Rhein-Wolga-Blog

Neues aus Russland und auf dieser Seite:

MAI 2017

WLAN jetzt auch in der Petersburger Metro

Nach dem Vorbild der Moskauer Metro soll es künftig auch im Untergrund von Sankt Petersburg kostenloses WLAN für die Fahrgäste geben. In einem ersten Schritt wurde das mobile Internet am 30. Mai für Passagiere der Metro-Linie 4 freigeschaltet, die von der Station "Spasskaja" im Zentrum der Stadt auf das linke Newa-Ufer, zum Ladoga-Bahnhof und weiter zu den Vororten im Osten der Stadt führt. Bis Ende 2017 soll WLAN im kompletten Netz der Petersburger Metro verfügbar sein. Das Netz ist so ausgelegt, dass während der Fahrt durch die U-Bahn-Tunnel bis zu 200 Passagiere gleichzeitig pro Waggon mit 200 MB/s im Internet surfen können. 

Verantwortlich für den Aufbau von WLAN in den Petersburger Metro-Zügen ist dieselbe Firma, die bereits in Moskau für den Internetanschluss unter der Erde gesorgt hatte und außerdem unter anderem für den kostenfreien Internetzugang im Moskauer Flughafen Scheremetjewo sorgt.

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Mit der Eisenbahn durch Russland

Wer Russland besucht, ohne wenigstens einige Zugfahrten zu unternehmen, begeht einen ziemlich großen Fehler: Kaum ein Land auf der Welt eignet sich so sehr für Reisen mit der Eisenbahn. Kaum irgendwo lassen sich Land und Leute besser begreifen, als in einem Schlafwagenabteil der Russischen Staatsbahn RZD mit Teeglas auf dem Tisch, der Aussicht auf endlose Wald- und Wiesenlandschaften und jeder Menge neuer Bekannter. Komfortable Nachtzüge

verkehren auf oft tagelangen Reisen zwischen den größeren Städten des Riesenreichs. 

Die Transsibirsche Eisenbahn, die Moskau und St. Petersburg mit dem Ural, Sibirien und sogar dem Pazifikhafen Wladiwostok verbindet, ist ohnehin eine Legende. Aber anderenorts in Russland gibt es ebenfalls faszinierende Bahnstrecken - etwa durch den Kaukasus oder die wüstenartigen Gegenden im Süden des Landes. Auch die Anreise aus Westeuropa nach Russland ist weiterhin mit der Bahn möglich.

Russland hofft auf neue Welterbe-Titel

Die Liste der russischen Unesco-Welterbestätten könnte bereits im Sommer 2017 um zwei Zeilen länger werden. Anfang Juli werden die Mitglieder des Welterbekomitees im polnischen Krakau bei ihrer jährlichen Sitzung auch über zwei Anträge aus Russland entscheiden. Beantragt ist der Welterbestatus für die Himmelfahrtskathedrale auf der Festungsinsel Swijaschsk an der Wolga und - grenzüberschreitend mit der Mongolei - für den Nationalpark "Daurski" in der ostsibirischen Verwaltungsregion Transbaikalien. In der Vergangenheit hatten sich die Unesco-Funktionäre bereits mit beiden Orten befasst, eine endgültige Entscheidung jedoch vertagt und von der russischen Seite Nachbesserungen gefordert.

So sollte im Fall von Swijaschsk ursprünglich die gesamte historische Insel zum Welterbe erklärt werden, was bei der Unesco wegen der größeren Anzahl von Neubauten auf Widerspruch stieß. Nach der Eingrenzung auf das Himmelfahrtskloster und dessen zentrale Kirche stehen die Chancen nun deutlich besser.

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Phönix aus der Asche - Die Christ-Erlöser-Kathedrale

Kaum an einem Ort in Moskau werden die dramatischen Wendungen der jüngeren russischen Geschichte so deutlich wie am Standort der riesigen orthodoxen Christ-Erlöser-Kathedrale. Die für 10.000 Gottesdienstbesucher ausgelegte Kirche ist heute wieder Schauplatz vieler Feierlichkeiten und festlicher Gottesdienste des russischen Patriarchen. Ursprünglich erbaut, um an den russischen Sieg über Napoleon zu erinnern, fiel sie nach der Oktoberrevolution dem radikalen Kirchenkampf der Sowjetführung zum Opfer. Der Wiederaufbau der prunkvollen Kathedrale in den Krisenjahren nach dem Zusammenbruch der UdSSR war alles andere als unumstritten. Während die Kirche für gläubige Russen wieder zu einem Zentrum des geistlichen Lebens im Land wurde, ist sie im Westen inzwischen mindestens im selben Umfang wegen des Krawall-Auftritts der Frauen von "Pussy Riot" bekanntgeworden, über den Medien aus aller Welt über Monate hinweg berichteten.

Zugverbindungen Russland - Westeuropa bald noch schlechter

Die ohnehin schon schlechten Bahnverbindungen zwischen Russland und der Europäischen Union werden noch weiter ausgedünnt. Die litauische Eisenbahngesellschaft "Lietuvos gelezinkeliai" teilte mit, dass sie ab Montag, 15. Mai, keine eigenen Schlafwagen mehr auf der Verbindung zwischen Moskau und Vilnius einsetzen wird. Wesentlich größere negative Auswirkungen auf Bahnreisen dürfte aber die Entscheidung der Russischen Staatsbahn RZD haben, den traditionsreichen Nachtzug "Polonez" zwischen Moskau und Warschau künftig nicht mehr täglich, sondern nur noch drei Mal in der Woche verkehren zu lassen. Der Fahrplan soll ausgerechnet Mitte Juni zu Beginn der Ferienzeit eingeschrumpft werden. 

