Rhein-Wolga-Blog

Neuigkeiten aus Russland und auf dieser Seite

FEBRUAR 2017

Visumpflicht für Russen - Besuche in der Vorhölle

Dieser Text ist schon etwas älter, aber die Lektüre lohnt für alle Westeuropäer, die sich vor einer Russland-Reise über die umständlichen Visumbestimmungen aufregen. Denn umgekehrt ist es komplizierter. Und vor einigen Jahren war es sogar noch unvergleichlich komplizierter:

 

Moskau (September 2002). Jahrzehnte lang hatten die Regierungen der freien Länder des Westens die Ostblockstaaten dafür kritisiert, dass die Menschen von dort nicht frei ins Ausland reisen durften. Was für eine Heuchelei! Kaum führte das neue demokratische Russland die Reisefreiheit ein, hatten die Europäer nichts anderes zu tun, als die Einreisevorschriften für Russen drastisch zu verschärfen. Alle EU-Beitrittskandidaten mussten auf Anordnung aus Brüssel die Visumpflicht für Russen einführen. 

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Bahntransit durch Ostukraine-Zipfel ab Herbst passé

Bereits ab August 2017 sollen alle Fernzüge der Russischen Eisenbahn RZD auf dem Weg zwischen Moskau oder Sankt Petersburg und Südrussland einen Bogen um die Ukraine machen. Dann soll zwischen Schurawka im Gebiet Woronesch und Millerowo im Gebiet Rostow eine 122 Kilometer lange, zweigleisige Neubaustrecke in Betrieb genommen werden. Bislang läuft die Bahnstrecke weiter westlich und streift dabei den äußersten Osten des Nachbarlandes. Alle Passagiere auf dem Weg von oder nach Rostow am Don oder Sotschi passieren bislang - oft, ohne es zu ahnen - mehrfach die Staatsgrenze und reisen auf einem Abschnitt von rund 20 Kilometern über das Territorium der ukrainischen Region Lugansk.

 

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Isaakskathedrale: Zoff um Petersburger Wahrzeichen

Die geplante Übergabe der Isaakskathedrale in Sankt Petersburg an die orthodoxe Kirche lässt seit einigen Wochen die Emotionen hochkochen. An einer nicht genehmigten Protestaktion nahmen mehrere tausend Menschen teil - eine beachtliche Anzahl im heutigen Russland. Die Anhänger der Kirche zogen begleitet von Fußballfans mit einer eine Prozession für die Übergabe um die Kathedrale. Wieder einmal stehen sich Russland Liberale und die orthodoxe Kirche unversöhnlich gegenüber. Mittlerweile scheint das Schicksal des nach der Oktoberrevolution zum Museum umgewandelten Petersburger Wahrzeichens zum Thema für die Staatsführung geworden zu sein.

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Iwans Insel - Swijaschsk

Im fernen Jahr 1551 ließ Iwan der Schreckliche am Oberlauf der Wolga eine komplette kleine Stadt aus Holz errichten, die Gebäude in ihre Einzelteile zerlegen und stromabwärts transportieren. Rund 30 Kilometer westlich von Kasan wurden die Bauteile wieder zusammengesetzt - auf einem Hügel am Zusammenfluss von Wolga und Swijaga. Die Festung Swijaschsk wurde für den Moskauer Zar zum Ausgangspunkt für die Eroberung des Tatarenreichs und später zu einem bedeutenden Provinzzentrum mit bis zu 10.000 Einwohnern, das mit der Zeit jedoch seinen Einfluss verlor. Nach der Oktoberrevolution richteten die Bolschewiki in Swijaschsk ein berüchtigtes Gefängnis für Gegner der Sowjetmacht ein. Das zentrale Mariä-Himmelfahrts-Kloster beherbergte noch bis 1994 eine psychiatrische Klinik. Zur Insel wurde die Siedlung erst nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Wolga durch den Kuibyschew-Staudamm bei Samara aufgestaut wurde. Heute werden in den Kirchen wieder Gottesdienste gefeiert, aber nur noch knapp 300 Menschen leben ständig hier. 

