Stadt, Land, Fluss

Reiseziele und Sehenswertes in Russland

In Russland gibt es ziemlich viel zu sehen. In der Rubrik Stadt, Land, Fluss sammelt der Rhein-Wolga-Kanal nach und nach Informationen über die interessantesten russischen Städte, Landschaften und Sehenswürdigkeiten, zu denen sich eine Reise lohnt. Es geht um Orte, deren Namen jeder schon einmal gehört hat, aber sicherlich auch über den einen oder anderen Geheimtipp. Wobei - eigentlich ist ganz Russland mit westlicher Brille betrachtet ein einziger riesiger Geheimtipp. Nur selten empfindet man als Russland-Tourist die Masse anderer Touristen als störend. 

Mutter Heimat ruft Wolgograd Stalingrad Мамаев Курган Волгоград
"Mutter Heimat ruft" am Mahnmal für die Schlacht von Stalingrad

 

Ins Detail geht der Rhein-Wolga-Kanal überall dort, wo wir selbst schon einmal gewesen sind (mit Digitalkamera) - und das Geld für eine Flugreise auf die einzigartige Vulkan-Halbinsel Kamtschatka fehlte bislang, um einmal ein Beispiel zu nennen. Deshalb stellen die Reiseführer-Unterseiten hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zumindest vorerst.


Interessante Reiseziele in Russland

...liegen nur einen Klick aufs Foto entfernt...

Sankt Petersburg

Moskau

Zentralrussland



Wolga

Sotschi

Nordkaukasus



Nordrussland

Ural

Kurische Nehrung



Reiseziele aus unserem Russland-Reiseführer auf der Landkarte:


Neue Russland-Reiseziele in unserem Online-Reiseführer:

Flop 10 - Russland-Reiseziele zum Weiterfahren

Russland ist ein großartiges, in Westeuropa total unterschätztes Reiseziel. Dass es im größten Land der Welt auch jede Menge Orte gibt, die man nicht unbedingt gesehen haben muss, versteht sich von selbst. Manche sind hoffnungslos überlaufen, andere unglaublich hässlich oder trist. Eine Hitliste der interessantesten und schönsten russischen Städte und Regionen haben wir bereits zusammengestellt. Damit auf seiner Russland-Reise möglichst niemand falsch abbiegt, folgt hier nun eine Zusammenstellung unserer größten Enttäuschungen der zurückliegenden Jahre. Damit uns später niemand vorwirft, wir hätten nicht gewarnt...

Im Schatten der fünf Gipfel - Pjatigorsk

Russlands großer Romantiker Michail Lermontow verbrachte hier die letzten beiden Monate seines Lebens, bevor er bei einem Duell tödlich verletzt wurde. Seit fast 200 Jahren ziehen sage und schreibe 38 Heilquellen auf dem Stadtgebiet Kurgäste von nah und fern an. Mit über 140.000 Einwohnern ist Pjatigorsk heute der größte der Mineralwasser-Kurorte in Russlands Nordkaukasus. Die Stadt am Fuß des Maschuk-Bergs steht heute ein wenig im Schatten des weiter südlich gelegenen Kislowodsk - zu Unrecht, denn Pjatigorsk hat Reisenden ebenfalls eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten und beschaulichen Parks zu bieten. Und die entsprechende Rubrik unseres Online-Reiseführers ist jetzt noch einmal ergänzt und aktualisiert.

Wie ein Blick aufs Paradies - Neu-Jerusalem

Ein neues Jerusalem in Miniaturformat wollte Russlands Patriarch Nikon Mitte des 17. Jahrhunderts westlich von Moskau aufbauen. Das gewaltige Kloster Neu-Jerusalem (Nowy Ierussalim) ist das bis heute weithin sichtbare Ergebnis dieser Idee. So manchem Besucher, der das Gelände erstmals nach längerer Zeit wieder betritt, dürfte der Mund offen stehenbleiben. Nach jahrzehntelangen Restaurierungsarbeiten leuchten die vergoldeten Kuppeln heute prächtiger denn je, die schneeweiß gestrichenen Wehrmauern strahlen sogar bei schlechtem Wetter.  Die grandiose Klosteranlage ist definitiv eines der interessantesten Ausflugsziele in der Umgebung der russischen  Hauptstadt, aber noch nicht so überlaufen wie das im Ausland bekanntere Sergijew Possad.

Provinz-Perle im Dornröschenschlaf - Torschok

Kaum eine Provinzstadt im Westen von Russland hat alle Wirren und Kriege des 20. Jahrhunderts mit mit ähnlich geringen Wunden und Narben überstanden wie Torschok. Die Kreisstadt bei Twer, einen anstrengenden Tagesausflug von Moskau enfernt, hat sich den Charme eines alten Kaufmannszentrums und ihr Aussehen aus dem 19. Jahrhundert bewahren können. Alte klassizistische Villen und viele Kirchen prägen das kompakte Stadtbild auf beiden Seiten des Flüsschens Twertsa - und nicht etwa hässliche Plattenbau-Hochhäuser. Was der Stadt bislang fehlte, ist Geld - und so gammelten viele architektonische Schätze Jahrzehnte lang vor sich hin. Auch Touristen kommen bislang eher selten hierher, so dass sich ausländische Besucher vorkommen wie nach einer kleinen Zeitreise.

Hauptstadt von Kaviar und Wassermelonen - Astrachan

Wer wissen will, wie heiß es in Russland im Sommer werden kann, ist hier richtig: In der Provinzhauptstadt Astrachan, rund 1.400 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Moskau am Rand des faszinierenden Wolga-Deltas, zeigt das Thermometer im Juli und August regelmäßig über 40 Grad im Schatten. Reich wurde die geschichtsträchtige Stadt durch die Störe und ihren Kaviar.

