"Monsieur Leningrad, von der Revolution gezeichnet, der die Möbel verheizte, das Haus verstümmelte, voller Fenster, Mütterchen, Löwen, Titanen, Linden, Sphinxen, Kupfer, Auroras."

Juri Schewtschuk, russischer Rocksänger (1957-) in "Leningrad, Petersburg, Petrograd"

Russlands zweite Hauptstadt - Sankt Petersburg

Санкт-Петербург

St. Petersburg ist anders als der Rest von Russland. Die in einer unwirtlichen Sumpflandschaft im Newa-Delta buchstäblich aus dem Boden gestampfte Hauptstadt der Zaren mag auf Besucher aus Europa weniger exotisch anmuten als andere russische Städte. Bis zur Oktoberrevolution war die Metropole an der Ostsee mindestens ebenbürtig mit Paris, London oder Berlin. Zu Sowjetzeiten verschwand sie unter dem Namen Leningrad für Jahrzehnte hinter dem Eisernen Vorhang, blieb aber immer eine Kulturmetropole von Weltrang. Heute gibt sich St. Petersburg mit seinen Museen, Palästen, Kanälen und Kathedralen wieder ganz als weltoffene europäische Großstadt. Das Zentrum ist ein einziges großes Museum unter freiem Himmel und blieb von Bausünden fast komplett verschont.

St. Petersburg Newa Winterplast
Blick von der Peter-und-Paul-Festung über die Newa auf den Winterpalast

Hier geht es weiter zu den Informationen im Detail: Schritt für Schritt entsteht hier eine Sammlung von Wissenswertem über die interessantesten Orte in St. Petersburg. Sehenswürdigkeiten und mehr.

Der Newski-Prospekt

Die Peter-Paul-Festung


Die Eremitage

Kronstadt


Schloss Peterhof

Zarskoje Selo




St. Petersburger Neuigkeiten aus dem Rhein-Wolga-Blog:

Viertgrößte Airline Russlands fliegt nach Frankfurt

Die viertgrößte russische Fluggesellschaft, Ural Airlines, nimmt Kurs auf Frankfurt. Ab Ende März wird die Airline fünfmal wöchentlich von Montag bis Freitag Direktflüge zwischen dem größten deutschen Verkehrsflughafen und Sankt Petersburg anbieten. Ab dem späten Frühjahr werde es dann auch noch eine tägliche Verbindung zwischen Frankfurt und Moskau-Domodedowo geben, teilte die Fluggesellschaft in einer Pressemeldung mit. Die Flüge nach Petersburg starten erstmals am 26. März, die Verbindung nach Moskau soll vom 28. Mai an bedient werden. One-Way-Tickets ohne aufgegebenes Gepäck sollen ab 82 Euro erhältlich sein. Tarife für Flüge mit aufgegebenem Koffer beginnen bei etwas über 100 Euro pro Strecke.

Tickets sind nach Angaben der Fluggesellschaft bereits erhältlich.

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Hotelpreise explodieren wegen Fußball-WM

Fans, die im kommenden Juni zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland reisen wollen, könnten bei der Suche nach einer Unterkunft im Land eine böse Überraschung erleben. In den

zurückliegenden Tagen häuften sich bereits die Berichte über exorbitante Hotel-Preise in einigen Austragungsorten der WM. Ein halbes Jahr vor der Eröffnung der WM gebe es in einigen Städten an den Spieltagen überhaupt keine freien Hotelzimmer mehr. Besonders angespannt sei die Situation in Kaliningrad und in Saransk, heißt es in einer Meldung der Nachrichtenagentur Interfax (Bericht auf Russisch). In großen Städten wie Moskau oder St. Petersburg herrsche jedoch noch kein Mangel an freien Zimmern - auch sei dort ein erkennbarer Preisanstieg bislang ausgeblieben.

