Neuer Fahrplan 2021: Russlands Eisenbahn hält Angebot trotz Corona stabil

Am Bahnhof von Tscheljabinsk im Ural

Trotz Corona-Krise will die Russische Eisenbahn RZD ihr Angebot im Fernverkehr mit dem neuen Fahrplan 2020/2021 sogar noch leicht ausbauen. Vorgesehen sind insgesamt 596 Fernzugpaare, 13 mehr als im laufenden Jahr. Als kuriose Neuerung ist sogar erstmals geplant, die modernen Regionalexpress-Züge vom Typ "Lastotschka" auf einer internationalen Verbindung einzusetzen. Sobald wie möglich sollen tagsüber zwei Zugpaare zwischen Moskau und Minsk, der Hauptstadt von Weißrussland (Belarus), hin- und herdüsen - auf einer Strecke von immerhin 700 Kilometern, auf der bislang fast nur Nachtzüge unterwegs sind. Grundsätzlich hält Russlands Staatsbahn an den bis zur Krise bestehenden Auslands-Verbindungen fest. Grund zur Sorge gibt es dennoch.

Wenig erfreuliche Medienberichte, dass die wegen Corona eingestellten Züge nach Russland womöglich nie wieder verkehren, gab es zuletzt aus Lettland (Quelle: RZD-Partner, Russisch). Der Nachtzug Moskau-Riga und die Kurswagengruppe St. Petersburg-Riga werden von dem privaten Unternehmen "Latvijas Expresis" betrieben. Meldungen, das Unternehmen wolle aufgrund der Krise seine Mitarbeiter entlassen und sich von seinem Schlafwagen-Bestand trennen, wurden bislang offiziell weder bestätigt, noch dementiert. 

Vorerst bleiben auch alle anderen internationalen Zugverbindungen von und nach Russland unterbrochen - mit zwei Ausnahmen. Zwischen Kaliningrad sowie Moskau und St. Petersburg fahren schon seit einigen Monaten wieder direkte Nachtzüge, der Aus- und Zustieg von Fahrgästen auf dem Territorium von Litauen und Weißrussland ist allerdings nicht erlaubt. Auch der Verkehr mit der von Georgien abgespaltenen Republik Abchasien wurde wieder aufgenommen.

Im Inlandsverkehr gibt es zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember kaum Veränderungen auf Routen, die von ausländischen Reisenden stark frequentiert werden (Quelle: Pressemeldung RZD, Russisch): In Moskau wechseln einige Züge den Start- und Zielpunkt der Reise. Insbesondere wird die Zahl der Fernzüge am Kursker Bahnhof reduziert, um dort den weiteren Ausbau des Regionalverkehrs zu ermöglichen. Zwei Zugpaare zwischen der Hauptstadt und den Schwarzmeer-Ferienorten Anapa und Sotschi werden dafür vom Kursker zum Kiewer Bahnhof verlegt.

Leider wird das Zugangebot auf der sibirischen Baikal-Amur-Magistrale weiter ausgedünnt. Die bisherige Direktverbindung Krasnojarsk-Sewerobaikalsk wird zum Fahrplanwechsel nach Ust-Ilimsk umgeleitet und erreicht somit den Nordzipfel des Baikalsees nicht mehr. Im Süden des Landes gibt es eine tägliche "Lastotschka"-Langstreckenverbindung zwischen Rostow am Don, Sotschi und dem Skisport-Zentrum "Rosa Chutor" - allerdings mit gewöhnungsbedürftigem Fahplan und Ankunft am Ziel in den Bergen gegen 2:20 Uhr in der Nacht. Zwischen

 St. Petersburg und Sotschi/Adler soll künftig ganzjährig ein zweiter Direktzug verkehren, der aufgrund seiner ungewöhnlichen Route via Tula, Lipezk und Wolgodonsk aber für die Fahrt rund 10 Stunden länger benötigt als der direkte Schnellzug.


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