Rhein-Wolga-Blog

Neuigkeiten aus Russland und auf dieser Seite:

JANUAR 2017

Preis-System der russischen Bahn noch unübersichtlicher

Der ohnehin schon recht komplizierte Tarif-Dschungel der russischen Staatsbahn ist noch etwas unübersichtlicher geworden. Im Januar teilte die Bahngesellschaft RZD mit, ihr sogenanntes "dynamisches Preissystem" sei auf alle Vier- und Zwei-Bett-Schlafwagen sämtlicher Inlands-Fernzüge ausgeweitet worden. Bislang galt es nur auf weniger als der Hälfte aller Verbindungen. Ausnahmen werde es künftig nur noch für einige "sozial bedeutsame" Züge geben. Einem Bericht des Internetportals travel.ru zufolge verbergen sich hinter diesem Begriff die Verbindungen zwischen dem russischen Mutterland und der Exklave Kaliningrad. 

Als Folge der Neuerungen können Frühbucher - wie auch in Deutschland - im russischen Fernverkehr günstiger unterwegs sein als Spontanreisende. Auch bei Freitagabend-Abfahrten dürften mehr Rubel fällig werden als bei Reisen in der Mitte der Woche. Die Frühbucher-Rabatte gelten auch in den Tagesschnellzügen "Wanderfalke ("Sapsan") und "Mauersegler" ("Strisch").

mehr lesen

Warum eigentlich ausgerechnet nach Russland?

Für Bundesbürger, Schweizer oder Österreicher ist es ganz normal, nach London zu fliegen, an die Adria oder auf die Kanarischen Inseln. Aber nach Moskau? Nach Karelien oder gar in den Kaukasus? Das gilt mindestens als außergewöhnlich, als mutig oder gar verwegen. Russland ist eben noch immer kein ganz normales Urlaubsland. Dazu haben die Russen selbst einiges beigetragen, indem viele interessante Gegenden lange für Ausländer gesperrt waren und so mancher Stadt einst im kirchenfeindlichen kommunistischen Übereifer die Wahrzeichen weggesprengt wurden. Aber es gibt eben auch eine Reihe guter Argumente, die Russische Föderation zu besuchen. Wir haben da mal ein paar zusammengestellt:

Versailles mit Ostsee-Blick - Schloss Peterhof

Mit seiner Residenz am Finnischen Meerbusen westlich der neu gegründeten Hauptstadt Sankt Petersburg wollte Zar Peter der Große sich und seinem langwierigen Kampf um den Zugang zur Ostsee ein triumphales Denkmal setzen - und nebenbei mindestens das französische Versailles übertreffen. Vermutlich ist es ihm und seinen Nachfolgern gelungen. Der Barockpalast, die Parkanlagen ringsherum und die beeindruckenden Springbrunnen ziehen jedes Jahr über drei Millionen Touristen an.

Raus aus dem Moloch - Tipps für Ausflüge ins Moskauer Umland

Das wilde Moskau ist bekanntlich kein Ort für einen Erholungsurlaub. Wer längere Zeit in der Zwölf-Millionen-Stadt verbringt, verspürt früher oder später die wachsende Sehnsucht nach etwas Beschaulichem, Kleinem, Ruhigem. Dann ist es Zeit für eine Tour ins Umland. Viele Ziele sind problemlos innerhalb eines Tages auch ohne eigenes Auto erreichbar. Der Rhein-Wolga-Kanal hat eine kleine Zusammenstellung vorbereitet:

Moskauer Metro jetzt mit Lade-Stationen für Handys und Tablets

Die Passagiere der Moskauer Metro müssen sich künftig weniger Sorgen darüber machen, dass die Akkus ihrer Smartphones, Tablets oder Digital-Kameras den Dienst versagen, während sie in der russischen Hauptstadt unterwegs sind. An zunächst 28 der über 200 Stationen wurden Auflade-Stationen installiert, an denen die Fahrgäste mit USB-Stecker oder herkömmlichem 220-Volt-Ladegerät Strom für ihre elektronischen Geräte abzapfen können. "Es ist einfach sehr wichtig, stets erreichbar zu sein", begründete der Moskauer U-Bahn-Direktor laut Pressemeldung die Initiative. Ein Pilotprojekt in zwei Vororten sei erfolgreich verlaufen.

