"Hinter der Wolga gibt es für uns kein Land mehr!"

Devise der sowjetischen Verteidiger von Stalingrad

Monumentales Gedenken - Der Mamai-Hügel in Wolgograd

Мамаев Курган

Schon etliche Kilometer von der modernen Stadt Wolgograd entfernt ist die gigantische Frauenfigur mit dem erhobenen Schwert zu sehen. "Mutter Heimat ruft" ist eine der größten Statuen der Welt. Auf einer Anhöhe über der Wolga überragt sie den Mamai-Hügel - die wahrscheinlich wichtigste russische Weltkriegs-Gedenkstätte. Sie erinnert an die Schlacht von Stalingrad, einen Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs. Mindestens 700.000 Menschen, die meisten davon auf sowjetischer Seite, waren bei den erbarmungslosen Kämpfen zwischen August 1942 und Februar 1943 ums Leben gekommen.

Mamai Mamajew Hügel Wolgograd
Auch dem Mamai-Hügel in Wolgograd

Der Mamai-Hügel trägt seinen Namen seit Jahrhunderten (in vielen deutschen Quellen ist von Mamajew-Hügel die Rede, grammatisch ist das nicht ganz korrekt.) Benannt ist er nach Mamai, einem Heerführer der Goldenen Horde. Der mongolische Teilstaat herrschte im 14. Jahrhundert über die südrussischen Steppen. Während der Schlacht von Stalingrad war die Anhöhe zwischen September 1942 und Januar 1943 schwer umkämpft. Arbeiten an dem monumentalen Gedenkkomplex begannen 1959. Die zentrale Mutter-Heimat-Statue wurde 1967 eingeweiht. Ein Besuch der Gedenkstätte ist ein Muss für jeden, der nach Wolgograd kommt. Für einen Rundgang sollten mindestens zwei Stunden eingeplant werden. 


Rundgang durch die Gedenkstätte

Eingang, "Gedächtnis der Generationen" und "Platz der niemals Zurückweichenden"

"Память поколений" и площадь Стоявших насмерть

Mamai Mamajew Hügel Wolgograd Pappeln
Pappelallee auf dem Weg zur "Mutter Heimat"

Gewöhnlich betreten alle Besucher die Anlage über den zentralen unteren Eingang, an dem sich ein großer Parkplatz, Bus- und Straßenbahnhaltestellen befinden. Direkt dort unten steht bereits eine erste Monumentalskulptur "Gedächtnis der Generationen".

Vom Eingang führt eine langgezogene Pappelallee terrassenartig Richtung Anhöhe. Auf halber Strecke befindet sich dort inmitten eines Wasserbeckens die martialische Statue eines Soldaten mit entblößtem Oberkörper, der in der einen Hand ein Gewehr und in der anderen eine Wurfgranate hält. Dies ist der "Platz der niemals Zurückweichenden".

Eine weitere Treppe führt von hier aus weiter nach oben, auf beiden Seiten flankiert von "Ruinenwänden" aus denen ununterbrochen Kampfgeräusche und historische Rundfunkberichte tönen.


"Platz der Helden" und Pantheon mit der Ewigen Flamme

Площадь Героев и Зал воинской славы

Wolgograd Ewige Flamme Pantheon Saal des militärischen Ruhms
Rund um die Ewige Flamme stehen die Namen von über 7.000 gefallenen Soldaten

Auf der mittleren Ebene der Gedenkstätte erreichen Besucher, den Platz der Helden mit einem rechteckigen Wasserteich in der Mitte und weiteren heroischen Statuen. An dessen oberen Ende zeigt ein Monumental-Relief die siegreichen Rotarmisten und die geschlagenen Kommandeure der Wehrmacht.

Durch eine Öffnung in der Relief-Wand gelangt man in den "Saal des militärischen Ruhms" mit der Ewigen Flamme im Zentrum. An den Wänden des kreisrunden Pantheons sind die Namen von über 7.000 in Stalingrad gefallenen sowjetischen Soldaten verewigt. Hier wird stets von Band Robert Schumanns "Träumerei" gespielt - ein mehr als außergewöhnlicher Ort für Musik eines deutschen Komponisten.

Ein wenig abseits vom Hauptweg befindet sich das Denkmal einer trauernden Mutter und eine orthodoxe Kirche. Die gehörte natürlich zu kommunistischen Zeiten noch nicht zu dem Ensemble und wurde erst 2005 nachträglich ergänzt.


Monument "Mutter Heimat ruft!"

монумент "Родина-мать зовет!"

Mutter Heimat ruft Wolgograd Stalingrad
Mutter Heimat in Wolgograd ist höher als die Freiheitsstatue in New York

Oberhalb der Ewigen Flamme führt nun ein flach ansteigender Weg im Zickzack zum Fuß des Hauptmonuments "Mutter Heimat ruft!". Mit einer Höhe von 85 Metern von der Fußsohle bis zur Schwertspitze ist die Kolossalstatue höher als die New Yorker Freiheitsstatue. Entworfen wurde sie von dem Bildhauer Jewgeni Wutschetitsch, der auch das sowjetische Ehrenmal im Treptower Park in Berlin schuf. 

Die "Mutter Heimat" besteht aus sagenhaften 5.500 Tonnen Beton und 2.400 Tonnen Metallkonstruktionen. Für die Gedenkstätte wurde auch eigens der Gipfel des Hügels verlegt. In den vergangenen Jahren gab es wiederholt Warnungen von Experten, die die Standfestigkeit des 50 Jahre alten Monuments bedroht sehen.

Am Postament des Denkmals hat man einen guten Überblick über den zurückgelegten Weg, die Wolga und die - nicht allzu pittoresken Industriegebiete im Norden der Stadt. 


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