Russland prüft Einführung visafreier Kurzbesuche in Kaliningrad

Das Kaliningrader Gebiet, Russlands westlichste Verwaltungsregion, könnte bald für Ausländer ein wenig einfacher zu erreichen sein. Die Moskauer Regierung prüft, ob für bis zu 72-stündige Aufenthalte im früheren nördlichen Ostpreußen die Visumpflicht aufgehoben wird. Bereits im Sommer hatte Außenminister Sergej Lawrow nicht ausgeschlossen, dass nach Vorbild von Wladiwostok auch für Besuche in der Ostsee-Exklave unbürokratisch elektronische Visa ausgegeben werden könnten. Wie eine Regelung im Detail aussehen könnte, ist aber noch weitgehend offen. Staatschef Wladimir Putin hatte die Regierung angewiesen, bis zum Jahresende einen entsprechenden Bericht vorzulegen.

 

Wie bei vergangenen Kampagnen zur erleichterten Visavergabe sollten Russland-Reisende allerdings nicht zu viel erwarten. Selbst, wenn künftig Kurzbesuche ohne Visum im einstigen Königsberg erlaubt werden, wird es eine Reihe von Einschränkungen geben. 

So soll die Regelung wohl auf Teilnehmer organisierter Reisegruppen beschränkt bleiben. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Regnum zufolge soll die visafreie Einreise zudem nur über den Kaliningrader Flughafen Chrabrowo oder die Seehäfen der Region möglich sein, nicht aber an den Straßen-Grenzübergängen zu Polen und Litauen. Ein Start der Testphase sei außerdem bestenfalls 2019 realistisch.

 

In den vergangenen Jahren floppten bereits mehrere Anläufe der russischen Behörden, die Einreise für Ausländer zu erleichtern. So war die Beantragung von Kurzzeitvisa direkt an ausgewählten Grenzübergängen (darunter auch im Gebiet Kaliningrad) mit so viel bürokratischem Aufwand verbunden, dass das Verfahren keinen spürbaren Vorteil im Vergleich zum herkömmlichen Visaantrag mehr bot. Eine größere Zahl von Urlaubern profitiert allerdings schon heute von der Möglichkeit, bei Ostsee-Kreuzfahrten in St. Petersburg visafreie Landgänge zu unternehmen.

Welche Folgen die Einführung von E-Visa oder visafreier Einreise für die Tourismusbranche im Kaliningrader Gebiet hätte, ist umstritten. Manche regionalen Tourismus-Experten erwarten laut einem Bericht der Agentur RBK gar keine größeren Änderungen, andere rechnen mit einer Verzehnfachung des Besucherverkehrs aus den europäischen Nachbarstaaten. (kp)

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