Stadt, Land, Fluss

Reiseziele und Sehenswertes in Russland

In Russland gibt es ziemlich viel zu sehen. In der Rubrik Stadt, Land, Fluss sammelt der Rhein-Wolga-Kanal nach und nach Informationen über die interessantesten russischen Städte, Landschaften und Sehenswürdigkeiten, zu denen sich eine Reise lohnt. Es geht um Orte, deren Namen jeder schon einmal gehört hat, aber sicherlich auch über den einen oder anderen Geheimtipp. Wobei - eigentlich ist ganz Russland mit westlicher Brille betrachtet ein einziger riesiger Geheimtipp. Nur selten empfindet man als Russland-Tourist die Masse anderer Touristen als störend. 

Mutter Heimat ruft Wolgograd Stalingrad Мамаев Курган Волгоград
"Mutter Heimat ruft" am Mahnmal für die Schlacht von Stalingrad

 

Ins Detail geht der Rhein-Wolga-Kanal überall dort, wo wir selbst schon einmal gewesen sind (mit Digitalkamera) - und das Geld für eine Flugreise auf die einzigartige Vulkan-Halbinsel Kamtschatka fehlte bislang, um einmal ein Beispiel zu nennen. Deshalb stellen die Reiseführer-Unterseiten hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zumindest vorerst.


Interessante Reiseziele in Russland

...liegen nur einen Klick aufs Foto entfernt...

Sankt Petersburg

Moskau

Wolga



Sotschi

Nordkaukasus

Ural



Nordrussland

Kurische Nehrung



Reiseziele aus unserem Russland-Reiseführer auf der Landkarte:

Ort mit Stern = Eigene Reiseführer-Seite schon fertig
Ort ohne Stern = Reiseführer-Eintrag kommt u.U. noch


Neue Russland-Reiseziele in unserem Online-Reiseführer:

Boulevard für eine Weltstadt - Der Newski-Prospekt

St. Petersburgs Newski-Prospekt

Keine Straße in ganz Russland lässt sich mit dieser vergleichen: Auf beiden Seiten des viereinhalb Kilometer langen Newski-Prospekts in Sankt Petersburg reiht sich ein architektonisches Kleinod an das nächste. Stadtpaläste der russischen Aristokratie, noble Hotels, Einkaufspassagen und Kirchen säumen die Prachtstraße, die das Gebäude der Admiralität mit dem Alexander-Newski-Kloster verbindet. Von einem Knick nahe am Petersburger Hauptbahnhof abgesehen verläuft der Newski-Prospekt schnurgerade. Wer die Straße entlang schlendert, findet an nahezu jeder Häuserfront 

Erinnerungen an die große Vergangenheit von Russlands einstiger Hauptstadt. Unsere Online-Reiseführer-Seite zum Newski-Prospekt ist jetzt überarbeitet und hat viele neue Fotos.

Ein Blick auf das alte Russland - Susdal

Kreml von Susdal

Keine Hochhäuser, keine Fabriken, keine Schnellstraßen. Über 50 Kirchen für weniger als 10.000 Einwohner. Die Kleinstadt Susdal östlich von Moskau hält die Erinnerung an das alte Russland wach. Einst Hauptstadt eines wichtigen russischen Fürstentums gingen später viele wichtige Entwicklungen an dem Ort vorbei, der bis heute in einem landesweit einmaligen Umfang sein vorrevolutionäres Flair bewahren konnte. Die enorme Vielzahl historischer Bauten auf so kleiner Fläche brachte Susdal, das als Teil des Goldenen Rings altrussischer Städte seit Sowjetzeiten überwiegend vom Tourismus lebt, viele, viele Besucher aus aller Welt. Seine "weißen Monumente" wurden auch in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen.

Am Puls der Weltgeschichte - Der Rote Platz

Der Rote Platz in Moskau mit Basilius-Kathedrale und Lenin-Mausoleum

Wer den Roten Platz zum ersten Mal betritt, dem stockt der Atem. Es gibt nicht viele Orte auf der Welt, an denen mit jedem Schritt auf dem Kopfsteinpflaster das Echo der Weltgeschichte nachhallt. Der knapp 25.000 Quadratmeter große Rote Platz im Zentrum von Moskau ist so ein Ort. Die Bauwerke an seinen Seiten - der Kreml, das Lenin-Mausoleum, die Basilius-Kathedrale mit ihren bunten Kuppeln, das Kaufhaus GUM und das im "altrussischen Stil" erbaute Historische Museum bilden ein einmaliges Ensemble. Die Unterseite zum Roten Platz war vor zwei Jahren beim Start des Rhein-Wolga-Kanals der erste Text für diesen Blog. Jetzt gibt es mehr Fotos und einen ergänzten Text.

