Russland gibt Details für künftige E-Visa bekannt

Die russische Regierung hat Details für die ab 2021 geplante, vereinfachte Einreise von Ausländern mit E-Visa bekanntgegeben. Damit können Bürger von 52 Staaten ab Jahreswechsel - theoretisch, wenn die Pandemie einmal endet - relativ unbürokratisch nach Russland gelangen. Offizielle Einladungen sind für Aufenthalte von maximal 16 Tagen nicht mehr nötig, lediglich ein Online-Antrag muss vorab ausgefüllt werden. Es gibt aber eine schlechte Nachricht - vor allem für Bahnreisende. Zumindest in der Anfangsphase wird das neue E-Visum lediglich zur Einreise an 29 ausgewählten Grenzübergängen berechtigen, wie aus der kürzlich veröffentlichten Regierungsverordnung hervorgeht (Quelle: Regierungsserver, Russisch).

Darunter fallen die großen internationalen Flughäfen von Moskau, St. Petersburg, Kasan, Samara, Rostow am Don, Nowosibirsk und weiterer Städte, aber nur wenige Straßengrenzübergänge - nämlich sechs an der Grenze zwischen der Exklave Kaliningrad und Polen bzw. Litauen sowie einen (Ubylinka) an der russisch-lettischen und Iwangorod an der russisch-estnischen Grenze. Am letztgenannten Ort wäre auch die Einreise zu Fuß mit E-Visum möglich.

Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen würden beispielsweise alle Landgrenzen zur Ukraine, Kasachstan und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken außen vor bleiben, ebenso, wie nahezu der gesamte Eisenbahnverkehr. Lediglich zwei entlegene Grenzübergänge in Russlands Fernem Osten zu China und Nordkorea haben es in die Liste geschafft, die für Reisende aus Westeuropa kaum von Interesse sein dürften. Immerhin hat die russische Regierung zugesagt, dass die Liste erweitert wird, wenn weitere Grenzübergänge mit der nötigen Technik ausgestattet sind. 

Von den neuen E-Visa profitieren unter anderem alle Reisenden, die den Pass eines EU-Staates besitzen (sorry nach Großbritannien), sowie unter anderem Bürger der Schweiz, von Norwegen, Japan, der Volksrepublik China und Indien.
 US-Amerikaner, Kanandier oder Australier fallen nicht unter die Regelung.  

Im Gegensatz zu den bis zum Ausbruch der Corona-Krise ausgestellten E-Visa für St. Petersburg und Kaliningrad ist die neue erleichterte Einreiseerlaubnis für ganz Russland nicht mehr kostenlos -  mit Ausnahme von Kindern bis sechs Jahren fallen Gebühren in Höhe von 40 Dollar an (Quelle: Interfax). Das wäre aber immer noch deutlich weniger, als derzeit für ein gewöhnliches Touristenvisum, die Ausstellung eines Einladungsschreibens und ggf. für die Arbeit eines Visadienstes fällig werden.

Herkömmliche Touristenvisa wird es auch künftig weiter geben. Ihre Geltungsdauer, die bislang auf maximal 30 Tage beschränkt, soll künftig auf bis zu sechs Monate mit der Möglichkeit zu mehrfachen Einreisen ausgeweitet werden - das sieht eine weitere von der Regierung angestoßene Gesetzesänderung vor (Quelle: Tourdom.ru, Russisch)Momentan sind wegen der Corona-Virus-Pandemie keinen normalen touristischen Reisen nach Russland möglich, und der grenzüberschreiten de Verkehr wurde weitgehend eingestellt.


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