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Bewegung im deutsch-russischen Luftverkehr

Nachdem die Linienflugverbindungen zwischen Deutschland und Russland in den vergangenen Jahren krisenbedingt spürbar zusammengeschrumpft waren, gibt es offenbar eine Wende zum Besseren. Die drittgrößte russische Fluggesellschaft, UTAir, will ab April den Linienverkehr zwischen München und Moskau aufnehmen und im Sommer außerdem Wien und Berlin in ihr Streckennetz aufnehmen. Die Gesellschaft mit Drehkreuz am Moskauer Flughafen Wnukowo verfügt über ein breites Netz an innerrussischen Verbindungen und bietet auch Flüge nach Mittelasien und in die Kaukasus-Staaten an. 

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Absturz einer Raumstation - Die letzte Nacht der "Mir"

Moskau (März 2001). Nur in ungewöhnlichen Situationen drängeln sich mehrere hundert Journalisten aus der ganzen Welt in einem einzigen Raum zusammen, um über ein Ereignis zu berichten, dass viele tausend Kilometer entfernt stattfindet. Und nur in wirklich historischen Nächten reicht nicht einmal der große Saal des russischen Raumflugleitzentrale in Koroljow aus, um den Besucheransturm aufzufangen. Mitten in der Nacht sollte vom Weltraumkontrollzentrum ZUP aus der ganze Stolz der russischen Wissenschaft zerstört werden.


Mehr als 86.000 Mal war die Raumstation Mir seit 1986 um die Erde gekreist, nun sollten drei Bremsimpulse aus der Nähe von Moskau das 15 Jahre alte technische Wunderwerk aus seiner Umlaufbahn bringen. 
Die Überreste der Station sollten im Pazifk versinken, irgendwo am anderen Ende der Welt, in der Nähe der Fidschi-Inseln. Etwa sechs Stunden waren für das Absturzmanöver eingeplant.

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Zellen und Zarengräber - Die Peter-und-Paul-Festung

Der Baubeginn der Peter-Paul-Festung im Delta der Newa gilt als Gründungstag von Sankt PetersburgAb Mai 1703 entstand auf der Haseninsel eine Verteidigungsanlage, die Russlands neue Eroberungen gegen die Schweden schützen sollte. An den Plänen für die Festung hatte Zar Peter der Große höchstpersönlich mitgearbeitet. Im historischen Herz der Fünf-Millionen-Stadt entstand wenige Jahre nach den Verteidigungsbauwerken die berühmte Peter-und-Pauls-Kathedrale. Außerdem beherbergte die Insel ein Gefängnis, in dem viele illustre Gegner des Zarenregimes einsaßen, darunter die Teilnehmer des Dekabristen-Aufstands, Fjodor Dostojewski und der Vordenker des Anarchismus, Michail Bakunin.

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Am Scharnier der Kontinente - Jekaterinburg

Jekaterinburg, das wirtschaftliche und politische Zentrum der Ural-Region, ist keine 300 Jahre alt. Die Anfang des 18. Jahrhunderts rund um eine Eisenhütte erbaute Siedlung wuchs im Laufe der Zeit zu einer riesigen Stadt. Mit aktuell über 1,4 Millionen Einwohnern ist sie heute die viertgrößte Stadt Russlands nach MoskauSankt Petersburg und Nowosibirsk. Dank ihrer Lage an der Trasse der Transsibirischen Eisenbahn und einer Reihe historischer Sehenswürdigkeiten bietet sich Jekaterinburg für einen Zwischenstopp an. Die Stadt liegt rund 40 Kilometer östlich der geografischen Grenze zwischen Europa und Asien, aber noch nicht in Sibirien. Darauf legen die Menschen im Ural Wert. 

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