Wahrzeichen von Wolga-Stadt eingestürzt

Die Provinzhauptstadt Twer hat eines ihrer Wahrzeichen verloren. Das ebenso markante wie renovierungsbedürftige Gebäude des "Flussbahnhofs" aus der Stalin-Ära ist eingestürzt. Jahre-, wenn nicht gar jahrzehntelange Vernachlässigung führten Anfang der Woche dazu, dass das Dach der eindrucksvollen Rotunde auf einer Fläche von 400 Quadratmetern einbrach und auch die Zwichendecke zum Einsturz brachte. Obwohl das leerstehende Gebäude am Ufer der Wolga seit Jahren ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche war, wurde bei dem Unglück niemand verletzt. Nach Angaben der Behörden besteht aber die Gefahr, dass weitere Teile des Gemäuers in sich zusammenbrechen. 

 

Das Gelände wurde daher nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass vorerst abgesperrt. Die Verwaltung der Region Twer, in deren Eigentum sich der "Flussbahnhof" befand, hatte trotz des bekanntermaßen maroden Zustands lange Zeit kein Geld für eine Sanierung des Baudenkmals bereitgestellt. 

Nach dem Zusammenbruch des Dachs soll sich das nun ändern. Nach Angaben der Regionalregierung berief der örtliche Gouverneur bereits eine Kommission ein, die Pläne für einen Wiederaufbau entwickeln soll. Die Kosten dafür werden auf mindestens 500 Millionen Rubel (umgerechnet 7,1 Millionen Euro) geschätzt. In den vergangenen Jahren hatten die Behörden vergeblich nach einem privaten Investor gesucht, dem sie den Bau übergeben wollten.

Das dreistöckige Abfertigungsgebäude des Passagierhafens von Twer liegt am Zusammenfluss von Twerza und Wolga und wurde 1938 eingeweiht. Gegen Ende der Sowjetzeit verlor es seine eigentliche Zweckbestimmung, als ein Großteil des regionalen Passagierverkehrs auf der Wolga eingestellt wurde. Ein Versuch des bekannten Galeristen Marat Gelman, in dem Gebäude ein Zentrum für moderne Kunst zu etablieren, scheiterte. (kp)

 

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