Aeroflot führt Tarif für Flüge ohne Aufgabegepäck ein

Aeroflot-Flugzeuge in Moskau Scheremetjewo

Lufthansa, Austrian Airlines und viele andere haben ihre Preissysteme schon vor Jahren umgestellt - nur bei Russlands Aeroflot war lange alles wie zu guten alten Zeiten: Jeder Fluggast konnte grundsätzlich ohne Zusatzkosten mit seinem Koffer einchecken. Doch nun hat auch die führende russische Fluggesellschaft offenbar vor, mit Verspätung eine weltweit verbreitete Unsitte zu übernehmen: Ab 2. April soll es auf Aeroflot-Flügen nach Deutschland und Italien einen neuen, besonders günstigen Tarif für Passagiere ohne Aufgabegepäck geben. Das berichten jetzt die Wirtschaftszeitung "Kommersant" und viele andere Medien. Mit der Maßnahme erhofft sich das Management offenbar, bei Geschäftsreisenden zu punkten.

Ohne Koffer könnte es demnach künftig deutlich günstiger werden, nach Russland zu fliegen.

Im Gespräch sind angeblich bis zu 30 Prozent Preisnachlass auf gewöhnlich Tickets der Economy Class, wenn die Fluggäste einen Tarif ohne Freigepäck wählen. Vermutlich dürften die Tarife für normale Leute, die einen Koffer packen, wenn sie eine Flugreise antreten, im Gegenzug allerdings steigen.

Das Unternehmen selbst erklärte, die Neuerung sei eine Antwort auf eine große Zahl entsprechender Kunden-Wünsche. Vorerst soll die Neuerung jedoch nicht flächendeckend für alle Aeroflot-Routen kommen. Unklar ist auch noch, wie teuer eine nachträgliche Gepäckaufgabe werden wird.

Wie man mit dem Gepäck der Flugreisenden Geld verdient, hat die Billig-Tochter von Aeroflot, "Pobeda", in den zurückliegenden Jahren zumindest schon zur Genüge ausprobiert. Auch auf dem innerrussischen Markt haben die meisten Mitbewerber längst Tarife ohne Aufgabegepäck eingeführt.


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