Stadt, Land, Fluss

Reiseziele und Sehenswertes in Russland

In Russland gibt es ziemlich viel zu sehen. In der Rubrik Stadt, Land, Fluss sammelt der Rhein-Wolga-Kanal nach und nach Informationen über die interessantesten russischen Städte, Landschaften und Sehenswürdigkeiten, zu denen sich eine Reise lohnt. Es geht um Orte, deren Namen jeder schon einmal gehört hat, aber sicherlich auch über den einen oder anderen Geheimtipp. Wobei - eigentlich ist ganz Russland mit westlicher Brille betrachtet ein einziger riesiger Geheimtipp. Nur selten empfindet man als Russland-Tourist die Masse anderer Touristen als störend. 

Mutter Heimat ruft Wolgograd Stalingrad Мамаев Курган Волгоград
"Mutter Heimat ruft" am Mahnmal für die Schlacht von Stalingrad

 

Ins Detail geht der Rhein-Wolga-Kanal überall dort, wo wir selbst schon einmal gewesen sind (mit Digitalkamera) - und das Geld für eine Flugreise auf die einzigartige Vulkan-Halbinsel Kamtschatka fehlte bislang, um einmal ein Beispiel zu nennen. Deshalb stellen die Reiseführer-Unterseiten hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zumindest vorerst.


Interessante Reiseziele in Russland

...liegen nur einen Klick aufs Foto entfernt...

Sankt Petersburg

Moskau

Wolga



Sotschi

Nordkaukasus

Ural



Nordrussland

Kurische Nehrung



Reiseziele aus unserem Russland-Reiseführer auf der Landkarte:

Ort mit Stern = Eigene Reiseführer-Seite schon fertig
Ort ohne Stern = Reiseführer-Eintrag kommt u.U. noch


Neue Russland-Reiseziele in unserem Online-Reiseführer:

Nahverkehr mit Pomp und Pathos - Moskaus Metro

Über 200 Stationen, fast 340 Kilometer unterirdischer Schienenstreckenbis zu 9,5 Millionen Fahrgäste täglich - Die Moskauer Metro ist zweifellos eine U-Bahn der Superlative. Die Menschenmassen wirken auf Moskau-Neulinge zuweilen ebenso beängstigend wie die endlos langen Rolltreppen, die doppelt so schnell wie deutsche in Tiefe hinabführen. In Stoßzeiten verkehren die Züge annähernd im Minutentakt, und jeder Besucher der Stadt tut gut daran, sich mit dem Streckennetz vertraut zu machen. Denn so schnell wie mit der Metro kommt man auf den ewig verstopften Straßen der Stadt gewiss nicht zum Ziel. Doch Moskaus U-Bahn ist nicht nur ein äußerst effizientes Nahverkehrssystem, sondern auch eine Sehenswürdigkeit, die niemand verpassen sollte. Die Unterseite zur Moskauer Metro ist jetzt gründlich überarbeitet und aktualisiert.

Klein, aber großartig - Rostow Weliki

Unter den altrussischen Städten des sogenannten Goldenen Rings ist Rostow eines der spannendsten Reise- und Auflugsziele: Sein 350 Jahre alter Kreml bildet vor dem Ufer des malerischen Nero-Sees eine wahrhaft spektakuläre Kulisse. Die Kleinstadt trägt den Beinamen "Weliki" - damit ja niemand das "Große" bzw. "Großartige" Rostow mit dem in Wahrheit unvergleichlich größeren Rostow am Don verwechselt. Die Größe des kleinen Rostow liegt in seiner langen Geschichte: Rostow ist eine der ältesten Städte ganz Russlands, wurde aber - ähnlich wie das Bilderbuchstädtchen Susdal - nie zur Großstadt. An Kultur und Geschichte interessierte Reisende finden hier auf kleinem Raum über 300 historische Baudenkmäler. 