Kosaken und Aprikosen - Rostow am Don

Im Zentrum von Rostow am Don

Rostow am Don, Russlands südlichste Millionenstadt, gilt seit jeher als das Tor zur Kaukasus-Region. Im 20. Jahrhundert ist die Geschichte nicht gerade sanft mit dem Industrie- und Wissenschaftszentrum umgesprungen. Trotz schlimmer Zerstörungen im russischen Bürgerkrieg und im Zweiten Weltkrieg hat Rostow sich einige hübsche Ecken bewahrt. Und wer durch die Straßen bummelt, kann mit etwas Glück sogar echten Don-Kosaken begegnen. Besonders angenehm ist es hier im Frühling. Während im 1.100 Kilometer nördlich gelegenen Moskau oft noch Schnee liegt, blühen dann am Don schon die Aprikosenbäume. Bis zu den Kaukasus-Bergen ist es von hier noch sehr weit, dennoch kann man schon wenig südlichen Flair spüren.

Das große Fernweh - Moskaus Platz der drei Bahnhöfe

Versprochen: Am "Platz des Komsomol" in Moskau packt jeden das Fernweh. Hier stehen in direkter Nachbarschaft drei der neun großen Bahnhöfe der russischen Hauptstadt. Von hier starten Züge, die ein Drittel der Erde umrunden - die längsten durchgehenden Schlafwagen-Verbindungen der Welt von Moskau nach Peking und Wladiwostok. Ein Denkmal kündet von Kilometer Null der großen Transsibirischen Eisenbahn. Auf der anderen Straßenseite beginnen und enden unter anderem die Express-Züge nach MittelasienWer auf einer Russland-Reise nach der Hauptstadt Moskau auch andere Teile des Landes mit dem Zug besuchen will, kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann hier vorbei. 

Superdom auf dem Sumpf - Die Isaakskathedrale

Isaakskathedrale in Sankt Petersburg

Über 100 Meter ragt ihre vergoldete Kuppel in den Himmel von Sankt Petersburg. Weil es im Petersburger Stadtzentrum keine Hochhäuser gibt, ist sie von weit her zu sehen: Die riesige der Isaakskathedrale war einst als größte Kirche des Zarenreichs geplant worden, vier Jahrzehnte lang dauerten die Bauarbeiten. Bislang sind orthodoxe Priester und Würdenträger in dem klassizistischen Prunkbau nur Gäste, wenn sie gelegentlich einen feierlichen Gottesdienst feiern. Im Gegensatz zu den meisten Kirchen Russlands blieb die Isaakskathedrale auch nach der Wende in Russland ein staatliches Museum. Pläne der Petersburger Regionalregierung, dies zu ändern, sorgten 2017 für ziemlich lautstarken Aufruhr weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Russlands Schicksals-Archipel - Die Solowezki-Inseln

Beim Namen dieser einsamen Inselgruppe im Weißen Meer, hoch im Norden Russlands, beginnt für vielen Russen ein dramatisches Kopfkino. Die Solowezki-Inseln, abgekürzt Solowki genannt, stehen für eines der größten Heiligtümer der russisch-orthodoxen Kirche und eine dramatische Geschichte als Konzentrationslager für Gegner der Sowjetmacht. Kaum irgendwo liegen Himmel und Hölle so nah beieinander - die Solowki sind gleichermaßen Inbegriff des mörderischen Gulag-Systems und Symbol tiefer Frömmigkeit. Wer die weite Anreise auf sich nimmt, wird reichlich belohnt: Neben der oft düsteren Geschichte macht auch die Natur am Weißen Meer die Inseln zu einem der bemerkenswertesten Orte in ganz Russland.