Ähnliche Ladestationen gibt es auch an insgesamt 16 Haltepunkten des Moskauer Eisenbahnrings, auf dem 2016 der Personenverkehr aufgenommen wurde sowie an den Hauptstadt-Flughäfen Scheremetjewo, Wnukowo und Domodedowo.

mehr lesen

Hauptstadt von Kaviar und Wassermelonen - Astrachan

Wer wissen will, wie heiß es in Russland im Sommer werden kann, ist hier richtig: In der Provinzhauptstadt Astrachan, rund 1.400 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Moskau am Rand des verzweigten Wolga-Deltas, zeigt das Thermometer im Juli und August regelmäßig über 40 Grad im Schatten. Kein Wunder, dass in der Umgebung Wassermelonen gut gedeihen, die dann jedes Jahr im Spätsommer in langen Lastwagen-Karawanen nach ganz Russland verkauft werden. Reich wurde die geschichtsträchtige Stadt durch die Störe und ihren Kaviar - und dank ihrer strategischen Lage kurz vor der Mündung der Wolga ins Kaspische Meer. Als Handelsmetropole zwischen Europa, Orient und dem Fernen Osten zog Astrachan Kaufleute aus aller Herren Länder an. Astrachan hat heute über 500.000 Einwohner und ist nicht nur als Endpunkt einer Wolga-Kreuzfahrt oder als Sprungbrett für Touren ins Delta von Interesse. Auch die Stadt selbst hat einiges zu bieten.

"Mutter Heimat" wird saniert

Die weltbekannte Monumental-Skulptur "Mutter Heimat ruft" am Schauplatz der Schlacht von Stalingrad soll 50 Jahre nach ihrer Fertigstellung umfassend saniert werden. Die bereits seit Jahren diskutierten Arbeiten zur Erhaltung der Figur auf dem Mamai-Hügel im heutigen Wolgograd sollen bereits in diesem Jahr beginnen, vermeldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti (Meldung auf Russisch). Das Denkmal des Bildhauers Jewgeni Wutschetitsch, eine der höchsten Skulpturen der Welt, wird dazu für einige Zeit eingerüstet werden

Für die Arbeiten wurden zwei Milliarden Rubel, umgerechnet mehr als 37 Millionen Euro, aus dem Staatshaushalt bewilligt. In welchem Monat die Sanierung der Skulptur beginnt, steht noch nicht fest.

mehr lesen

Nahverkehr mit Pomp und Pathos - Die Moskauer Metro

Über 200 Stationen, fast 340 Kilometer unterirdischer Schienenstreckenbis zu 9,5 Millionen Fahrgäste täglich - Die Moskauer Metro ist zweifellos eine U-Bahn der Superlative. Die Menschenmassen wirken auf Moskau-Neulinge zuweilen ebenso beängstigend wie die endlos langen Rolltreppen, die doppelt so schnell wie deutsche in Tiefe hinabführen. In Stoßzeiten verkehren die Züge annähernd im Minutentakt, und jeder Besucher der Stadt tut gut daran, sich mit dem Streckennetz vertraut zu machen. Denn so schnell wie mit der Metro kommt man auf den ewig verstopften Straßen der Stadt gewiss nicht zum Ziel.

 

Doch Moskaus U-Bahn ist nicht nur ein äußerst effizientes Nahverkehrssystem, sondern auch eine Sehenswürdigkeit, die niemand verpassen sollte. Viele Stationen wurden aufwendig mit Marmor, Skulpturen und Wandbildern verziert. Besonders auf die Haltestellen aus der Stalin-Zeit passt der Begriff von den "Unterirdischen Kathedralen". 