Da die Verbindungen nach Berlin, Paris und Prag auch nur ein- oder zweimal wöchentlich verkehren, gibt es künftig an manchen Tagen in der Woche gar keine akzeptable Bahnverbindung für die Anreise von Deutschland nach Russland mehr.

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Sotschis Dschungel - Der Eiben- und Buchsbaumwald

Im Hinterland der russischen Ferienhochburg Sotschi hat sich an manchen Stellen eine einzigartige Vegetation erhalten, die mit ihren Lianen, moosbewachsenen Bäumen und immergrünen Büschen an einen Dschungel erinnert. Die kolchischen Wälder an Russlands Schwarzmeerküste geben einen faszinierenden Eindruck, wie es vor Jahrmillionen auch in weiten Teilen Europas aussah, bevor sich die Natur in den Eiszeiten radikal wandelte. Das aus Sicht von Botanikern und Biologen wertvollste, rund 300 Hektar große Teilgebiet liegt unweit deStadtteils Chosta in einem Tal des gleichnamigen Flusses: 

Der Eiben- und Buchsbaumwald ist eine kleine Exklave des Kaukasus-Naturreservats und damit Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Vor einigen Jahren wurde der Wald allerdings Opfer einer regelrechten ökologischen Katastrophe: Eingeschleppte Buchsbaumzünsler fraßen nahezu den gesamten Buchsbaumbestand kahl. 

Mehr echte Grenze zwischen Russland und Weißrussland

Die russischen Behörden haben in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe von Schritten unternommen, um die lange Zeit de facto offene Grenze zwischen Russland und dem verbündeten Weißrussland wiederzuerrichten. Die jüngste Maßnahme betrifft Flugreisende und soll ab Mitte Mai greifen. Dann sollen Flüge zwischen beiden Ländern an den internationalen Terminals der russischen Flughäfen abgewickelt und nicht mehr wie bisher als Inlandsflüge behandelt werden. Damit verbunden wird auch die Einführung von vollumfänglichen Grenzkontrollen - zumindest für Ausländer aus Drittstaaten. Zwar bringt die Maßnahme ein Mehr an Bürokratie, für Reisende ohne weißrussischen oder russischen Pass beendet sie aber auch eine mehrere Monate andauernde Situation, in der legal überhaupt keine Flugreisen zwischen beiden Ländern möglich waren.

Zuvor hatte bereits im Februar der für den Grenzschutz zuständige Geheimdienst FSB verfügt, dass im Westen des Landes in den Verwaltungsregionen Brjansk, Smolensk und Pskow offizielle Grenzzonen ausgewiesen wurden. Offiziell dürfen Angehörige von Drittstaaten die zuvor mehr als 20 Jahre lang offene Grenze zwischen beiden Staaten derzeit nicht überqueren.

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Europas östlichste Millionenstadt - Perm

Dem Nobelpreisträger Boris Pasternak diente die Stadt im Ural als Vorbild für das literarische Jurjatin, den Ort, an dem der Arzt Juri Schiwago seine Geliebte Lara wiedersieht. Die Sowjets nannten sie zeitweise zu Ehren von Stalins Außenminister in Molotow um. Wegen der vielen Rüstungsbetriebe durften Ausländer lange Zeit überhaupt nicht nach Perm reisen - das Provinzzentrum im Vorural war eine sogenannte geschlossene Stadt, wirkt bis heute sehr sowjetisch und ist von seinen großen Industriegebieten geprägt. Ihm fehlen herausragende Sehenswürdigkeiten, und im Vergleich zum weiter östlich gelegenen Jekaterinburg wirkt die Stadt provinzieller. Allerdings hat Perm sich in den vergangenen Jahren auch als Kulturzentrum überregional einen Namen gemacht. Für Reisende auf der Route der Transsibirischen Eisenbahn lohnt sich ein Zwischenstopp vor allem wegen möglicher Ausflüge in die Umgebung.

Verjüngungskur für berühmte Moskauer Springbrunnen

Nach dem vorläufigen Winterende hat in Moskau nun auch die Springbrunnensaison begonnen. Einige der bekanntesten Fontänen der russischen Hauptstadt werden allerdings nicht lange Zeit zu bestaunen sein. Auf dem Gelände der ehemaligen sowjetischen Volkswirtschaftsausstellung WDNCh sollen 17 Springbrunnen gründlichen Reparatur- und Sanierungsarbeiten unterzogen werden - und zwar zum ersten Mal seit ihrer Inbetriebnahme vor mehr als einem halben Jahrhundert. Vorgesehen ist unter anderem, bei den berühmten Brunnen-Anlagen "Völkerfreundschaft" und "Steinerne Blume" sämtliche Wasserleitungen zu erneuern. 

An der "Steinernen Blume" sollen auch einige der Märchenfiguren ersetzt werden, die in den Vergangenheit Schaden genommen haben oder gar auf ungeklärte Weise verschwunden sind.

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