Als Handelsmetropole zwischen Europa, Orient und dem Fernen Osten zog sie Kaufleute aus aller Herren Länder an. Astrachan hat heute über 500.000 Einwohner und ist nicht nur als Endpunkt einer Wolga-Kreuzfahrt oder als Sprungbrett für Touren ins Delta von Interesse. Unsere Unterseite über die spannende Stadt ist jetzt noch einmal aktualisiert und überarbeitet.

Das gemütliche Moskau - Samoskworetschje

Fast noch in Sichtweite der Moskauer Kremltürme beginnt am südlichen Ufer des Moskwa-Flusses eine andere Welt. In dem Stadtteil Samoskworetschje ist noch viel vom alten, vorrevolutionären

Moskau zu spüren: Mit vielen ruhigen Gassen, Zwiebelturm-Kirchlein, Stadtvillen. Auf einigen Hauptstraßen rumpelt die Straßenbahn entlang, aber insgesamt herrscht hier deutlich weniger Trubel als im eigentlichen Stadtzentrum. Wer an der Zwölf-Millionen-Metropole, ihren Menschen- und Verkehrsmassen verzweifelt, kann hierher kommen und die russische Hauptstadt von ihrer liebenswürdigsten Seite kennenlernen. Auch die langgezogene Insel mitten im Moskwa-Fluss auf der Höhe des Kremls gehört zu dem Viertel mit dem für Westler schwer aussprechbaren Namen.

Schamils letzte Bastion - Gunib

Umgeben von schroffen, dramatischen Bergen, mitten im Zentrum der urtümlichen Kaukasus-Republik Dagestan liegt das Kreiszentrum Gunib. Das Dorf befindet sich unterhalb der Spitze eines eingewölbten Bergplateaus. das 200 bis 400 Meter über dem Tal eine nahezu uneinnehmbare natürliche Festung bildet. Gunib ist wohl jedem Menschen im Kaukasus ein Begriff: Hier endete im August 1859 der 50-jährige Krieg der russischen Armee gegen die aufständischen Bergvölker. Der legendäre Imam Schamil hielt sich hier zuletzt, militärisch bereits geschlagen, mit seinen letzten Kämpfern verschanzt. Mit der Gefangennahme ihres Anführers war der bewaffnete Widerstand der Tschetschenen und Dagestaner gegen die Einverleibung durch das Zarenreich (vorerst) beendet. Heute können Reisende auf den Spuren der dramatischen Geschichte durch die Berge wandern.

Auf den Spuren der Wolga-Deutschen - Saratow

Mitte des 18. Jahrhunderts war Saratow das Traumziel vieler verarmter Auswanderer aus dem Westen. Auf Einladung der Zarin Katharina der Großen nahmen deutsche Kolonisten die Region um das Handelszentrum am Mittellauf der Wolga in Besitz. Der aufgestaute Fluss ist heute an dieser Stelle fast drei Kilometer breit. Auch, wenn die Stadt selbst nach der Oktoberrevolution nicht Teil der autonomen Wolgadeutschen-Republik wurde, finden sich in Saratow noch Spuren der von Deutschen mitgeprägten Vergangenheit. Wegen ihrer Flugzeug- und Hubschrauberwerke war die Industriestadt am hügeligen rechten Wolga-Ufer der bis 1990 für ausländische Besucher Tabu.

Heute ist das selbstverständlich anders, allerdings fehlen der wirtschaftlich eher schwachen Region die Ressourcen, die dabei halfen, andere Wolga-Metropolen für Touristen attraktiv zu machen.

St. Petersburgs ziemlich coolste Insel - Neu-Holland

Flamingos im Hafenbecken von Neu-Holland in St. Petersburg

Der jahrzehntelange Streit um die Zukunft eines heruntergekommenen Militärgeländes am Rande des St. Petersburger Zentrums hat sich letztlich gelohnt: Auf der lange im Dornröschenschlaf versunkenen künstlichen Insel Neu-Holland ist aus ehemaligen Kasernen, Lagerhäusern und einem früheren Gefängnis eine der angesagtesten Adressen der Stadt geworden. Mit allerlei Kunst, Gastronomie, Liegewiesen zum Picknicken und einem tollen Spielplatz vor der Kulisse historischer Backsteinbauten aus dem 18. Jahrhundert haben die Verantwortlichen Maßstäbe in Sachen moderner Stadtplanung gesetzt - und dem einstigen Kriegshafen neues Leben eingehauchtKaum irgendwo ist das alte, historische Petersburg so modern wie hier.

Russlands Allerheiligstes - Sergijew Possad

Seine goldenen und blauen Kuppeln hinter den strahlend weißen Klostermauern sind schon von weitem zu sehen. Das Sergius-Dreifaltigkeitskloster in Sergijew Possad nordöstlich von Moskau ist das wichtigste geistliche Zentrum der russisch-orthodoxen Kirche. Zum Grab des legendären Klostergründers und russischen Heiligen Sergius von Radonesch pilgerten seit Jahrhunderten Zaren, Fürsten und einfache Gläubige von nah und fern. Das zum Unesco-Welterbe erklärte Klostergelände ist für viele Moskau-Besucher, die nur wenig Zeit für Abstecher in die Umgebung der Zwölf-Millionen-Metropole haben, die erste Wahl. Entsprechend viel Touristenrummel herrscht dort. Dennoch lohnt ein Besuch des umfassend sanierten Klostergeländes auf jeden Fall.