Bald Jahresvisa für Reisende mit russischer Familie

In Zeiten von Pandemie und geschlossenen Grenzen einen Russland-Reiseblog zu schreiben, kann schon manchmal ermüdend werden. Denn seit mittlerweile über sieben Monaten sind touristische Reisen ins größte Land der Welt für Ausländer aus dem Westen faktisch nicht durchführbar. Nur langsam öffnen die russischen Behörden die Grenzen des Landes wieder für ihre eigenen und die Bürger ausgewählter Staaten und für Linienflüge in wenige ausländische Hauptstädte. Da wirkt es etwas bizarr, dass die russische Regierung gleichzeitig eine Regelung nach der anderen verkündet, die Reisen einfacher und unkomplizierter machen. Jetzt gibt es ein interessantes Versprechen für ausländische Besucher mit russischen Familienangehörigen.

Sie sollen künftig mit einer formlosen Privateinladung recht einfach Jahres-Visa erhalten. Das kündigte zumindest der russische Ministerpräsident Michail Mischustin an (Bericht auf Russisch). Die Regelung soll für Ausländer gelten,deren Ehepartner, Kinder, Enkel oder Geschwister russische Staatsbürger sind. Im Gegensatz zu ähnlichen Regelungen für russische Besucher deutscher Gastgeber soll dabei sogar die Regelung entfallen, dass der Aufenthalt auf höchstens drei Monate begrenzt ist. Selbst der Lebenstraum von der ganz großen Sibirien-Expedition mit dem Fahrrad könnte dann Wirklichkeit werden - nach Corona. Wirklich hilfreich wäre das aber gerade auch für Ausländer, die ganz nach Russland umziehen wollen. Eine zeitweilige Aufenthaltserlaubnis zu beantragen, ist nämlich dort so kompliziert, dass die Gültigkeitsdauer gewöhnlicher Visa fast nie ausreichte - was die Betroffenen in ziemliche Kalamitäten bringen konnte.

Die Ankündigung der Jahres-Visa für ausländische Familienangehörige von Russen ist bereits mindestens die dritte einschneidende Reform, die Russland-Reisen nach der Pandemie deutlich einfacher machen wird: Für Kurzbesuche wird es voraussichtlich ab 2021 ein landesweites unbürokratisch ausgestelltes E-Visum geben, nachdem die E-Visa-Experimente mit St. Petersburg und Kaliningrad offenbar aus russischer Sicht erfolgreich verliefen. Und gab es im Sommer auch noch die gute Nachricht, dass der leidige mehrjährige Streit um die Regeln des Weißrussland-Transits beigelegt ist und künftig sogar ein Visum für den Besuch beider Länder ausreichen soll.

Schon bislang konnten sich zumindest Deutsche - bis zum Ausbruch der Coronavirus-Pandemie - ein sogenanntes Privatvisum mit einer formlosen Einladung ihres russischen Ehepartners ausstellen lassen, statt mit dem Visaantrag eine offizielle Einladung aus Russland vorzulegen. Gewöhnlich ermöglichte das Aufenthalte mit einer Dauer von maximal drei Monaten. Der Haken bei der Sache: Dafür musste man persönlich im Konsulat erscheinen. In unserem Fall war uns der Aufwand für den Weg immer zu groß, so dass wir stets auf die Dienste einer Visaagentur zurückgriffen.


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