Rhein-Wolga-Blog - Oktober 2018

Neues aus Russland und in diesem Reiseblog

Reiseinfos, Berichte, Online-Reiseführer:

Grenze Russland - Weißrussland: Es bleibt kompliziert

Seit mittlerweile gut zwei Jahren leiden ausländische Reisende nun schon unter einer bizarren Regelung, die ihnen verbietet, auf dem Landweg die direkte Strecke aus Westeuropa über Weißrussland nach Russland zu nutzen. Der Grund: Ausgerechnet die Grenze zwischen den beiden verbündeten Ländern ist offiziell für alle Bürger aus Drittstaaten geschlossen, weil es dort keine offiziellen Grenzübergänge gibt. Seit 2016 hatten die Regierungen in Moskau und Minsk mehrfach angekündigt, sie wollten die Probleme so schnell wie möglich regeln. Doch bislang gibt es bei den Verhandlungen keinen Durchbruch, ein Abkommen über die Schaffung einer Art "Mini-Schengen" zwischen Russland Belarus wird nicht fertig. 

mehr lesen

Im Schatten der fünf Gipfel - Pjatigorsk

Russlands großer Romantiker Michail Lermontow verbrachte hier die letzten beiden Monate seines Lebens, bevor er bei einem Duell tödlich verletzt wurde. Seit fast 200 Jahren ziehen sage und schreibe 38 Heilquellen auf dem Stadtgebiet Kurgäste von nah und fern an. Mit über 140.000 Einwohnern ist Pjatigorsk heute der größte der Mineralwasser-Kurorte in Russlands Nordkaukasus. Die Stadt am Fuß des Maschuk-Bergs steht heute ein wenig im Schatten des weiter südlich gelegenen Kislowodsk - zu Unrecht, denn Pjatigorsk hat Reisenden ebenfalls eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten und beschaulichen Parks zu bieten.

mehr lesen

Russen suchen neue Namen für ihre Flughäfen

Die größten Flughäfen in Russland sollen bis zum Ende des Jahres neue Namen erhalten. Ein im Oktober gestartetes mehrstufiges Projekt sieht vor, dass 45 Airports im Land künftig nach einer bekannten, mit der jeweiligen Region verbundenen Persönlichkeit benannt werden. In einer ersten Stufe werden jeweils vor Ort Vorschläge gesammelt und die populärsten davon schließlich Ende November im Internet zur Abstimmung gestellt. Zugelassen sind unter anderem Schriftsteller, Künstler, Wissenschaftler und Militärs. Ob eine Teilnahme an der Abstimmung auch aus dem Ausland möglich ist, konnten wir noch nicht herausfinden. Mancherorts machen Initiativgruppen aber bereits mächtig Reklame für ihre Favoriten, wohl nicht immer im Sinne der Obrigkeit:

mehr lesen

Flanieren wie die Dichter - Der Petersburger Sommergarten

Den ersten Stadtpark von Sankt Petersburg ließ Zar Peter der Große noch höchst persönlich anlegen - in direkter Nachbarschaft zu seinem Sommerpalast an der Newa. Die Anlage mit ihren schattigen Alleen, italienischen Marmorstatuen und Brunnen ist heute einer der Lieblingsorte vieler Petersburger. Die wichtigsten Köpfe der russischen Kultur liebten den Sommergarten und fanden beim Flanieren Inspiration. Von Alexander Puschkin bis Joseph Brodsky widmeten Poeten ihre Verse der berühmten Grünanlage - und zwar in rekordverdächtigem Ausmaß: Insgesamt wird der Park in mehr als 200 Gedichten erwähnt. Im Gegensatz zur Zarenzeit ist der Zutritt heute problemlos auch für Bürgerliche möglich - fast das ganze Jahr über.

mehr lesen

Bahn will 3.-Klasse-Passagiere in Schlafkapseln stecken

Bei der Russischen Eisenbahn (RZD) soll es in den kommenden Jahren den seit Jahrzehnten verwendeten Dritte-Klasse-Wagen ("Platzkartny") an den Kragen gehen: Russlands Bahnchef  Oleg Belosjorow kündigte für die kommenden Jahre die Einführung neuartiger Waggons anstelle der bisher gebräuchlichen an. Derzeit werde geprüft, ob die derzeitigen offenen Liegewagen durch Schlafkapseln ersetzt werden. Jeder Fahrgast solle ein wenig Privatsphäre haben, zitierten ihn russische Medien. Wie das mit den Kapseln genau aussehen soll, weiß wahrscheinlich auch die RZD noch nicht so genau. Fest steht aber: Die Plazkartny-Waggons der Zukunft sollen auch mit Steckdosen für alle Passagiere und sogar mit Duschen ausgestattet werden.

mehr lesen