Tutajew Wolga Russland Тутаев Волга
Tutajew an der Wolga

Rätselhafter Nachbar

Viele Leute interessieren sich für Russland. Nur wenige Deutsche waren schon einmal dort. Einige würden das rätselhafte Riesenland im Osten gerne kennenlernen, sie wissen aber nicht, wie sie das am besten anstellen. Und was sie dort erwartet. Für solche Neugierigen ist dieser Reiseblog gedacht. Gewissermaßen wie ein Kanal, der Rhein und Wolga verbindet...

Plattenbau Russland Solnetschnogorsk
Plattenbau im Moskauer Umland

Mehr als Kreml und Roter Platz

Mit Moskau und St. Petersburg stehen gleich zwei russische Städte auf der Liste der fünf größten Metropolen Europas. Außerhalb der beiden Hauptstädte bleiben ausländische Besucher bis heute eine eher exotische Erscheinung. Trotzdem: Russland zu bereisen war nie einfacher. Auch auf eigene Faust geht das leichter, als viele denken.

Kloster Andrejewka Orenburg
Entlegenes Kloster im Süd-Ural

 

"Reisen würden die Hälfte ihres Zaubers verlieren, wenn man nicht darüber erzählen könnte."

Nikolai Prschewalski (1839-1888), russischer Forschungsreisender



Rhein-Wolga-Blog:

Von der Bergarbeiterstadt zum Ski-Zentrum - Kirowsk

Hoch im Norden auf der Halbinsel Kola, jenseits des Polarkreises, befindet sich - abgesehen von Ural und Kaukasus - das einzige echte Gebirge im europäischen Teil von Russland. Die Chibinen, deren karge Gipfel eine Höhe von maximal 1.200 Metern erreichen, sind eine größtenteils menschenleere Wildnis, die seit Jahrzehnten Abenteurer und Wanderer anzieht. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts kamen hier allenfalls Rentierzüchter vom Volk der Samen mit ihren Herden vorbei. Als Geologen riesige Apatit-Vorkommen in der Region entdeckten, entstand am Rand der Berge  die Stadt Kirowsk. Seit einigen Jahren setzt die Region nicht mehr allein auf Bergbau, sondern auch auf Skitourismus. Und im Sommer lockt die wilde Umgebung zu kurzen oder langen Trecking-Touren.

Kostenlose E-Visa ab Oktober auch für St. Petersburg

Vom 1. Oktober an sind Kurzbesuche auch in St. Petersburg nur noch mit minimalem bürokratischen Aufwand verbunden: Russlands Präsident Putin hat einen Erlass unterzeichnet, der von diesem Stichtag an die Ausgabe kostenloser E-Visa für bis zu achttägige Reisen nach Petersburg und in das angrenzende Leningrader Gebiet ermöglicht. Damit erfüllt der Kreml einen Herzenswunsch der örtlichen Tourismusbranche, die mit einem deutlichen Anstieg der ausländischen Besucher an der Newa rechnet. Erst vor knapp drei Wochen war eine ähnliche Regelung für Russlands Ostsee-Exklave Kaliningrad in Kraft getreten. Innerhalb der ersten 14 Tage waren über eine spezielle Webseite bereits 7.500 Anträge eingereicht worden.

Petersburg-Reisende in spe müssen sich aber noch etwas gedulden, ehe sie ein Ticket buchen können.

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Der Machu Picchu des Kaukasus - Gamsutl

Die Überreste des verlassenen Bergdorfs Gamsutl auf der Spitze einer Felskuppe gleichen noch immer einer uneinnehmbaren FestungNiemals konnten Feinde die uralte Siedlung im Herzen von Dagestan erobern, heute liegt sie trotzdem in Ruinen. Die Bewohner zogen im Laufe der Zeit in die Täler oder gleich ganz fort in die größeren Städte. Längst sind die Dächer eingestürzt, die Straße hinauf ins Dorf wurde bei Unwettern weggespült. Der letzte Bewohner starb im Jahr 2015. Doch noch immer geht von der Geistersiedlung eine magische Anziehungskraft aus. Seit Journalisten und Blogger die Ruinen wegen ihrer dramatischen Lage inmitten der Berge zum "Machu Picchu des Kaukasus" erklärten, wurde Gamsutl weit über die Grenzen Dagestans hinaus bekannt.

Gepäck-Chaos in Moskau-Scheremetjewo

Wer auch immer in den kommenden Tagen oder Wochen eine Reise nach Russland mit einem Flug nach Moskau-Scheremetjewo beginnt, sollte bei der Ankunft einen großzügigen Zeitpuffer einplanen: Wiederholt geriet Russlands größter Flughafen zuletzt in die Schlagzeilen, weil bei der Kofferausgabe ein furchtbares Durcheinander herrschte. Moskauer Medien schrieben schon von einem Gepäck-Kollaps. Vor allem seit Beginn der russischen Sommerferien Anfang Juni hakte es beim Gepäcktransport auf dem Flughafen immer wieder ganz gewaltig: Das ist umso ärgerlicher, als Scheremetjewo in den vergangenen Jahren eigentlich immer einen denkbar guten Eindruck auf uns gemacht hat.

Die Zwischenfälle riefen nun sogar die Generalstaatsanwaltschaft auf den Plan.

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Friedhof der Sowjetführer - Der Park Museon

In Russland gab es keinen so radikalen Bruch mit der kommunistischen Geschichte und ihren Symbolen wie in anderen Ländern Osteuropas. Allerdings wurden vor allem in Moskau und dort vor allem im Umbruchjahr 1991 einige besonders herausragende Monumente aus dem Stadtbild entsorgt. Manche der sowjetischen Führer und Helden landeten damals in einer Art Lager an der Neuen Tretjakow-Galerie. Im Laufe der Jahre wurde aus daraus der Skulpturen-Park "Museon", in dem heute sozialistische Denkmäler und die Werke moderner Avantgarde-Künstler friedlich nebeneinander stehen. Die kuriose - auf inzwischen über 1.000 Exponate angewachsene Sammlung unter freiem Himmel sollte sich niemand entgehen lassen, der sich für die jüngere Geschichte Russlands und den Umgang der Russen mit ihrer Sowjet-Vergangenheit interessiert.

Ältere Einträge gibt es auf der Unterseite Russland-Blog des Rhein-Wolga-Kanals.


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