Rhein-Wolga-Blog - November 2018

Neues aus Russland und in diesem Reiseblog

Reiseinfos, Berichte, Online-Reiseführer:

Das große Fernweh - Moskaus Platz der drei Bahnhöfe

Versprochen: Am "Platz des Komsomol" in Moskau packt jeden das Fernweh. Hier stehen in direkter Nachbarschaft drei der neun großen Bahnhöfe der russischen Hauptstadt. Von hier starten Züge, die ein Drittel der Erde umrunden - die längsten durchgehenden Schlafwagen-Verbindungen der Welt von Moskau nach Peking und Wladiwostok. Ein Denkmal kündet von Kilometer Null der großen Transsibirischen Eisenbahn. Auf der anderen Straßenseite beginnen und enden unter anderem die Express-Züge nach MittelasienWer auf einer Russland-Reise nach der Hauptstadt Moskau auch andere Teile des Landes mit dem Zug besuchen will, kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann hier vorbei. 

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Basiliuskathedrale nach vielen Jahren wieder komplett zugänglich

Basilius-Kathedrale in Moskau nachts

Die Moskauer Basiliuskathedrale ist ein Symbol Russlands und eine der Top-Sehenswürdigkeiten der russischen Hauptstadt. Täglich bestaunen unzählige Touristen beim Bummel über den Roten Platz den kühnen Bau aus dem 16. Jahrhundert mit seinen farbenfrohen Kuppeln. Viele Besucher ahnen gar nicht, dass es sich bei dem atemberaubenden Bauensemble streng genommen um elf einzelne Kirchen handelt. Die sind nun nach extrem langwierigen Sanierungsarbeiten erstmals seit Jahrzehnten alle wieder öffentlich zugänglich. Die im November wiedereröffnete Kirche des Seligen Johannes von Moskau war ganze 90 Jahre lang für Besucher verschlossen geblieben. Seit 2016 hatten Experten deren Dach, die Mauern und kostbare Wandmalereien restauriert.

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Superdom auf dem Sumpf - Die Isaakskathedrale

Isaakskathedrale in Sankt Petersburg

Über 100 Meter ragt ihre vergoldete Kuppel in den Himmel von Sankt Petersburg. Weil es im Petersburger Stadtzentrum keine Hochhäuser gibt, ist sie von weit her zu sehen: Die riesige der Isaakskathedrale war einst als größte Kirche des Zarenreichs geplant worden, vier Jahrzehnte lang dauerten die Bauarbeiten. Bislang sind orthodoxe Priester und Würdenträger in dem klassizistischen Prunkbau nur Gäste, wenn sie gelegentlich einen feierlichen Gottesdienst feiern. Im Gegensatz zu den meisten Kirchen Russlands blieb die Isaakskathedrale auch nach der Wende in Russland ein staatliches Museum. Pläne der Petersburger Regionalregierung, dies zu ändern, sorgten 2017 für ziemlich lautstarken Aufruhr weit über die Stadtgrenzen hinaus.

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Russlands neuer Bahnfahrplan 2019: Angebot bleibt stabil

Fernzüge der RZD am Bahnhof Rjasan

Am 9. Dezember heißt es in ganz Europa und auch in Russland bei der Eisenbahn: Fahrplanwechsel. Der neue Fahrplan 2019 für das größte Land der Welt bringt dieses Mal keine echten Sensationen für Transsib, BAM, „Sapsan“ und Co. Links und rechts der bei Ausländern populärsten Strecken baut die Russische Staatsbahn RZD ihr Angebot leicht aus. So soll es 2019 zwölf Fernzug-Paare mehr geben als im laufenden Jahr. Das jämmerliche Restangebot an Zügen zwischen Russland und Westeuropa sowie dem Baltikum bleibt erhalten (das Problem mit der offiziell für Ausländer gesperrten Grenze zwischen Russland und Weißrussland allerdings vorerst auch). 

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Russlands Schicksals-Archipel - Die Solowezki-Inseln

Beim Namen dieser einsamen Inselgruppe im Weißen Meer, hoch im Norden Russlands, beginnt für vielen Russen ein dramatisches Kopfkino. Die Solowezki-Inseln, abgekürzt Solowki genannt, stehen für eines der größten Heiligtümer der russisch-orthodoxen Kirche und eine dramatische Geschichte als Konzentrationslager für Gegner der Sowjetmacht. Kaum irgendwo liegen Himmel und Hölle so nah beieinander - die Solowki sind gleichermaßen Inbegriff des mörderischen Gulag-Systems und Symbol tiefer Frömmigkeit. Wer die weite Anreise auf sich nimmt, wird reichlich belohnt: Neben der oft düsteren Geschichte macht auch die Natur am Weißen Meer die Inseln zu einem der bemerkenswertesten Orte in ganz Russland.

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Kurische Nehrung soll endlich Fernradweg bekommen

Die Behörden in Russlands Ostsee-Exklave Kaliningrad wollen ein schon seit einer gefühlten Ewigkeit angekündigtes Tourismus-Projekt endlich umsetzen: Der russische Teil des Nationalparks auf der Kurischen Nehrung soll endlich einen durchgehenden Fahrradweg erhalten. Auf 56 Kilometer Länge soll er den Badeort Selenogradsk (Cranz) mit dem russisch-litauischen Grenzübergang bei Morskoje (Pillkoppen) verbinden. Für Planungsarbeiten und Umweltgutachten sei in Moskau das Geld bereitgestellt, meldet die Agentur Interfax. Als Zeitpunkt für den Baubeginn ist das Jahr 2020 im Gespräch. Schon heute gibt es auf der schmalen Landzunge zwischen Ostsee und Kurischem Haff vorbildlich ausgebaute Radewege - aber nur in Litauen.

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Bauwagen, Kreml, Bergarbeiter-Sanatorium - Ungewöhnliche Unterkünfte in Russland

Irgendwo in Russland eine vernünftige Unterkunft zu finden - das war noch nie einfacher als heute. Auch in der tiefen Provinz gibt es Hotels, Hostels, Zimmer in Erholungsheimen oder Ferienwohnungen zu mieten. Wem das alles aber zu langweilig ist, der kann mittlerweile auch an vielen ausgefallenen Orten unterkommen - in den Gästezimmern von Klöstern und Nationalparks, auf Jurten-Campingplätzen und Hausbooten in der Wolga oder im Kapsel-Hotel auf einem der Moskauer Flughäfen. Wenn wir in Russland unterwegs sind, wohnen wir meist in kleinen familiär geführten Hotels - oft sehr gemütlich, aber meist nicht wirklich spektakulär. Von einigen ziemlich exotischen Unterkünften können wir allerdings inzwischen auch schon berichten.

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Quirlig, laut und fesch - Moskaus Twerskaja-Straße

Unter den wichtigsten Straßen in Russlands Hauptstadt Moskau ist sie wahrscheinlich die wichtigste: Die 1,6 Kilometer lange Uliza Twerskaja führt vom Moskauer Kreml aus in nordwestliche Richtung. Wer ihr folgen und immer weiter geradeaus fahren würde, käme irgendwann bis  nach Sankt Petersburg. Schon zu vorrevolutionären Zeiten lebten hier viele wichtige Persönlichkeiten, prächtige Bauten säumten die Straße zu beiden Seiten. Nach der Revolution änderte sich das Straßenbild durch zahlreiche repräsentative Neubauten - und um die Straße zu verbreitern, wurden sogar ganze Häuser verschoben. Wer vom Sowjetstaat hier eine Wohnung zugewiesen bekam, hatte es in der sozialistischen Gesellschaft zu höchsten Ehren gebracht. 

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