Das Zentrum von Klein-Sibirien - Syktywkar

Fähre am Syssola-Fluss Syktyvkar

Im äußersten Nordosten des europäischen Russlands liegt die unberührte Wildnis der autonomen Komi-Republik mit ihren endlosen Wäldern, dem Uralgebirge im Osten und der Tundra im Norden. Kaum eine Region Europas ist weniger erschlossen, und eine Reise zu den grandiosen Naturlandschaften gleicht noch heute in den meisten Fällen einer Expedition. Wer sich auf den Weg dorthin macht, dessen Route führt mit einiger Wahrscheinlichkeit auch durch Syktywkar. Die Hauptstadt der Komi-Republik wirkt vielerorts wie ein viel zu groß geratenes Dorf mitten in der Taiga, das durch Zufall zu Größerem bestimmt wurde. Die Einwohnerzahl der verträumten Kleinstadt explodierte erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Versailles mit Ostseeblick - Schloss Peterhof

Mit seiner Residenz am Finnischen Meerbusen westlich der neu gegründeten Hauptstadt Sankt Petersburg wollte Zar Peter der Große sich und seinem langwierigen Kampf um den Zugang zur Ostsee ein triumphales Denkmal setzen - und nebenbei mindestens das französische Versailles übertreffen. Vermutlich ist es ihm und seinen Nachfolgern gelungen. Der Barockpalast Peterhof, die Parkanlagen ringsherum und die beeindruckenden Springbrunnen ziehen jedes Jahr über drei Millionen Touristen aus aller Welt an. Und gefühlt werden es mit jeder Saison immer mehr. 

Am Scharnier der Kontinente - Jekaterinburg

Sewastjanow

Jekaterinburg, das wirtschaftliche und politische Zentrum der Ural-Region, ist keine 300 Jahre alt. Die Anfang des 18. Jahrhunderts rund um eine Eisenhütte erbaute Siedlung wuchs im Laufe der Zeit zu einer riesigen Stadt. Mit aktuell über 1,4 Millionen Einwohnern ist sie heute die viertgrößte Stadt Russlands nach MoskauSankt Petersburg und Nowosibirsk. Dank ihrer Lage an der Trasse der Transsibirischen Eisenbahn und einer Reihe historischer Sehenswürdigkeiten bietet sich Jekaterinburg für einen Zwischenstopp an. Die Stadt liegt rund 40 Kilometer östlich der geografischen Grenze zwischen Europa und Asien, aber noch nicht in Sibirien. Die Jekaterinburg-Seite unseres Online-Reiseführers ist jetzt noch einmal gründlich überarbeitet.

Assuans Erben - Das Tersker Gestüt

Die Region um die "Mineralwasser-Kurorte" im russischen Nordkaukasus hat weit mehr zu bieten als Sprudel. Sie ist beispielsweise die Heimat des legendären Tersker Pferdegestüts. Seit Jahrzehnten werden in der kleinen Siedlung Nowoterski zwischen den Städten Pjatigorsk und Mineralnye Wody Araberpferde gezüchtet. Irgendwie schaffte es der Ende des 19. Jahrhunderts gegründete Zuchtbetrieb, alle Kriege, Revolutionen und Krisen zu überstehen. Schon zu Zeiten der Sowjetunion verkaufte das Gestüt Tiere in die ganze Welt - gerade auch in die Länder des Klassenfeindes. Die "russischen Araber" aus dem Kaukasus erzielten bei Auktionen Rekordpreise von über zwei Millionen US-Dollar. Heute steht das Tersker Gestüt auch für Besucher offen. 

Boulevard für eine Weltstadt - Der Newski-Prospekt

St. Petersburgs Newski-Prospekt

Keine Straße in ganz Russland lässt sich mit dieser vergleichen: Auf beiden Seiten des viereinhalb Kilometer langen Newski-Prospekts in Sankt Petersburg reiht sich ein architektonisches Kleinod an das nächste. Stadtpaläste der russischen Aristokratie, noble Hotels, Einkaufspassagen und Kirchen säumen die Prachtstraße, die das Gebäude der Admiralität mit dem Alexander-Newski-Kloster verbindet. Von einem Knick nahe am Petersburger Hauptbahnhof abgesehen verläuft der Newski-Prospekt schnurgerade. Wer die Straße entlang schlendert, findet an nahezu jeder Häuserfront

Erinnerungen an die große Vergangenheit von Russlands einstiger Hauptstadt. Unsere Online-Reiseführer-Seite zum Newski-Prospekt ist jetzt überarbeitet und hat viele neue Fotos.

