Rhein-Wolga-Blog

Neues aus Russland und auf dieser Seite

NOVEMBER 2017:

Wie aus dem Ei gepellt - Krasnaja Poljana

Rund 60 Kilometer vom zentralen Stadtbezirk von Sotschi entfernt entstand zu den Olympischen Winterspielen 2014 ein Wintersportzentrum für die alpinen Skiwettbewerbe. Oligarchen und Russlands Staatskonzerne stampften östlich der Ortschaft Krasnaja Poljana ganze neue Ferienorte mit Hotels, Skiliften, Gastronomie und Freizeitangeboten aus dem Boden, die auch über die Sotschi-Olympiade hinaus zu einem Leuchtturm für die russische Tourismusbranche werden sollten. Die Pläne gingen teilweise auf, tatsächlich verbringen zumindest russische Urlauber ihre Skiferien jetzt öfter als zuvor im Kaukasus statt in den Alpen. Doch die Retorten-Urlauberzentren von Krasnaja Poljana wecken gemischte Gefühle.

Spektakulärer Neubau für Russlands größtes Weltraummuseum

Das weltweit älteste Weltraummuseum in der russischen Provinzhauptstadt Kaluga, gut 200 Kilometer südwestlich von Moskau gelegen, soll im kommenden Frühjahr in einen wesentlich größeren Neubau umziehen. Das gab die Regionalregierung bei den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Museums bekannt. Medienberichten zufolge sind die Arbeiten mittlerweile zu rund 80 Prozent abgeschlossen. Für Besucher soll der Neubau voraussichtlich im kommenden April geöffnet werden. Mit 12.500 Quadratmetern wird die Ausstellungsfläche von Russlands bedeutendendster Sammlung für Weltraumtechnik künftig fünfmal so groß sein wie in dem bisherigen Hauptgebäude. 

Der riesige, barrierefreie Erweiterungsbau mit großen Panoramafenstern wurde in einen Hang hineingegraben. Dort soll es dann genügend Platz für die interessantesten Exponate aus dem Fundus geben, der insgesamt 75.000 Objekte umfasst.

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Mein Ausreisevisum - Grober Unfug à la Russe

Wenn man sich als Deutscher im Ausland aufhält, geht man gewöhnlich davon aus, dass man jederzeit nach Deutschland zurückkehren kann (wenigstens, solange man nichts ausgefressen hat und dafür im Gefängnis sitzt). In meiner Studentenzeit hatten die russischen Behörden zu dem Thema eine andere Ansicht: Keine Ausreise ohne Ausreisevisum. Ein paar Erinnerungen an den bizarrsten Unsinn, dem ich in 11 Jahren in Russland begegnet bin: 

 

Moskau (Dezember 1997/Januar 1998). Man hatte mich gewarnt, dass es Schwierigkeiten geben würde. Ich würde mir zu viel herausnehmen, fürchteten selbst ausländische Studienfreunde. Der ehrgeizige Plan bestand darin, Ende 1997 über Weihnachten und Silvester von Moskau nach Deutschland zu reisen.

Russische Eisenbahn nimmt Ukraine-Umgehung in Betrieb

Wer von Moskau nach Südrussland mit der Eisenbahn unterwegs ist, bleibt künftig während der ganzen Fahrt auf russischem Territorium. Bislang passierten alle Züge auf einem kurzen Abschnitt der wichtigen Nord-Süd-Trasse den östlichsten Zipfel der Ost-Ukraine. Die staatliche Bahngesellschaft RZD hat nun offiziell den Personenverkehr auf einer 137 Kilometer langen Neubaustrecke zwischen den Ortschaften Schurawka und Millerowo aufgenommen. Vor zwei Monaten waren bereits die Güterzüge auf die eilig fertig gebaute Strecke verlegt worden. Jetzt folgt schrittweise der Personenverkehr - zunächst ab 15. November alle Nachtzüge von Moskau oder Sankt Petersburg nach Rostow am Don, Sotschi und in die restliche Nordkaukasus-Region, die auf dem jetzt gemiedenen Abschnitt ohnehin keinen Zwischenstopp hatten.

Pläne für die neue Bahnstrecke existierten in Russland schon seit vielen Jahren. Wegen der völlig zerrütteten Beziehungen zwischen beiden Ländern nach dem Beginn der Ukraine-Krise 2014 wurde Bau massiv vorangetrieben.

