Moskauer Stadtväter planen Kauf von Amphibienbussen

Hamburg hat sie schon, Budapest auch, und bald heißt es wohl auch in Russlands Hauptstadt: Bus Ahoi! Die Moskauer Stadtverwaltung hat angekündigt, in Kürze zehn Amphibienbusse zu bestellen. Die sollen nach dem Willen der Stadtväter ab 2020 auf dem Moskwa-Fluss und auf den Straßen im Zentrum der Hauptstadt gleichermaßen unterwegs sein. Zunächst sollen die Fahrzeuge nur eine einzige Route befahren. Deren schwimmender Teil verläuft zwischen der Metro-Brücke an den Sperlingsbergen und der Nowospasski-Brücke südöstlich des Moskauer Kremls. Über Moskaus Straßen geht es dann am Roten Platz und der Christerlöser-Kathedrale vorbei bis zur Lomonossow-Universität im Südwesten der Stadt.

Wie auf einer so langen Strecke ein von der Stadt angekündigter Zehn-Minuten-Takt funktionieren soll, bleibt vorerst ein Geheimnis.

Bootsfahrten auf der Moskwa sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Mittlerweile gibt es die Flusstouren wahlweise auch mit Frühstück, festlichem Dinner oder zu besonderen Anlässen wie dem Feuerwerk am 9. Mai, dem Tag des Sieges über Hilter-Deutschland. Selbst im russischen Winter machen die Flusskapitäne inzwischen keine Pause mehr, Touristen können die Moskwa-Tour dann auf einem kleinen Ausflugs-Eisbrecher antreten.

Die Amphibienbusse sollen übrigens nicht die einzige Neuerung auf dem Fluss werden. Geplant ist auch, künftig zusätzliche Ausflugsrouten in westlicher Richtung anzubieten. Bislang enden alle Touren meist an der Brücke unterhalb des Kiewer Bahnhofs, künftig soll eine neue Bootslinie weiter nach Westen verkehren - an den spektakulären Wolkenkratzern der Moskau-City und nicht ganz so spektakulären Industriegebieten vorbei bis zum Park von Fili und weiter. 


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