Rhein-Wolga-Blog

Neues aus Russland und in diesem Reiseblog:

AUGUST 2018

Antimonopolbehörde rüffelt Billigflieger "Pobeda"

Die Billig-Airline "Pobeda" hat Ärger mit Russlands Antimonopol-Behörde. Im Zentrum des Streits stehen mal wieder die "unkonventionellen" Gepäckbestimmungen der Aeroflot-Tochtergesellschaft, wie Moskauer Medien gerade berichten. Den Marktwächtern war eine Einstellung der Buchungsmaschine übel aufgestoßen. Wer mit einer Gruppe bei "Pobeda" fliegen wollte, hatte bei der Buchung nicht mehr die freie Auswahl zwischen verschiedenen Gepäckmengen. Alle Fluggäste außer dem ersten mussten auch dann für 20 Kilogramm Gepäck bezahlen, wenn sie tatsächlich wesentlich weniger mitnehmen wollten. Mit lediglich 10 Kilogramm und für lediglich ein Drittel ein Drittel der Gepäckgebühren einzuchecken, wurde ihnen gar nicht erst angeboten.

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Vom Kaukasus umzingelt - Archys

Tief versteckt in den Bergen des Großen Kaukasus liegt einer der landschaftlich schönsten Ferienorte der Region - Archys. Von allen Seiten überragen bis zu 3.600 Meter hohe Gipfel das kleine Dorf im Süden der Teilrepublik Karatschai-Tscherkessien. Die russische Regierung hat große Pläne mit dem verschlafenen Nest und will hier ein Skisport-Zentrum ersten Ranges etablieren. Vor allem Bergwanderer können hier auf ihre Kosten kommen - wenn sie sich auf den Besuch vorbereiten. Wer sich für die Geschichte der Kaukasus-Region interessiert, findet ganz in der Nähe von Archys spektakuläre Überreste eines untergegangenen mittelalterlichen Königreichs.

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Leere Bankautomaten, leere Läden

Genau vor 20 Jahren, am 17. August 1998, brach das russische Finanzsystem zusammen. Folge war ein solches Chaos, dass das aktuelle Geschehen in der Türkei im Vergleich noch ziemlich harmlos aussehen lässt. Und ich war damals mitten drin:

Moskau (August 1998)
. Das letzte Jahr meines Moskauer Wirtschaftsstudiums begann äußerst spannend. Nicht, dass sich am bescheidenen Niveau der Vorlesungen etwas geändert hätte. Auch mit dem Nebenjob wollte es nicht recht klappen. Die Deutschgruppe an der privaten Sprachschule, an der ich abends unterrichtete, war mangels Beteiligung aufgelöst worden. Aber dramatisch war etwas ganz anderes: Der Start ins Studienjahr fiel mitten in die fatale Rubelkrise. 

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Prominente zeigen Touristen die Tataren-Republik

Mit einer ziemlich coolen Idee will die regionale Tourismus-Agentur von Russlands autonomer Republik Tatarstan mehr Besucher an die Wolga locken: Gleich in mehreren Städten werden dort künftig Prominente kostenlose thematische Führungen und Stadtspaziergänge anbieten. Künstler, Sportler und Regionalpolitiker habe man für eine Kampagne angeworben, teilt "Visit Tatarstan" auf seinem Profil im russischen Netzwerk VK mit. Die Führungen sind nicht nur in der Tataren-Hauptstadt Kasan, sondern auch auf der Klosterinsel Swijaschsk, in der einstigen Hauptstadt der Wolga-Bulgaren, Bolgar, und sogar in der Industriestadt Nabereschnyje Tschelny geplant, die bislang weniger als Reiseziel, sondern nur als Heimat der robusten Kamaz-Laster bekannt war.

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Weiße Nächte, Weißes Meer, weiße Wale: Reisebericht Nordrussland

Unzählige Seen, dichte Wälder und stille Buchten im Süden, nördlich davon Waldtundra und sogar ein kleines echtes Gebirge - die Landschaften zwischen Karelien, Weißem Meer und Halbinsel Kola sind ein Traum für Liebhaber von wilder Natur und Einsamkeit. Und als wäre das nicht genug, locken in Russlands Norden noch die einzigartigen Solowezki-Inseln, auf denen sich die ganze Dramatik der russischen Geschichte widerspiegelt wie in einem Brennglas. Im Sommer 2018 verbanden wir einen Besuch in Sankt Petersburg mit einer Reise zum Polarkreis. Während Russlands Metropolen ganz im Zeichen der Fußball-WM standen, erlebten wir im Norden unser völlig anderes „Sommermärchen“, in dem es nachts niemals dunkel wurde.

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Nordwind nimmt Kurs auf Deutschland

Die Zahl der Fluggesellschaften, die Russland und Deutschland verbinden, wird noch größer. Jetzt drängt es auch "Nordwind Airlines" auf den deutschen Markt: Ab dem 26. August verkehren deren Maschinen täglich zwischen Moskau-Scheremetjewo und Düsseldorf. Auf der Webseite des Unternehmens hat bereits der Ticketverkauf begonnen - und zumindest in der Anfangsphase gibt es durchaus attraktive Kampfpreise. Für Anfang September etwa sind einfache Flüge von Moskau an den Rhein inklusive aufgegebenem 20-Kilogramm-Koffer für weniger als 70 Euro zu haben. Eine mögliche Kostenfalle lauert beim Handgepäck: "Nordwind" erlaubt nur fünf Kilogramm und damit deutlich weniger als Aeroflot und Co. 

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