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Russlands berühmtester Tatort - Uglitsch

Trotz seiner Lage an der Wolga scheint die Kleinstadt Uglitsch irgendwie noch nicht ganz im 21. Jahrhundert angekommen zu sein. Obwohl Moskau gerade einmal 200 Kilometer entfernt liegt, ist hier von der Hektik der russischen Hauptstadt nichts mehr zu spüren. Mit seinen vielen Kirchen und Klöstern hat Uglitsch sich eine gute Portion des Flairs einer alten, vorrevolutionären Provinzstadt

bewahrt. Touristen nähern sich dem sehenswerten Ort gewöhnlich bei einer Rundreise zu den Städten des Goldenen Rings oder auf einer Flusskreuzfahrt auf der Strecke von Moskau nach

Sankt Petersburg. Auf dem Gelände des Uglitscher Kremls können sie tief in die russische Geschichte eintauchen, denn hier kam es vor über 500 Jahren zu einem ebenso mysteriösen wie folgenschweren Todesfall - der Russland 15 Jahre Chaos bescherte.

Aeroflot erlaubt Übertragung von Bonusmeilen

Die größte russische Fluggesellschaft Aeroflot hat die Konditionen ihres Vielflieger-Programms spürbar verbessert: Künftig können Passagiere ihre Aeroflot-Bonusmeilen auch auf andere Teilnehmer-Konten übertragen. Bislang war dies im Gegensatz zu vielen großen westlichen Fluggesellschaften nicht möglich. Von der Änderung profitieren insbesondere Familien, die nicht allzu häufig mit dem Flugzeug unterwegs sind. Die Regularien beim Bonus-Programm von Aeroflot sehen vor, dass alle Passagiere ein eigenes Konto anlegen müssen. Wie auch bei anderen Airlines üblich fallen für die Übertragung von Meilen gewisse Kosten an. Konkret werden einem Bericht des Internetportals Aviablogger zufolge 600 Rubel (knapp neun Euro) pro Transaktion fällig.

Höchstens 5.000 Meilen dürfen gleichzeitig auf ein anderes Kundenkonto verschoben werden. Insgesamt ist die Übertragung von Meilen auf 50.000 pro Kalenderjahr gedeckelt. Der selbe Höchstwert gilt für den Empfang von Meilen.

 

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Wenn Russen rocken - Die besten russischen Songs

Zu den ärgerlichen Dingen auf der Welt gehört der Umstand, dass selbst die besten russischen Bands außerhalb der früheren Sowjetunion nahezu unbekannt geblieben sind. Dabei gibt es in Russland unzählige grandiose Gruppen und Sänger. Einige Rock-Legenden, die bis heute die größten Konzertsäle oder Sportstadien füllen, starteten mit der Musik während der tristen Sowjetzeit in den Hinterhöfen und gaben Konzerte anfangs heimlich in Privatwohnungen. Viele ihrer Songs wurden zu Hymnen der jeweiligen Generation. Wer sich auf den "Russki Rok", den "Russischen Rock", einlässt, bekommt eine Ahnung davon, welche Themen die Gesellschaft in Russland wirklich bewegen. Ob es Zufall ist, dass viele der besten Bands ihren Ursprung entweder in Leningrad, dem heutigen St. Petersburg, oder in den Industriemetropolen der Uralregion haben, können wir leider nicht mit Sicherheit sagen.

Russisches Eisenbahnmuseum wiedereröffnet

Foto: Valeri Baranow / rzd-museum.ru
Foto: Valeri Baranow / rzd-museum.ru

Im einstigen Lokdepot des Baltischen Bahnhofs von Sankt Petersburg ist das größte Eisenbahnmuseum Russlands (und zugleich wohl eines der größten derartigen Museen in Europa) wiedereröffnet worden. Auf dem Gelände ist ab sofort die neu präsentierte Kollektion des früheren "Oktoberbahnmuseums" zu sehen, die in der Vergangenheit am benachbarten Warschauer Bahnhof von Petersburg untergebracht war. Der alte Standort war in ein Einkaufszentrum umgewandelt worden. Am neuen werden auf einer Fläche von 57.000 Quadratmeter 28.000 Exponate ausgestellt, darunter 115 restaurierte historische SchienenfahrzeugeManche der gezeigten Ausstellungsstücke seien mittlerweile weltweit nur noch in einem einzigen Exemplar erhalten, meldete die Nachrichtenagentur Regnum.

Die offizielle Eröffnung des neuen Russischen Eisenbahnmuseums fiel auf den 180. Jahrestag der Eisenbahn in Russland. Am 30. Oktober 1837 war erstmals ein Zug von St. Petersburg bis zur Zarenresidenz in Zarskoje Selo gedampft. 

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