Tutajew Wolga Russland Тутаев Волга
Tutajew an der Wolga

Rätselhafter Nachbar

Viele Leute interessieren sich für Russland. Nur wenige Deutsche waren schon einmal dort. Einige würden das rätselhafte Riesenland im Osten gerne kennenlernen, sie wissen aber nicht, wie sie das am besten anstellen. Und was sie dort erwartet. Für solche Neugierigen ist diese Seite gedacht. Gewissermaßen wie ein Kanal, der Rhein und Wolga verbindet...

Plattenbau Russland Solnetschnogorsk
Plattenbau im Moskauer Umland

Mehr als Kreml und Roter Platz

Mit Moskau und St. Petersburg stehen gleich zwei russische Städte auf der Liste der fünf größten Metropolen Europas. Außerhalb der beiden Hauptstädte bleiben ausländische Besucher bis heute eine eher exotische Erscheinung. Trotzdem: Russland zu bereisen war nie einfacher. Auch auf eigene Faust geht das leichter, als viele denken.

Kloster Andrejewka Orenburg
Entlegenes Kloster im Süd-Ural

 

"Reisen würden die Hälfte ihres Zaubers verlieren, wenn man nicht darüber erzählen könnte."

Nikolai Prschewalski (1839-1888), russischer Forschungsreisender



Rhein-Wolga-Blog:

Goldener Ring trifft Mütterchen Wolga - Jaroslawl

Jaroslawl ist über 1.000 Jahre alt - und seine große Vergangenheit sieht man dem Provinzzentrum bis heute an. Bis zur Gründung von Sankt Petersburg war die Handelsmetropole am Oberlauf der Wolga zeitweise die zweitgrößte Stadt des Russischen Reichs nach Moskau. In der Innenstadt am Zusammenfluss von Kotorosl und Wolga ist noch heute in weiten Teilen das vorrevolutionäre Stadtbild erhalten geblieben. Als "herausragendes Beispiel" städtebaulicher Reformen aus der Regierungszeit von Katharina der Großen ist dieser Teil des Zentrums 2005 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Aufgrund seiner vielen Sehenswürdigkeiten ist Jaroslawl Teil des "Goldenen Rings" altrussischer Städte und beliebter Zwischenstopp für Flusskreuzfahrtschiffe.

Russische Eisenbahn führt Tickets ohne Rückgaberecht ein

Die Russische Eisenbahn darf vom kommenden Jahr an nicht erstattungsfähige Tickets für ihre Fernzüge verkaufen. Die Staatsduma in Moskau verabschiedete bereits Anfang April eine entsprechende Gesetzesänderung in abschließender Lesung. Die Neuerung kann zum 1. Januar 2019 in Kraft treten. Bereits seit über fünf Jahren hatte die Personenverkehrs-Tochtergesellschaft der Staatsbahn RZD, FPK, für eine solche Reform geworben. Voraussichtlich wird sie deshalb von der neuen Möglichkeit auch bald Gebrauch machen. Die Bahn verspricht ihren Kunden insgesamt günstigere Fahrpreise und mehr Sonderangebote. Außerdem soll die Eisenbahn im wachsenden Wettbewerb gegen die Billigangebote russischer Fluggesellschaften gestärkt werden.

Die entscheidende Frage, wie stark Tickets ohne Rückgaberecht vergünstigt werden, blieb bislang allerdings offen.

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Gipfel, Geier und Geheimagenten: Reisebericht Nordkaukasus

Grandiose Berge und Schluchten und eine kaum zu überschauende Vielfalt von Völkern und Sprachen machen den Nordkaukasus zu einem der potenziell interessantesten Reiseziele in Russland. Es locken die höchsten Gipfel Europas mit dem Elbrus an der Spitze (sofern man diese Region noch zu Europa zählen mag, was unter Geografen umstritten ist)  und eine umwerfende Küche. Leider prägten an diesem Schnittpunkt von christlich-orthodoxem und islamischem Kulturkreis nach dem Zerfall der Sowjetunion zunächst viele Konflikte, allem voran die beiden fürchterlichen Tschetschenien-Kriege, das Image des nördlichen Kaukasus. Und vor gar nicht langer Zeit galten Teile der Region zurecht als No-Go-Zonen für Ausländer. Doch in den vergangenen Jahren hat sich die Situation grundlegend verbessert, in den allermeisten Gegenden muss niemand mehr Angst haben.

Russisch-weißrussische Grenze bald wieder offen - für Fußball-Fans

Russland und Weißrussland verhandeln nun schon seit über einem Jahr darüber, wie Transitfahrten von Ausländern aus Drittstaaten künftig wieder ermöglicht werden können. Und noch immer ist kein Ende absehbar. Der ursprünglich bereits für Ende 2017 angekündigte Vertrag über die gegenseitige Anerkennung von Visa und das Ende der Probleme an der Grenze lässt weiter auf sich warten. Mittlerweile wächst in Moskau offenbar die Sorge, dass das Vertragswerk bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in knapp drei Monaten nicht mehr in Kraft treten kann. Laut einem Bericht der Moskauer Tageszeitung Kommersant wird bereits an einem Notfallplan gearbeitet, damit die Autofahrt zur WM für Europäer nicht mit einem dicken Problem beginnt.

Die beiden Länder wollen sicherstellen, dass zumindest alle WM-Fans problemlos auf dem Landweg nach Russland gelangen können.

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In der Stube des Patriarchen - Das Moskauer Danilow-Kloster

Das Danilow-Kloster südlich des Moskauer Stadtzentrums ist so etwas wie ein kleiner orthodoxer Vatikan: Hier befinden sich seit dem Ende der Sowjet-Ära der Amtssitz des russischen Patriarchen und einige wichtige Teile der Kirchenverwaltung mit dem kirchlichen Außenamt. Zu dem im Mittelalter gegründeten Ensemble gehören heute neben mehreren alten Kirchen auch die in den letzten Jahren der Sowjetunion errichtete Patriarchen-Residenz und - jenseits der alten Klostermauer - ein großer Hotel- und Tagungskomplex. Besucher können den Eindruck bekommen, dass es im Danilow-Kloster noch strenger zugeht als anderswo auf orthodoxem Kirchengrund. Dafür sorgen auch die mürrischen Kosaken, die hier die orthodoxe Ordnung aufrecht erhalten. 

Ältere Einträge gibt es auf der Unterseite Russland-Blog des Rhein-Wolga-Kanals.


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