Bakschisch für den tapferen Grenzschutz

Kosatscha Lopan (September 2004). Es war eine fürchterliche Nacht gewesen in dem Schlafwagenabteil der ukrainischen Eisenbahn. An dem mindestens 30 Jahre alten Waggon war alles kaputt, was kaputt gehen konnte, das Licht funktionierte nicht, das Abteil ließ sich zwar von innen verriegeln, aber anschließend nur von außen mit Hilfe des Schlafwagenschaffners wieder öffen. Eine Heizung gab es nicht in dem Zug, obwohl es in der Nacht schon bitter kalt geworden war.
 

Immerhin — die Nacht war kurz gewesen, denn am frühen Morgen passierten wir die ukrainisch-russische Grenze. Die ukrainischen Grenzer blätterten interessiert in meinem Pass. Und witterten wohl sofort die Chance auf ein Geschäft. "Es gibt da ein Problem mit Ihren Dokumenten", sagte mir ein Uniformierter.

Heimathafen für Weltreisende und meuternde Matrosen - Kronstadt

Auf der Insel Kotlin im Finnischen Meerbusen gelegen, entstand Kronstadt als Festungsanlage Anfang des 18. Jahrhunderts fast zeitgleich mit Sankt Petersburg auf Anweisung von Zar Peter dem Großen. Der Marinehafen 30 Kilometer westlich des Petersburger Stadtzentrums wurde gewissermaßen zum Schutzschild für die neue Hauptstadt des Russischen Reichs und Hauptstützpunkt der russischen Ostseeflotte. Mittlerweile ist die Insel eingemeindet und bildet den entlegensten Petersburger Vorort. Neben dem Blick auf einige Schiffe der Kriegsmarine lohnt vor allem ein Besuch der gigantischen orthodoxen Kathedrale, des Marine-Doms.

Grenze Russland-Weißrussland bleibt für Ausländer dicht

Ausländische Reisende, die auf dem Landweg nach Russland fahren wollen, brauchen vorerst weiter Zeit für weite Umwege - oder extrem gute Nerven, wenn sie die kürzeste Route über Weißrussland einschlagen wollen. Denn offiziell bleibt die Grenze der beiden "Bruderländer" für Bürger aller Drittstaaten Tabu. Bemühungen, die verworrene rechtliche Lage um das im Herbst 2016 von russischer Seite ausgerufene Einreiseverbot zu klären, blieben bislang erfolglos. Die Republik Belarus hob im Gegenzug einseitig die Visumpflicht für Staatsbürger von 80 Ländern teilweise auf, was eine schnelle Einigung mit Russland noch unwahrscheinlicher macht.

Im Herbst hatte der für den russischen Grenzschutz zuständige Geheimdienst FSB plötzlich darauf bestanden, ein zwei Jahrzehnte lang ignoriertes Gesetz anzuwenden. Es schreibt vor, das Ausländer grundsätzlich über internationale Grenzübergänge in die Russische Föderation einreisen müssen. Solche Übergänge gibt es mit Weißrussland jedoch nicht - von einer Ausnahme am Dreiländereck mit der Ukraine abgesehen. Offiziell bilden Russland und Weißrussland einen Unionsstaat. Zwischen beiden Ländern wurden die Grenzkontrollen bereits 1995 abgeschafft.

 

mehr lesen

Neuerdings Tageskarten für ÖPNV in St. Petersburg

In St. Petersburg gibt es neuerdings für Busse, Straßenbahnen und die Metro neben Einzelfahrscheinen und Monatstickets auch Tageskarten. Das neue, zum 1. Januar 2017 eingeführte Angebot, könnte sich einem Bericht des Internet-Portals travel.ru (Russisch) zufolge besonders für Touristen lohnen: Für 180 Rubel (ungerechnet zurzeit 2,85 Euro) gibt es einen Fahrschein für beliebig viele Fahrten mit dem städtischen Nahverkehr. Das Tagesticket lohnt sich für Besucher der Stadt, die mindestens sechs Mal mit Bus, Straßenbahn oder Metro unterwegs sind. 

