Rhein-Wolga-Blog - März 2019

Neues aus Russland und in diesem Reiseblog

Reiseinfos, Berichte, Online-Reiseführer:

Russische Eisenbahn bietet kostenloses WLAN an Bahnhöfen

Wartehalle Kasaner Bahnhof in Moskau

In Sachen Digitalisierung muss Russland keinen Vergleich mit westlichen Ländern scheuen, und in den großen Städten des Landes braucht ein Reisender gewöhnlich auch nicht lange suchen, bis er in Läden, Lokalen oder an öffentlichen Plätzen gebührenfreie Internet-Verbindungen angezeigt bekommt. Auch die Russische Eisenbahn RZD arbeitet kräftig daran mit. Bis Ende 2019 soll die Zahl der Bahnhöfe mit kostenlosem WLAN auf rund 220 ansteigen. Schon seit 2015 gab schnelles Internet an den allergrößten Bahnhöfen des Landes, jetzt wird der Ausbau des Angebots noch einmal spürbar beschleunigt. Wurden anfangs vor allem die Millionenstädte (in Moskau alle Fernbahnhöfe) und große Ferienzentren wie Sotschi bedacht, erreicht der Ausbau jetzt auch zunehmend die Provinz.

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Das Zentrum von Klein-Sibirien - Syktywkar

Fähre am Syssola-Fluss Syktyvkar

Im äußersten Nordosten des europäischen Russlands liegt die unberührte Wildnis der autonomen Komi-Republik mit ihren endlosen Wäldern, dem Uralgebirge im Osten und der Tundra im Norden. Kaum eine Region Europas ist weniger erschlossen, und eine Reise zu den grandiosen Naturlandschaften gleicht noch heute in den meisten Fällen einer Expedition. Wer sich auf den Weg dorthin macht, dessen Route führt mit einiger Wahrscheinlichkeit auch durch Syktywkar. Die Hauptstadt der Komi-Republik wirkt vielerorts wie ein viel zu groß geratenes Dorf mitten in der Taiga, das durch Zufall zu Größerem bestimmt wurde. Die Einwohnerzahl der verträumten Kleinstadt explodierte erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Aeroflot führt Tarif für Flüge ohne Aufgabegepäck ein

Aeroflot-Flugzeuge in Moskau Scheremetjewo

Lufthansa, Austrian Airlines und viele andere haben ihre Preissysteme schon vor Jahren umgestellt - nur bei Russlands Aeroflot war lange alles wie zu guten alten Zeiten: Jeder Fluggast konnte grundsätzlich ohne Zusatzkosten mit seinem Koffer einchecken. Doch nun hat auch die führende russische Fluggesellschaft offenbar vor, mit Verspätung eine weltweit verbreitete Unsitte zu übernehmen: Ab 2. April soll es auf Aeroflot-Flügen nach Deutschland und Italien einen neuen, besonders günstigen Tarif für Passagiere ohne Aufgabegepäck geben. Das berichten jetzt die Wirtschaftszeitung "Kommersant" und viele andere Medien. Mit der Maßnahme erhofft sich das Management offenbar, bei Geschäftsreisenden zu punkten.

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Versailles mit Ostseeblick - Schloss Peterhof

Mit seiner Residenz am Finnischen Meerbusen westlich der neu gegründeten Hauptstadt Sankt Petersburg wollte Zar Peter der Große sich und seinem langwierigen Kampf um den Zugang zur Ostsee ein triumphales Denkmal setzen - und nebenbei mindestens das französische Versailles übertreffen. Vermutlich ist es ihm und seinen Nachfolgern gelungen. Der Barockpalast Peterhof, die Parkanlagen ringsherum und die beeindruckenden Springbrunnen ziehen jedes Jahr über drei Millionen Touristen aus aller Welt an. Und gefühlt werden es mit jeder Saison immer mehr. 

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Kreml macht einfachere Einreisebestimmungen zur Chefsache

In der russischen Führung wird immer lauter darüber nachgedacht, die Einreisebestimmungen für Ausländer spürbar zu erleichtern - und das möglicherweise sogar einseitig für Besucher aus Westeuropa. Russlands Staatschef Putin erklärte die Liberalisierung der vergleichsweise komplizierten Visa-Vorschriften zur Chefsache. Außen- und Innenministerium, der für den Grenzschutz zuständige Geheimdienst FSB und die Tourismusbehörde sollen ihm bis Ende März entsprechende Vorschläge auf den Tisch legen. In der Praxis dürfte es darauf hinauslaufen, dass ein nennenswerter Personenkreis künftig sogenannte E-Visa beantragen kann. Dabei könnte dann ein Prozedere zum Einsatz kommen wie für Besucher der Fußball-Weltmeisterschaft 2018.

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