Rhein-Wolga-Blog

Neues aus Russland und auf dieser Seite

JANUAR 2018:

Erstes Skigebiet in Tschetschenien eröffnet

Wenn alles nach den Wünschen der russischen Behörden läuft, dann verbringen Skiurlauber ihre Ferien künftig nicht mehr am Wendelstein oder Wildkogel in den Alpen, sondern zum Beispiel in Wedutschi im Nordkaukasus . Das klingt bizarr, aber Ende Januar wurde in den Bergen von Tschetschenien das erste Skigebiet der Region eröffnet. Das millionenschwere Investitionsprojekt 80 Kilometer südlich der tschetschenischen Hauptstadt Grosny ist Teil einer Tourismusstrategie, die Russlands  Kaukasus-Republiken als Reiseziel attraktiver machen sollen. Zur Eröffnung erklärte der allmächtige tschetschenische Republik-Chef Ramsan Kadyrow, auch ausländische Urlauber würden sich in Wedutschi wohlfühlen - so meldete es die Agentur Interfax

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Moskaus "angesehene Stadtviertel"

Kaum etwas auf der Welt ist komplizierter, als in Moskau eine gescheite Wohnung zu finden. Das war in den Umbruchjahren nach dem Zerfall der Sowjetunion nicht viel anders als heute. Ein persönlicher Rückblick:

 

Moskau (April 2000). Zugegeben, selbst manche russische Freunde verzogen den Mund zu einem Grinsen, als sie unsere neue Adresse hörten. "Wir wohnen jetzt in der Dritten Heizkörperstraße, Haus 13." Nein, angeben konnte man mit einer solchen Anschrift nicht. Im Nordwesten Moskaus, versteckt hinter den Häusern der Leningrader Chaussee, liegen die drei Heizkörper-Straßen mit ihren niedrigen - das heißt fünf- bis zwölfstöckigen Wohnblocks aus verschiedenen Nachkriegsjahrzehnten - und vielen hohen Bäumen an den Straßenrändern.

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Tabula rasa zur WM: Jekaterinburgs Fernsehturm wird gesprengt

Wenige Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland werden die Austragungsorte noch mit Hochdruck herausgeputzt. Ein besonders drastischer Schritt steht nun in der östlichsten WM-Stadt Jekaterinburg im Ural bevor. Dort sind offenbar die Tage des legendären, 220 Meter hohen Fernsehturms gezählt, der bislang die Stadtsilhouette prägte. Die Moskauer Tageszeitung "Kommersant" berichtete, das vor Ort bereits die Vorbereitungen für Sprengarbeiten begonnen hätten. Der nur halb fertig gebaute Fernsehturm gilt als zweithöchste Bauruine der Welt - und wurde bislang von der Bevölkerung überwiegend als Schandfleck wahrgenommen. Doch jetzt, wo die Tage des Bauwerks gezählt scheinen, gibt es auch Abrissgegner.

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Ein Canyon, viele Wasserfälle - Die Agura-Schlucht

Nur eine kurze Busfahrt vom quirligen Stadtzentrum von Sotschi entfernt können Wanderer einen echten Canyon erwandern. Die Agura-Schlucht beeindruckt durch eine Kaskade von Wasserfällen des Agura-Flüsschens, subtropische kolchische Wälder und steile Felswände, die auf beiden Seiten steil in den Himmel hinaufragen. Wegen der Nähe zur Stadt kommen viele Besucher zum Wandern in das kühle schattige Tal, in dem die ersten Wanderwege schon vor über 100 Jahren von der Vereinigung der Kaukasus-Bergwanderer angelegt wurden. Wer den steilen Aufstieg nicht scheut, hat von den knapp 400 Meter hohen Adlerfelsen oberhalb des Canyons einen phantastischen Fernblick auf die über 3.000 Meter hohen Gipfel des westlichen Kaukasus. Der Agura-Canyon ist Teil des Sotschi-Nationalparks und eng verbunden mit der Prometheus-Geschichte aus der antiken griechischen Mythologie.

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Behörden gehen gegen Hotelbesitzer am Baikalsee vor

Hotelneubau am Baikalsee (Symbolbild)
Hotelneubau am Baikalsee (Symbolbild)

Am Baikalsee nimmt ein Konflikt zwischen Behörden und Tourismuswirtschaft an Fahrt auf. Zentrum der Auseinandersetzung ist die auch bei Sibirienreisenden aus dem Westen populäre Insel Olchon am Westufer des Sees. Die Verwaltungsregion Irkutsk hat rund 50 Besitzer von Ferienanlagen und Hotels wegen Verstößen gegen die Umweltgesetze verklagt, fordert Schadenersatz und den Abriss von Gebäuden. Einem Bericht des Tourismus-Fachportals "Tourdom.ru" zufolge (Russisch) hat die Staatsanwaltschaft außerdem in 16 Fällen Strafanzeige gegen Eigentümer touristischer Objekte erstattet. Die Vorwürfe betreffen insbesondere Probleme bei der Abwasserentsorgung.

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Shoppen im Kitsch-Palast - Der Ismailowo-Markt

Echte und gefälschte Antiquitäten, Kunstwerke echter Genies und verkannter Künstler, Pelzmützen und hölzerne Matrjoschka-Puppen in allen nur erdenklichen Varianten - die Auswahl ist schier unendlich. Der "Vernissage"-Markt von Ismailowo am östlichen Stadtrand von Moskau ist das Mekka für Souvenirjäger in Russland. Vermutlich nirgendwo in Russland ist die Auswahl an Kunsthandwerk, Trödel und Nippes größer als hier - zumindest während der Sommersaison. Was einst als ein riesiger Flohmarkt und Künstlertreff begann, findet mittlerweile inmitten pseudohistorischer Kulissen statt. Im russischen Baustil des 16. Jahrhunderts wurde hier um die Jahrtausendwende herum ein recht imposanter Fantasie-Kreml aus dem Boden gestampft.

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Russland führt Tax-free-System ein

Seit dem Jahreswechsel können ausländische Reisende sich auch in Russland bei größeren Einkäufen nachträglich die 18-prozentige Mehrwertsteuer zurückerstatten lassen. Ein entsprechendes Gesetz trat zum 1. Januar 2018 in Kraft. Wie auch anderswo gibt es die Steuerrückzahlung aber erst ab einem Mindestwert, den die russischen Gesetzgeber im internationalen Vergleich recht hoch ansetzten: Ausländer müssen innerhalb eines Tages Waren im Wert von mindestens 10.000 Rubel (derzeit gut 140 Euro) erworben haben. Typische Russland-Souvenirs wie bemalte Matrjoschka-Puppen aus Holz fallen somit nicht unter die Tax-free-Bestimmungen, Schmuck aus Bernstein oder Ural-Halbedelsteinen aber unter Umständen schon.

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Best of Rhein-Wolga-Kanal 2017

Während der vergangenen zwölf Monate hat der "Rhein-Wolga-Kanal", der Blog für Russland-Reisende und alle, die es werden wollen, ein wenig an Fahrt aufgenommen. Für alle, die keine Zeit hatten, diese Seite regelmäßig nach Neuigkeiten zu durchsuchen zum Jahreswechsel anbei eine kleine Übersicht der am meisten angeklickten Berichte und Beiträge. Mit der richtigen Literatur zur Hand ("Spaziergänge durch den Nordkaukasus", "Im Vorortzug von Wladiwostok nach Moskau") gehen schon die Planungen für neue Touren weiter.

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