Es gibt auch Tickets mit zwei- bis sechstägiger Gültigkeit. Trotz regelmäßiger - und drastischer - Preissteigerungen bleibt der Nahverkehr in Russlands zweitgrößter Metropole nämlich für westeuropäische Verhältnisse ein Schnäppchen: Die Einzelfahrt in der Metro wurde zwar zum Jahreswechsel erneut um fast 30 Prozent teurer, ist aber weiterhin für umgerechnet gerade einmal 70 Cent zu haben.

mehr lesen

Hitliste der kuriosen Russland-Reiseziele

Nicht alle Sehenswürdigkeiten Russlands stehen mit einer Vielzahl von Sternen im Baedecker-Reiseführer: Manche Orte und Bauwerke sind aber dennoch so skurril, das man sie gesehen haben sollte, wenn man in der Nähe ist. Zum Beispiel die Wohnung, in der einst der Satan höchstselbst einzog, als er mit seinen Helfern das Moskau der Stalin-Ära kennenlernen wollte. Oder eine höchst ungewöhnliche Farm bei Kostroma an der Wolga, die sich der Elchzucht verschrieben hat. Vorschläge für Ergänzungen nehmen wir gerne entgegen.

Beim König der Tundra

(Workuta, Juli 2006). Fernab der großen Metropolen haben in Russland zuweilen recht unkonventionelle, charismatische Personen das Sagen. Einem schillernden Provinzpolitiker am Polarkreis verdanke ich eine unvergessliche Stadtrundfahrt - und tiefe Einblicke in die Mentalität russischer Provinzfürsten.

Notizen von einer Pressereise mit der Russischen Eisenbahn, die eigentlich etwas anders ablaufen sollte.

Disneyland des Kommunismus - Das WDNCh-Gelände in Moskau

Einst wollte die sowjetische Führung hier Besuchern aus dem In- und Ausland die Überlegenheit der östlichen Planwirtschaft demonstrieren. Die "Ausstellung der Volkswirtschaftlichen Errungenschaften der UdSSR", abgekürzt "WDNCh" und ausgesprochen "Wee-Dee-Enn-Cha" ist eine Ansammlung von Denkmälern, pompösen Springbrunnen, Parkanlagen und einer Vielzahl von "Pavillons", in denen einst die Erzeugnisse verschiedener Wirtschaftszweige ausgestellt wurden. 

Bei Zuckerwatte und Vanilleeis konnten sich Familien und ausländische Reisegruppen hier einst über die Spitzenleistungen sowjetischer Raumfahrtingenieure oder Rinderzüchter informieren. Nach der Wende geschlossen und verwahrlost, wurde das Areal in den vergangenen Jahren wieder auf Vordermann gebracht.

Vogel-Attacke: Ein Hauch Hitchcock an der Grenze Russland–Estland

Reisende, die auf dem Weg von Tallinn nach St. Petersburg den russisch-estnischen Grenzübergang Iwangorod-Narva nutzen, müssen sich nicht nur auf eine düstere Szenerie wie zu Zeiten des Kalten Krieges einstellen. Am Grenzfluss mit seinen beiden trutzigen Festungen lauern noch ganz andere Gefahren, wie ein estnischer Staatsbürger kurz vor dem Jahreswechsel erfahren musste: Direkt vor der Passkontrolle entriss eine Krähe dem verdutzten Balten den Reisepass und flog damit auf und davon.

 

Dem um seinen Ausweis erleichterten Esten blieb nichts anderes übrig, als wenige Meter von seinem Heimatland entfernt umzudrehen, bei der Polizei den Passverlust anzuzeigen und dann in St. Petersburg Ersatzpapiere zu beschaffen. Zuvor hatte der Pass selbst durch den Einsatz von Spürhunden nicht wieder aufgespürt werden können.

mehr lesen

Diese Seite mit Freunden teilen:

Deine Plattform für Reiseinspiration

 

Blogverzeichnis - Bloggerei.de 

TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste

 

Der Rhein-Wolga-Kanal ist ein privates Projekt.
Страница "Канал Рейн-Волга"  является частным проектом.

 

(c) 2016-2018 Rhein-Wolga-Kanal