Rhein-Wolga-Blog

Neues aus Russland und in diesem Reiseblog

MAI 2018:

Abkommen mit Weißrussland: Freie Fahrt zur Fußball-WM

Wenige Wochen vor dem Start der Fußball-WM haben die Außenminister von Russland und Weißrussland in Minsk ein Abkommen unterzeichnet, dass die Anreise der Fußball-Fans regelt: Ausländer dürfen demnach ohne weißrussisches Transitvisum auf direktem Weg zur Weltmeisterschaft fahren, wenn sie ein Ticket und eine sogenannte Fan-ID besitzen. Auch die seit Ende 2016 offiziell für alle Ausländer gesperrte Grenze zwischen beiden Ländern können die WM-Gäste dann unbeanstandet passieren. Dass Fußball-Fans ohne Visum nach Russland einreisen dürfen, war bereits seit längerer Zeit bekannt. Nun steht fest, dass dies auch auf dem direkten Landweg möglich ist. 

Die in Minsk getroffene Regelung gilt vom 4. Juni bis zum 25. Juli. Für Reisende ohne Lust auf Sport-Events ändert sich vorerst nichts.

mehr lesen

Die Hauptstadt der Osseten - Wladikawkas

Seine Existenz verdankt Wladikawkas dem angeblichen "Erfinder" der Potemkinschen Dörfer: Fürst Grigori Potjomkin war die strategische Bedeutung dieses Ortes direkt nördlich der Kaukasus-Berge sofort klar, als er hier am Ufer des Terek-Flusses eine Festung anlegen ließ. Innerhalb von 250 Jahren wuchs Wladikawkas zu einer Großstadt mit über 300.000 Einwohnern heran, die sich jedoch mancherorts den Charme der vorrevolutionären Zeit bewahren konnte. Bislang sind Touristen in der Hauptstadt von Russlands Teilrepublik Nordossetien noch eine exotische Erscheinung, Sie stoppen hier allenfalls, wenn auf dem Weg von Russland nach Georgien der einzige Grenzübergang wegen Lawinengefahr oder nach einem Erdrutsch wieder einmal gesperrt ist. Dabei lohnt Wladikawkas durchaus einen gründlicheren Blick.

WM-Tickets fast nur noch über dubiose Zwischenhändler

Gut einen Monat vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiels für die Fußballweltmeisterschaft in Russland müssen kurzentschlossene Fußballfans jetzt sehr tapfer sein: Viele Spiele sind bereits komplett ausverkauft, zumindest offiziell. Stattdessen beginnt die goldene Zeit der Ticket-Zwischenhändler. Die FIFA warnt bereits öffentlich davor, Karten für die Spiele irgendwo außer auf ihrem eigenen Internet-Portal zu kaufen. Der Welt-Fußballverband betont, dass Tickets, die auf andere Weise erworben wurden, ungültig sind und deren Besitzer kein Anrecht auf Einlass in die Fußballstadien haben. Somit gehen Fußballfans sogar dann ein nicht ganz unerhebliches Risiko ein, wenn sie auf dem Schwarzmarkt tatsächlich echte Karten erhalten.

mehr lesen

Moskaus legendärer Boulevard - Der Arbat

Ganze 1,2 Kilometer lang ist eine der bekanntesten Straßen MoskausDer Arbat (auch Alter Arbat genannt) ist ein Relikt der vorrevolutionären Zeit, blieb viel vom alten Moskau erhalten. Schon vor der Oktoberrevolution entwickelte sich die Gegend zu einem der Lieblingsbezirke für Künstler und die Moskauer Intelligenzija. Die einstige Hauptstraße auf dem Weg vom Kreml zum westlichen Stadtrand wurde Mitte der 1980-er Jahre zur ersten Fußgängerzone der Metropole umgewandelt.

Der Arbat gehört seither den Spaziergängern, Straßenmusikanten und Andenken-Verkäufern. Wer es nicht bis zum Ismailowski-Markt schafft, findet garantiert auch hier alle Russland-Souvenirs, die man sich wünschen kann. Für viele Touristen gehört ein Bummel deshalb zum Pflichtprogramm.

Künftig Ortszeit - Russische Eisenbahn dreht an der Uhr

Bahnhofsuhr Russland Moskauer Zeit

Frühstücken, wenn die Uhr erst Mitternacht zeigte und Abendessen am Vormittag - einen derart merkwürdigen Tagesablauf gab es bislang in den Zügen der Transsibirischen Eisenbahn. Denn in allen Fernverkehrszügen und an den Bahnhöfen des größten Landes der Erde gilt seit Jahrzehnten die Moskauer Zeit. Doch damit ist künftig Schluss: Die Russische Eisenbahn RZD stellt ihren Personenverkehr komplett auf Ortszeit um. Viele russische Medien meldeten die revolutionäre Neuerung, die offiziell zum 1. August in Kraft treten wird. Die Staatsbahn begründet den Übergang zur regionalen Zeitzone mit dem selben Argument, mit dem sie bislang die Gültigkeit der Moskauer Zeit für ganz Russland verteidigt hatte - mit dem Wohl der Fahrgäste. 

Vor allem in den kommenden Wochen heißt es: Einen kühlen Kopf bewahren, um nicht aufgrund des Zeitwirrwarrs die Bahn zu verpassen.

mehr lesen

Aeroflot verlegt Inlandsflüge zu neuem Scheremetjewo-Terminal B

Der Flughafen Moskau-Scheremetjewo war ja schon bisher etwas kompliziert: D, E oder F - da musste man sich erst einmal zurechtfinden. Jetzt kommt noch ein Abfertigungsgebäude dazu: Die größte russische Fluggesellschaft Aeroflot verlegt ihre Inlandsflüge am Drehkreuz Moskau-Scheremetjewo in das neue Terminal B. Anfang Mai werden die ersten Passagiere ihre Reise von der kürzlich fertiggestellten Abflughalle auf der Nordseite der Start- und Landebahnen beginnen. Terminal B steht an der Stelle des 1964 eröffneten Scheremetjewo-1. Über diesen ältesten Teil des Airports waren noch bis vor einigen Jahren Inlandsflüge abgewickelt worden. 2015 wurde das alte Scheremetjew-1-Abfertigungsgebäude abgerissen. 

Im Gegensatz zu früher müssen Transitreisende zwischen den Terminals nicht mehr mit Bussen um die Rollbahnen herumgefahren werden.

mehr lesen