Quirlig, laut und fesch - Moskaus Twerskaja-Straße

Unter den wichtigsten Straßen in Russlands Hauptstadt Moskau ist sie wahrscheinlich die wichtigste: Die 1,6 Kilometer lange Uliza Twerskaja führt vom Moskauer Kreml aus in nordwestliche Richtung. Wer ihr folgen und immer weiter geradeaus fahren würde, käme irgendwann bis  nach Sankt Petersburg. Schon zu vorrevolutionären Zeiten lebten hier viele wichtige Persönlichkeiten, prächtige Bauten säumten die Straße zu beiden Seiten. Nach der Revolution änderte sich das Straßenbild durch zahlreiche repräsentative Neubauten - und um die Straße zu verbreitern, wurden sogar ganze Häuser verschoben. Wer vom Sowjetstaat hier eine Wohnung zugewiesen bekam, hatte es in der sozialistischen Gesellschaft zu höchsten Ehren gebracht. 

Im Schatten der fünf Gipfel - Pjatigorsk

Russlands großer Romantiker Michail Lermontow verbrachte hier die letzten beiden Monate seines Lebens, bevor er bei einem Duell tödlich verletzt wurde. Seit fast 200 Jahren ziehen sage und schreibe 38 Heilquellen auf dem Stadtgebiet Kurgäste von nah und fern an. Mit über 140.000 Einwohnern ist Pjatigorsk heute der größte der Mineralwasser-Kurorte in Russlands Nordkaukasus. Die Stadt am Fuß des Maschuk-Bergs steht heute ein wenig im Schatten des weiter südlich gelegenen Kislowodsk - zu Unrecht, denn Pjatigorsk hat Reisenden ebenfalls eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten und beschaulichen Parks zu bieten.

Flanieren wie die Dichter - Der Petersburger Sommergarten

Den ersten Stadtpark von Sankt Petersburg ließ Zar Peter der Große noch höchst persönlich anlegen - in direkter Nachbarschaft zu seinem Sommerpalast an der Newa. Die Anlage mit ihren schattigen Alleen, italienischen Marmorstatuen und Brunnen ist heute einer der Lieblingsorte vieler Petersburger. Die wichtigsten Köpfe der russischen Kultur liebten den Sommergarten und fanden beim Flanieren Inspiration. Von Alexander Puschkin bis Joseph Brodsky widmeten Poeten ihre Verse der berühmten Grünanlage - und zwar in rekordverdächtigem Ausmaß: Insgesamt wird der Park in mehr als 200 Gedichten erwähnt. Im Gegensatz zur Zarenzeit ist der Zutritt heute problemlos auch für Bürgerliche möglich - fast das ganze Jahr über.

Herz einer Großmacht - Der Moskauer Kreml

Viele russische Städte besitzen einen befestigten Stadtkern, Kreml genannt. Aber Moskau hat nicht irgendeinen, sondern den Kreml. Hinter seinen zweieinhalb Kilometer langen, hohen Wehrmauern herrschten einst Zaren und Generalsekretäre über ein riesiges Imperium. Das Wort "Kreml" wurde längst zum Synonym für die russische Staatsmacht. Bis befindet sich hier der Amtssitz des russischen Präsidenten. Teile des Geländes - etwa die prächtigen Kreml-Kathedralen sind für Touristen zugänglich, die Regierungsgebäude bleiben hingegen für Besucher Tabu, und jede Menge Sicherheitspersonal achtet darauf, dass beim Kreml-Bummel niemand auf Abwege gerät. Die Kreml-Seite unseres Online-Reiseführers ist jetzt gründlich überarbeitet und neu bebildet.

Russlands Tor zur Arktis - Murmansk

Eine gerade einmal 100 Jahre kurze, dafür aber ziemlich stürmische Geschichte hat gereicht, um das nordrussische Murmansk zu einer Legende werden zu lassen. Auf der ganzen Welt gibt es keine größere Stadt nördlich des Polarkreises. Mitternachtssonne im Sommer und Wochen voller Dunkelheit im langen Winter bestimmen den Jahresrhythmus der Menschen. Der dank Golfstrom eisfreie Hafen am felsigen Kolafjord ist einer der größten von ganz Russland. Von den für Ausländer bis heute geschlossenen benachbarten Hafenstädten - hält die russische Atomeisbrecher-Flotte die Schifffahrtswege im Nordpolarmeer frei und die Kriegsmarine mit ihren U-Booten die Nato auf Trab. Murmansk ist kein Ort zum Urlaub machen, hier wird gearbeitet, Fabrikschlote qualmen und Hafenkräne quietschen. Dennoch lohnt ein Besuch in dieser Stadt, die Russlands Tor zur Arktis wurde.