 

Das könnte sich bald ebenfalls ändern. Tourismus-Fachleute gehen davon aus, dass sich die Hotelpreise für die Zeit der Weltmeisterschaft verdoppeln.

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Russisches Eisenbahnmuseum wiedereröffnet

Foto: Valeri Baranow / rzd-museum.ru
Foto: Valeri Baranow / rzd-museum.ru

Im einstigen Lokdepot des Baltischen Bahnhofs von Sankt Petersburg ist das größte Eisenbahnmuseum Russlands (und zugleich wohl eines der größten derartigen Museen in Europa) wiedereröffnet worden. Auf dem Gelände ist ab sofort die neu präsentierte Kollektion des früheren "Oktoberbahnmuseums" zu sehen, die in der Vergangenheit am benachbarten Warschauer Bahnhof von Petersburg untergebracht war. Der alte Standort war in ein Einkaufszentrum umgewandelt worden. Am neuen werden auf einer Fläche von 57.000 Quadratmeter 28.000 Exponate ausgestellt, darunter 115 restaurierte historische SchienenfahrzeugeManche der gezeigten Ausstellungsstücke seien mittlerweile weltweit nur noch in einem einzigen Exemplar erhalten, meldete die Nachrichtenagentur Regnum.

Die offizielle Eröffnung des neuen Russischen Eisenbahnmuseums fiel auf den 180. Jahrestag der Eisenbahn in Russland. Am 30. Oktober 1837 war erstmals ein Zug von St. Petersburg bis zur Zarenresidenz in Zarskoje Selo gedampft. 

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Eremitage zeigt große Ausstellung zur Oktoberrevolution

Zum 100. Jahrestag der russischen Oktoberrevolution zeigt die Eremitage in Sankt Petersburg eine unkonventionelle Sonderausstellung. Unter dem Titel "Der Winterpalast und die Eremitage. 1917. Hier wurde Geschichte geschrieben" wurden allerlei Erinnerungsstücke an das Revolutions-Geschehen zu den Exponaten des weltberühmten Kunstmuseums gestellt und gehängt. Alle Räumlichkeiten des Museums, die damals Schauplatz der Ereignisse  waren, sind in die Schau eingebunden. Der Sturm auf den Winterpalast in Petrograd, damals Sitz der provisorischen Regierung von Alexander Kerenski, gelangten die kommunistischen Bolschewiki an die Macht.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 4. Februar 2018.  

Die Kuratoren wollen mit der großen Schau darstellen, wie die Revolution in der Nacht zum 7. November 1917 (25. Oktober nach julianischem Kalender) tatsächlich ablief. Wie die Ereignisse von heutigen Betrachtern gewertet werden, solle jedem selbst überlassen bleiben, hieß es. 

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Russischer ICE "Sapsan" fährt häufiger

Die staatliche russische Eisenbahngesellschaft RZD erhöht die Zahl der täglichen Verbindungen zwischen Moskau und Sankt Petersburg mit dem Breitspur-ICE "Sapsan" ("Wanderfalke"). In den Sommermonaten sollen nun täglich 13 Zugpaare zwischen den beiden Millionenstädten verkehren. Wie die Eisenbahn in einer Presseerklärung mitteilte, sind an Freitagen, Wochenenden und Monaten und für die Dauer des "Confed Cups" sogar 15 Zugpaare in den Fahrplan aufgenommen. Während des Fußballturniers rechnet die RZD mit einer erhöhten Ticket-Nachfrage bei Fußballfans. Die günstigsten Fahrkarten für die insgesamt 660 Kilometer lange Strecke sind ab knapp 2.000 Rubel erhältlich (derzeit rund 32 Euro).

 

Die Hochgeschwindigkeitszüge benötigen für eine Fahrt zwischen Moskau und St. Petersburg weniger als vier Stunden - und sind somit doppelt so schnell wie die herkömmlichen Nachtzüge, die auf der Strecke ebenfalls zum Einsatz kommen.

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