"An all diesen Dingen erfreuen sich nur die Mäuse und ich."

Katharina II. (1729-1796), Kaiserin von Russland

Schätze über Schätze - Die Eremitage

Государственный Эрмитаж

Mit Zahlen lässt sich dieser Ort kaum begreifen: Rund 60.000 Exponate aus allen Epochen der Menschheitsgeschichte sind in Russlands meistbesuchtem Museum ausgestellt. Doch das ist nur ein winziger Bruchteil dessen, was in Sankt Petersburg in den Magazinen der Eremitage lagert. Unglaubliche drei Millionen Kunstwerke umfasst die Sammlung, nahezu alle großen Namen der westeuropäischen Kunst sind hier vertreten. Von der Steinzeit bis zu den Werken von Pablo Picasso reicht das Spektrum der präsentierten Arbeiten. Bilder von Rembrandt, Leonardo da Vinci oder Henri Matisse gehören ebenso zum Bestand. Gezeigt werden diese Schätze im prächtigen Winterpalast der Zaren und - weil selbst ein einzelnes Zarenschloss nicht für die gesamten Bestände ausreicht - auch noch in vier Nebengebäuden. Wer an allen ausgestellten Werken auch nur vorbeigehen will, läuft eine Strecke von 24 Kilometern ab.

Winterpalast Sankt Petersburg
Der Winterpalast in St. Petersburg

Touristen sind beim ersten Besuch in dem Museum meist völlig überfordert mit der Frage, was sie sich ansehen sollen. Am besten reserviert man gleich den ganzen Tag für die Eremitage, da es zunächst ohnehin gilt, sich in eine lange Warteschlange einzureihen. Wer mit einer Reisegruppe anreist, gelangt zwar durch einen separaten Eingang fast ohne Wartezeit in den Palast, wird aber in der Regel in barbarischem Tempo durch die Säle gehetzt. Auch deshalb verteilen sich die Besucher äußerst ungleich im Labyrinth der Eremitage. Vor den Werken der französischen Impressionisten wird das Gedränge größer sein als in abgelegenen Kellerräumen. Bei unserem ersten Besuch in Sankt Petersburg fanden wir uns irgendwann in einem völlig menschenleeren Raum voller skythischer Pferdemumien wieder und fanden nur mit Mühe zum Ausgang zurück.


Der Winterpalast

Зимний дворец

Winterpalast
Winterpalast

Der weiß-grün gestrichene Winterpalast ist ein weiteres Meisterwerk des Hofarchitekten Bartolomeo Francesco Rastrelli. Zusammen mit der Alexandersäule und dem Generalstabsgebäude mit seinem Triumphbogen bildet der Barock-Prunkbau das einmalige Ensemble des Petersburger Schlossplatzes (der fast doppelt so groß ist wie der Rote Platz in Moskau). Der Winterpalast diente Katharina der Großen und allen ihren Nachfolgern auf dem russischen Zarenthron als offizielle Residenz während der Wintermonate. Noch bis 1904 wurde der Bau von den Herrschern über das Riesenreich bewohnt. Die Innenausstattung des Palastes wurde im 19. Jahrhundert nach einem Feuer weitgehend erneuert. Zu jener Zeit war es noch verboten, in Sankt Petersburg Wohnäuser zu bauen, deren Höhe die der Residenz übertroffen hätte. Nach der Oktoberrevolution wandelte die Sowjetführung den Winterpalast in ein Museum um.

Den Kern der riesigen Kunstsammlung bildete dabei die vormals private Kollektion der Zaren. Bereits Katharina II. hatte Kunstwerke aus aller Welt gesammelt und in einem Anbau des Palastes, der sogenannten "Kleinen Eremitage" gelagert. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Schätze nur für ausgewählte Besucher zugänglich. Nach der Revolution wurden die Bestände durch etliche Werke aus beschlagnahmten Privatsammlungen erweitert. Im Gegenzug gab die Eremitage eigene Gemälde und Skulpturen an das Moskauer Puschkin-Museum ab.

Fotogalerie Eremitage:


Legendäre Wächter

Die Petersburger Eremitage ist nicht nur für ihre Kunstsammlung und die prachtvollen Schloss-Säle berühmt, sondern auch für ihre legendären flauschigen Mitarbeiter: Rund 50 Katzen stehen offiziell im Dienst des Museums und machen in den Kellern und Lagerräumen Jagd auf Ratten und Mäuse. Sie besitzen eigene Dienstausweise, ein Bankkonto für Spenden und eine eigene Webseite, auf der Patenschaften vermittelt werden. 


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