird es bei der Russischen Eisenbahn (RZD) hingegen nicht geben - den Abschied zweier wahrhaft legendärer Zugverbindungen von Moskau nach Mitteleuropa. Die wohl folgenreichste und (auch von unserem Blog bereits angekündigte Neuerung) kommt mit einiger Verzögerung erst Ende Dezember. Dann schickt das private Bahnunternehmen "Grand Express"  die ersten Personenzüge über die neu gebaute Brücke auf die Krim.

Wir haben uns den Fahrplan einmal genauer angesehen und listen hier alle wichtigen Neuerungen auf:

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Das gemütliche Moskau - Samoskworetschje

Fast noch in Sichtweite der Moskauer Kremltürme beginnt am südlichen Ufer des Moskwa-Flusses eine andere Welt. In dem Stadtteil Samoskworetschje ist noch viel vom alten, vorrevolutionären

Moskau zu spüren: Mit vielen ruhigen Gassen, Zwiebelturm-Kirchlein, Stadtvillen. Auf einigen Hauptstraßen rumpelt die Straßenbahn entlang, aber insgesamt herrscht hier deutlich weniger Trubel als im eigentlichen Stadtzentrum. Wer an der Zwölf-Millionen-Metropole, ihren Menschen- und Verkehrsmassen verzweifelt, kann hierher kommen und die russische Hauptstadt von ihrer liebenswürdigsten Seite kennenlernen. Auch die langgezogene Insel mitten im Moskwa-Fluss auf der Höhe des Kremls gehört zu dem Viertel mit dem für Westler schwer aussprechbaren Namen.

Russlands Eisenbahn experimentiert mit fahrerlosen S-Bahn-Zügen

Lastotschka-Regionalexpress in Moskau

Die Russische Eisenbahn RZD will bereits in naher Zukunft Passagiere mit autonom fahrenden S-Bahn-Zügen befördern. Schon ab 2021 könnte eine fahrerlose Version der von Siemens entwickelten modernen "Lastotschka"-Regionalexpress-Züge in Moskau regulär in Betrieb genommen werden. Erste Modellstrecke in Russland soll der Kleine Moskauer Eisenbahnring werden. Dort werden inzwischen die ersten Züge mit der nötigen Software und Steuerungstechnik ausgerüstet. Auf der jahrzehntelang nur von Güterzügen genutzten Strecke wurde 2016 ein eng getakteter S-Bahn-Verkehr gestartet. Als Linie 14 soll der 54 Kilometer lange "Moskauer Eisenbahnring (MCK)" die überfüllte Moskauer Metro entlasten.

Zum Einsatz kommen auch für die fahrerlose Beförderung die gleichen Züge wie bislang schon, heißt es.

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