Ein Blick auf das alte Russland - Susdal

Kreml von Susdal

Keine Hochhäuser, keine Fabriken, keine Schnellstraßen. Über 50 Kirchen für weniger als 10.000 Einwohner. Die Kleinstadt Susdal östlich von Moskau hält die Erinnerung an das alte Russland wach. Einst Hauptstadt eines wichtigen russischen Fürstentums gingen später viele wichtige Entwicklungen an dem Ort vorbei, der bis heute in einem landesweit einmaligen Umfang sein vorrevolutionäres Flair bewahren konnte. Die enorme Vielzahl historischer Bauten auf so kleiner Fläche brachte Susdal, das als Teil des Goldenen Rings altrussischer Städte seit Sowjetzeiten überwiegend vom Tourismus lebt, viele, viele Besucher aus aller Welt. Seine "weißen Monumente" wurden auch in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen.

Am Puls der Weltgeschichte - Der Rote Platz

Der Rote Platz in Moskau mit Basilius-Kathedrale und Lenin-Mausoleum

Wer den Roten Platz zum ersten Mal betritt, dem stockt der Atem. Es gibt nicht viele Orte auf der Welt, an denen mit jedem Schritt auf dem Kopfsteinpflaster das Echo der Weltgeschichte nachhallt. Der knapp 25.000 Quadratmeter große Rote Platz im Zentrum von Moskau ist so ein Ort. Die Bauwerke an seinen Seiten - der Kreml, das Lenin-Mausoleum, die Basilius-Kathedrale mit ihren bunten Kuppeln, das Kaufhaus GUM und das im "altrussischen Stil" erbaute Historische Museum bilden ein einmaliges Ensemble. Die Unterseite zum Roten Platz war vor zwei Jahren beim Start des Rhein-Wolga-Kanals der erste Text für diesen Blog. Jetzt gibt es mehr Fotos und einen ergänzten Text.

Kosaken und Aprikosen - Rostow am Don

Im Zentrum von Rostow am Don

Rostow am Don, Russlands südlichste Millionenstadt, gilt seit jeher als das Tor zur Kaukasus-Region. Im 20. Jahrhundert ist die Geschichte nicht gerade sanft mit dem Industrie- und Wissenschaftszentrum umgesprungen. Trotz schlimmer Zerstörungen im russischen Bürgerkrieg und im Zweiten Weltkrieg hat Rostow sich einige hübsche Ecken bewahrt. Und wer durch die Straßen bummelt, kann mit etwas Glück sogar echten Don-Kosaken begegnen. Besonders angenehm ist es hier im Frühling. Während im 1.100 Kilometer nördlich gelegenen Moskau oft noch Schnee liegt, blühen dann am Don schon die Aprikosenbäume. Bis zu den Kaukasus-Bergen ist es von hier noch sehr weit, dennoch kann man schon wenig südlichen Flair spüren.

Das große Fernweh - Moskaus Platz der drei Bahnhöfe

Versprochen: Am "Platz des Komsomol" in Moskau packt jeden das Fernweh. Hier stehen in direkter Nachbarschaft drei der neun großen Bahnhöfe der russischen Hauptstadt. Von hier starten Züge, die ein Drittel der Erde umrunden - die längsten durchgehenden Schlafwagen-Verbindungen der Welt von Moskau nach Peking und Wladiwostok. Ein Denkmal kündet von Kilometer Null der großen Transsibirischen Eisenbahn. Auf der anderen Straßenseite beginnen und enden unter anderem die Express-Züge nach MittelasienWer auf einer Russland-Reise nach der Hauptstadt Moskau auch andere Teile des Landes mit dem Zug besuchen will, kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann hier vorbei. 

Superdom auf dem Sumpf - Die Isaakskathedrale

Isaakskathedrale in Sankt Petersburg

Über 100 Meter ragt ihre vergoldete Kuppel in den Himmel von Sankt Petersburg. Weil es im Petersburger Stadtzentrum keine Hochhäuser gibt, ist sie von weit her zu sehen: Die riesige der Isaakskathedrale war einst als größte Kirche des Zarenreichs geplant worden, vier Jahrzehnte lang dauerten die Bauarbeiten. Bislang sind orthodoxe Priester und Würdenträger in dem klassizistischen Prunkbau nur Gäste, wenn sie gelegentlich einen feierlichen Gottesdienst feiern. Im Gegensatz zu den meisten Kirchen Russlands blieb die Isaakskathedrale auch nach der Wende in Russland ein staatliches Museum. Pläne der Petersburger Regionalregierung, dies zu ändern, sorgten 2017 für ziemlich lautstarken Aufruhr weit über die Stadtgrenzen hinaus.